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Ja und es gibt (immner noch) Frauen die ihre Erfüllung in der Rolle der Vollzeitmutter und Hausfrau sehen und gleichwohl Männer die das genau so ...
Das bestreitet ja niemand.
Wenn das für beide in Ordnung ist, bitte. Aber wenn dann einer nach zig Jahren auf die Idee kommt, dass es das jetzt nicht mehr ist, muss man eben auch Verantwortung übernehmen und Konsequenzen tragen. Der Mann hier hat doch plötzlich „vergessen“, dass dieses Modell auch in seinem Sinne war, solange er davon profitiert hat. Das ist für mich unverständlich.
Und zwischen „ich quetsche ihn finanziell aus wie ein nasses Handtuch“ und „ich verzichte auf alles, weil ich selbst schuld bin“, liegt der Mississippi. Wenn er fair wäre, würde er ihr ein Angebot machen, dass sie finanziell auf eigenen Beinen stehen und nach vorne schauen kann und wenn sie fair wäre, würde sie es annehmen. So dass sich niemand absichtlich reich rechnet, aber auch nicht arm dabei wird. Allerdings bringt er ja ersteres nicht fertig. Dann wird nur der Anwalt reich und das Verhältnis vergiftet.
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x 5#736
MissLilly Mitglied
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Zitat von So-What:
Wenn das für beide in Ordnung ist, bitte.
Das Problem sehe ich eher darin, dass das nicht auch genauso und ganz direkt kommuniziert wird.
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x 1#737
A
Hausfrau ein Leben lang - und jetzt?
x 3
S
So-What Mitglied
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IUnd meiner Meinung nach, ist erst mal der in der Bringschuld Regeln für das Danach vorzuschlagen, der die Vereinbarung kündigen will. Aber ich wäre mir an Stelle der TE auch nicht zu schade - oder zu stur -, wenn er nicht in die Gänge kommt, welche mit dem Anwalt auszuarbeiten und sie ihm zu unterbreiten. Theoretisch kann sie sich auch selbst was ausdenken, wenn es nicht ums Prinzip und um jeden Cent geht. Wenn der Gegenüber merkt, dass es fair zugeht, wird eher vielleicht auch weniger stur agieren. Des Familienfriedenwillens. Ob der Mann dann einverstanden sein wird oder sich auf stur stellt, steht auf einem anderen Blatt. Man kann alles mit einer Scheidungsfolgevereinbarung im Vorfeld lösen, wenn man denn will.
Und alles was ich schreibe, würde auch für den Fall gelten, wenn die Situation andersrum wäre. Es geht nicht um die bösen Männer, die verlassen.
Ich kann auch Frauen nicht verstehen, die nach 30 Jahren freiwilligen Hausfrauen-Dasein plötzlich vergessen, dass sie dieses Modell ursprünglich gerne so gelebt haben.
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x 2#738
S
So-What Mitglied
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Zitat von MissLilly:
Das Problem sehe ich eher darin, dass das nicht auch genauso und ganz direkt kommuniziert wird.
Dazu habe ich auch was geschrieben. In manchen Fällen, sicher. Stillschweigend rutscht jeder in seine Rolle. In vielen Fällen ist es aber auch so:
Zitat von So-What:
Egal welche Absprachen irgendwann mal an irgendeiner Stelle getroffen wurden. Die meisten wollen das vorher ganz rational einschätzen und sind der Überzeugung das auch leisten zu können, was man bespricht. Wenn es dann soweit ist, können viele nicht raus aus ihrer Haut und bewerten aus eigenen emotionalen Gründen doch anders.
