Nautica887
Gast
mein Partner hat sich nach 2,5 Jahren vor 2 Wochen von mir getrennt. Es fühlt sich an, als hätte er eine Atombombe über meinem Leben gezündet. Nichts ist mehr wie vorher. Und ich fühle mich so schlecht, wie noch nie in meinem Leben. Ich wache jeden Morgen um 4 Uhr auf und verfalle ins Grübeln, weil ich ihn liebe und gerne weiterhin mit ihm zusammen wäre. Es hat mir aber ganz deutlich gesagt, dass er mich nicht mehr liebt und es für uns nie wieder eine Chance gibt. Ihm fehlen die sozialen Kontakte und die Kontakte zu seiner Familie. Ich arbeite jeden Tag 11-12 Stunden, ich habe es am Wochenende meist nicht geschafft, noch wie von ihm gewünscht, Freunde einzuladen, weil ich unendlich müde und überfordert mit der Arbeit bin/war. Dafür hatte er kein Verständnis. Manchmal habe ich auch Angst vor sozialen Kontakten, weil ich früher einmal gemobbt wurde. Ich tue mich da eher schwer, bräuchte etwas Hilfe und Geduld. Er meinte, er hat versucht mich die ganze Zeit zu ändern und gehofft, dass er meinen Charakter verändern kann und als er das nicht geschafft hat, hat er unsere Beziehung beendet. Ich habe so massive Schuldgefühle, weil ich nie so sein kann, wie jemand anders es möchte. Ich schaffe es nicht, mich komplett anzupassen. Er hat heftige, extrem enge Familienverhältnisse, die ihm das aller wichtigste im Leben sind, wichtiger als jede Partnerschaft.
Wir hatten eine unglaublich schöne Zeit, wenn ich daran zurück denke, kommen mir die Tränen. Ich werde nie wieder jemanden finden, der so ein guter Mensch ist, wie er. Ich wünschte er hätte mir eine Chance gegeben, wirklich an mir zu arbeiten, meine Angst zu überwinden. Die Beziehung hat mir Sicherheit gegeben, ich habe darauf gebaut, sah ihn als meinen Partner fürs Leben. Jetzt ist alles zusammengebrochen. Ich hatte überlegt meinen Job zu kündigen und die Stadt zu verlassen, aber wenn das auch noch zusammenbricht, habe ich nichts mehr im Leben. Hobbies und Freunde sind mit solchen Arbeitszeiten kaum zu vereinbaren. Er arbeitet im gleichen Beruf hat aber kein Verständnis für mich und mein Bedürfnis, mich auszuruhen. Ich habe nichts mehr.