K
kleiner Tropfen
Gast
Ich bin total durcheinander und brauche dringend jemandem zum reden.
Ich bin in die Nachbarschaft meines Ex gezogen. Ich wollte ihn nie wiedersehen.
Ich versuche mal von Anfang an zu erzählen.
Vor gut 5 Jahren hat sich mein Ex (A.) nach über 11 Jahren Beziehung von mir getrennt.
Wie hatten uns im Studium kennen gelernt. Er war fast fertig und fand nach seinem Studium einen Job in einer anderen Stadt. Wir führten ein Jahr eine Fernbeziehung, dann hatte auch ich mein Examen in der Tasche. Ich suchte und fand einen Job in seiner Nähe und zog zu ihm in seine Wohnung.
Ich war in der Beziehung sehr glücklich. Der einzige nachteil waren die fehlenden Kontakte in der neuen Stadt. A. hatte 2-3 Kollegen mit denen er ab und zu etwas unternommen hat, aber am Anfang war es doch etwas einsam.
Beruflich lief es bei ihm super.
Bei mir ging es so. Ich hatte sehr nette Kollegen und machte meinen Job sehr gerne. Perspektiven mich beruflich weiter zu entwickeln hatte ich dort aber kaum und ich verdiente auch nicht im entferntesten so viel wie A..
Mit den Jahren arbeitete A. immer mehr, ich hielt ihm den Rücken frei. Kümmerte mich um die Einkäufe, seine Wäsche, putze die Wohnung, kochte...
Manchmal half er ein wenig mit, aber meistens war alles erledigt wenn er (oft erst um 21.00 Uhr oder später) nach Hause kam.
Für mich war das OK, ich träumte von einer kleinen Familie mit ihm und sah das als eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Heiraten wollte A. nicht, das fand er spießig. Er wusste das ich Kinder wollte, sagte aber er wollte erst später welche. Erst wollte er sich auf seine Kariere konzentrieren und noch etwas Leben.
Ich habe ihn nicht so oft darauf angesprochen weil ich ihn nicht drängen wollte.
Nach einigen Jahren begann A. nach einem eigenen Haus oder einer Wohnung zu suchen.
Er wollte nicht länger zur Miete wohnen...
Wir schauten uns einige Häuser und Wohnungen an.
A. organisierte die Termine und wollte meine Meinung wissen. Schließlich würde es ja unser gemeinsames Zuhause werden. und alle waren "Familientauglich".
Ich freute mich, denn ich sah mich meinen Zukunftsträumen ein wenig näher.
A. kaufte schließlich eine 4 Zimmer Wohnung, und wir zogen ein. Mittlerweile war ich 35 Jahre alt, A. war 37.
Wir zogen um und ich sprach das "Kinderthema" häufiger an.
A. war zögerlich. Er sagte nicht Nein zu meinem Kinderwunsch, aber so richtig zog er auch nicht mit.
Ich sagte ihm das ich die Pille absetze. Der Sex wurde weniger.
Er war viel unterwegs, ich war Eifersüchtig, wir stritten uns.
Nach einiger Zeit trennte er sich von mir. Er meinte wir passen nicht gut zusammen und zog ins Gästezimmer.
Ich konnte es gar nicht glauben, dachte es würde sich alles wieder einrenken und er hätte nur Panik bekommen.
Er verlangte nicht das ich auszog und wir verstanden uns eigentlich recht gut. Es war eine schreckliche Zeit zwischen hoffen und bangen.
Nach einigen Monaten blieb er ab und zu über Nacht weg. Ich war verzweifelt, hoffte aber weiter.
Es dauerte aber nicht allzu lange da packte er 2 Koffer und zog zu seiner neuen Freundin.
Ich dachte nach so einer langen Beziehung kann das nichts ernstes sein.
Da hatte ich mich getäuscht.
Um es kurz zu machen, ein halbes Jahr später war sie schwanger, die Hochzeit war geplant...
Ich brach zusammen, kündigte meinen Job und zog zurück in meine Heimat.
Es hat sehr, sehr lange gedauert bis es mir wieder besser ging.
Ich behielt nur den Kontakt zu 2 Kolleginnen mit denen ich mich angefreundet hatte und 2 Paaren mit denen wir beide befreundet waren. Ich bat mir nichts von A. zu erzählen.
Das klappt gut, zu allen anderen brach ich den Kontakt ab.
Ich fand einen neuen Job, der mich aber nicht sehr glücklich machte.
Ich hätte so gerne Kinder bekommen, aber als ich mich überhaupt wieder daran denken konnte mich auf einen Mann einzulassen konnte war ich schon Ende 30. Ich hatte eine kurze Beziehung die ich nach einem Jahr beendete. Das passte wirklich nicht. Einige Flirts die im Sande verliefen...
Schließlich bekam ich durch eine Freundin (meine ehemalige Kollegin) ein wirklich tolles Jobangebot in "unserer" alten Stadt. Da mich in meiner Heimat nicht viel hielt nahm ich an.
Ich habe eine süße Wohnung gefunden. Nicht in der Nähe seiner Wohnung, in einem ganz anderen Stadtteil am anderen Ende der Stadt.