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#739
P
Perzet Mitglied
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Was mir hier zu sehr untergeht ist die konkrete Situation der TE. Fast jährliche Umzüge wegen der Karriere des Mannes. Hey, wer hat sich schon mal um Umzug gekümmert, besonders in einem wachsenden Haushalt mit bis zu sechs Personen. Fast jährlich? Papierkram, Ummeldungen, Schulen, etc. Natürlich ist das bei "nur" Hausfrauendasein nebenher erledigt. Da kann sie in jedem neuen Ort schnell nen neuen Job finden. Klaro. Sorry, Ironie aus. Einem Menschen, der Karriere macht, den Rücken freizuhalten, ist teilweise ein ordentlicher Vollzeitjob. Oft kommen Termine am Abend dazu, wo man eingeladen wird..
Oder, was noch gar nicht aufkam hier - was wäre gewesen, hätte sich die TE gleich zu Beginn neben Kind und Haushalt einen Job gesucht und darauf bestanden daß ihre Arbeit mindestens genauso wertvoll ist, wie die ihres Mannes. Dann wäre nix mit ständig wechselnden Einsatzorten gewesen, die für seine Karriere nötig ist. Dann wäre nix mit Karriere von ihm gewesen. Oder sie hätten von vorneherein eine Fernbeziehung führen müssen. etc pp
Ich finde die Diskussion um "warum bist du nicht von Anfang an arbeiten gegangen" dermaßen müßig. Diese Frage missachtet total die Vielfalt, die die konkrete Lebenssituation mit sich bringt. Dafür gibt es den Zugewinnausgleich. Manchen Leuten ist klar, daß manche Karriere am besten läuft wenn sich da jemand im Hintergrund um alles andere kümmert, halt den berühmten "Rücken freihält".
Je nach Beruf geht es anders. Aber ich habe im Laufe der Zeit manchen Mann sagen hören, daß es ohne das zurückstecken und mitziehen seiner Frau nicht gegangen wäre. Und andere gaben zu, daß es sehr schwer sei, eine Frau zu finden die das mitmacht.
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x 12#740
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von Perzet:
Aber ich habe im Laufe der Zeit manchen Mann sagen hören, daß es ohne das zurückstecken und mitziehen seiner Frau nicht gegangen wäre.
👍🎯
Risiko, dass einer der Partner (auch die Frau!) die Vereinbarung aufgibt, ist immer da. Kann aber quasi lebenslang funktionieren.
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x 4#741
MissLilly Mitglied
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Ich finde das überhaupt nicht schlecht oder schlimm. Ich finde es nur schlecht, wenn man nicht bereit ist, dass auch genau so klar und deutlich zu sagen.
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#742
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von alleswirdbesser:
. Mann muss nicht zwingend Hausfrau sein, um nicht ganz frei bestimmtes und unabhängiges Leben führen zu können. Als Mutter steht man immer in einer Abhängigkeit zu seinen Kindern, ob Hausfrau oder Verkäuferin oder eine Führungskraft.
Du willst unbedingt recht behalten und biegst die Dinge so hin, wie du willst.
Eine weibliche Führungskraft ist bei weitem weniger abhängig, als vielleicht eine Verkäuferin in Teilzeit.
Ich gebe dir jedoch insoweit Recht, dass Frauen durch die Betreuung der Kinder beruflich schlechter gestellt sind, als Frauen, die keine Kinder haben und arbeiten.
Nichtsdestotrotz ist gar nicht arbeiten trotzdem eine selbstgewählte Abhängigkeit.
Ich für meinen Teil war 7 Jahre mit 3 Kindern daheim, habe dann 15 Jahre Teilzeit gearbeitet und arbeite nurmehr seit fast 10 Jahren Vollzeit. Gleichzeitig habe auch 2 zusätzliche Rentenversicherungen seit 20 Jahren.
Ich bin und werde, trotz 3 Kinder und Teilzeit, nicht abhängig sein.
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#743
P
Perzet Mitglied
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@Admaro bist du jedes Jahr umgezogen und hättest dir deswegen jedesmal einen neuen Job suchen müssen? Oder konntest du 'in Ruhe' deine Jobs entwickeln?
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x 4#744
F
Fia-Lisa Mitglied
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Ist es zwingend notwendig, dass ihr in meinem Thread so streitet? Was hat das mit mir zu tun und hilft das mir?
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x 12#745
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Admaro:
Ich für meinen Teil war 7 Jahre mit 3 Kindern daheim, habe dann 15 Jahre Teilzeit gearbeitet und arbeite nurmehr seit fast 10 Jahren Vollzeit. Gleichzeitig habe auch 2 zusätzliche Rentenversicherungen seit 20 Jahren
Also dazu sage ich, Respekt Admaro 👍 . So sollte es sein, eine Frau kann, wenn sie es denn wirklich möchte, unabhängig von der Geldbörse eines Mannes sein, wie dein Beispiel zeigt. Ich persönlich schätze diese Frauen, Ärmel hoch und weder Kosmetikbesuch oder die Topjeans bedürfen einer Erklärung in des Mannes Abrechnung. Respekt Admaro und das meine ich ernst.
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x 1#746
Libellenfrau Mitglied
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@Carbon
Zitat von Fia-Lisa:
Was hat das mit mir zu tun und hilft das mir
Fia-Lisa hat gerade darum gebeten, auf nicht auf ihre Sache bezogene Beträge zu verzichten. Und das hat sie ernst gemeint. Ihr geht es gesundheitlich und psychisch nicht gut. Könntest Du Ihren Wunsch respektieren? Zumal dein Beitrag unterschwellig gegen die TE gerichtet ist. Um uns gegenseitig zu beklatschen, braucht man das Forum nicht.
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x 7#747
E
Ex-Mitglied Gast
@Libellenfrau ? Ich habe nur der Userin Admaro meinen Respekt gezeigt, was das jetzt mit einer anderen Userin zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich deine Interpretation. Aber gut, dann wünsche ich hier alles Gute 🤗
Ist es zwingend notwendig, dass ihr in meinem Thread so streitet? Was hat das mit mir zu tun und hilft das mir?
Entschuldige, wenn das zuviel wurde. Ich bin wieder ruhig. Die Beiträge, die unentwegt zeigen, wie toll Frauen sein können, aber nicht berücksichtigen, was im konkreten Fall war, gingen mir ein wenig auf den Zeiger.
Ich hoffe, Du findest Deine Erholung und kannst Deinen Weg weiter gehen. Dieser Weg ist gerade nämlich alles andere als entspannt.
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x 4#749
alleswirdbesser Mentorin
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@Admaro ist bei mir nicht viel anders, ich habe sogar während der Elternzeit gearbeitet. Aber das ist mein Weg und es gibt Frauen, die einen anderen Weg gehen. Und wie Perzet schon sagte, die Umzüge, die diese Familie zu meistern hatte, waren bei dir vermutlich nicht jährlich auf dem Programm.
Außerdem vermute ich stark, dass du Unterhalt für die Kinder und das Kindergeld beziehst. Oder könntest du ohne dieses Geld mit drei Kindern ein sorgenfreies Leben führen und sich alles leisten, weil du so unabhängig bist? Also ich hänge unter anderem von diesen Geldern ab, weil die Miete für eine große Wohnung sehr viel vom Gehalt wegfrisst. Und hätte mein NM die Kinder und ich müsste Unterhalt zahlen, hätte ich mir diese Wohnung und meinen Lebensstil niemals leisten können. So viel zum Thema Unabhängigkeit. Auch will ich das Gehalt einer Mutter sehen, die drei Kindern ein Studium ermöglichen kann. Die Verdienstmöglichkeiten sind nun auch begrenzt, auch wenn man voll berufstätig ist.
Meine Chefin rennt abends übrigens auch ganz schön, wenn sie ihr Kind betreuen muss. Ihr Mann hat ebenfalls eine leitende Position und so wechseln sie sich ab. Kein Kindermädchen, kein Au-pair-Mädchen, keine Eltern in der Nähe, nur der Hort.