Vor einigen Wochen bin ich hier eingezogen, ich fühle mich total wohl.
Gestern habe ich A. auf der Strasse getroffen. Er wohnt mit seiner Familie in der Nachbarschaft.
Alles kommt jetzt wieder hoch. Ich bin total fertig.
Klar dachte ich es könnte sein das ich ihm hier mal zufällig treffe. Wir wohnen in keiner Großstadt. Aber so ein Nest ist das hier auch nicht...
Wie soll ich damit nur umgehen?
Ich dachte ich hätte abgeschlossen, aber jetzt fühle ich mich einfach nur noch schrecklich.
Ich bin in die Nachbarschaft meines Ex gezogen. Ich wollte ihn nie wiedersehen.
Ich versuche mal von Anfang an zu erzählen.
Vor gut 5 Jahren hat sich mein Ex (A.) nach über 11 Jahren Beziehung von mir getrennt.
Wie hatten uns im Studium kennen gelernt. Er war fast fertig und fand nach seinem Studium einen Job in einer anderen Stadt. Wir führten ein Jahr eine Fernbeziehung, dann hatte auch ich mein Examen in der Tasche. Ich suchte und fand einen Job in seiner Nähe und zog zu ihm in seine Wohnung.
Ich war in der Beziehung sehr glücklich. Der einzige nachteil waren die fehlenden Kontakte in der neuen Stadt. A. hatte 2-3 Kollegen mit denen er ab und zu etwas unternommen hat, aber am Anfang war es doch etwas einsam.
Beruflich lief es bei ihm super.
Bei mir ging es so. Ich hatte sehr nette Kollegen und machte meinen Job sehr gerne. Perspektiven mich beruflich weiter zu entwickeln hatte ich dort aber kaum und ich verdiente auch nicht im entferntesten so viel wie A..
Mit den Jahren arbeitete A. immer mehr, ich hielt ihm den Rücken frei. Kümmerte mich um die Einkäufe, seine Wäsche, putze die Wohnung, kochte...
Manchmal half er ein wenig mit, aber meistens war alles erledigt wenn er (oft erst um 21.00 Uhr oder später) nach Hause kam.
Für mich war das OK, ich träumte von einer kleinen Familie mit ihm und sah das als eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Heiraten wollte A. nicht, das fand er spießig. Er wusste das ich Kinder wollte, sagte aber er wollte erst später welche. Erst wollte er sich auf seine Kariere konzentrieren und noch etwas Leben.
Ich habe ihn nicht so oft darauf angesprochen weil ich ihn nicht drängen wollte.
Nach einigen Jahren begann A. nach einem eigenen Haus oder einer Wohnung zu suchen.
Er wollte nicht länger zur Miete wohnen...
Wir schauten uns einige Häuser und Wohnungen an.
A. organisierte die Termine und wollte meine Meinung wissen. Schließlich würde es ja unser gemeinsames Zuhause werden. und alle waren "Familientauglich".
Ich freute mich, denn ich sah mich meinen Zukunftsträumen ein wenig näher.
A. kaufte schließlich eine 4 Zimmer Wohnung, und wir zogen ein. Mittlerweile war ich 35 Jahre alt, A. war 37.
Wir zogen um und ich sprach das "Kinderthema" häufiger an.
A. war zögerlich. Er sagte nicht Nein zu meinem Kinderwunsch, aber so richtig zog er auch nicht mit.
Ich sagte ihm das ich die Pille absetze. Der Sex wurde weniger.
Er war viel unterwegs, ich war Eifersüchtig, wir stritten uns.
Nach einiger Zeit trennte er sich von mir. Er meinte wir passen nicht gut zusammen und zog ins Gästezimmer.
Ich konnte es gar nicht glauben, dachte es würde sich alles wieder einrenken und er hätte nur Panik bekommen.
Er verlangte nicht das ich auszog und wir verstanden uns eigentlich recht gut. Es war eine schreckliche Zeit zwischen hoffen und bangen.
Nach einigen Monaten blieb er ab und zu über Nacht weg. Ich war verzweifelt, hoffte aber weiter.
Es dauerte aber nicht allzu lange da packte er 2 Koffer und zog zu seiner neuen Freundin.
Ich dachte nach so einer langen Beziehung kann das nichts ernstes sein.
Da hatte ich mich getäuscht.
Um es kurz zu machen, ein halbes Jahr später war sie schwanger, die Hochzeit war geplant...
Ich brach zusammen, kündigte meinen Job und zog zurück in meine Heimat.
Es hat sehr, sehr lange gedauert bis es mir wieder besser ging.
Ich behielt nur den Kontakt zu 2 Kolleginnen mit denen ich mich angefreundet hatte und 2 Paaren mit denen wir beide befreundet waren. Ich bat mir nichts von A. zu erzählen.
Das klappt gut, zu allen anderen brach ich den Kontakt ab.
Ich fand einen neuen Job, der mich aber nicht sehr glücklich machte.
Ich hätte so gerne Kinder bekommen, aber als ich mich überhaupt wieder daran denken konnte mich auf einen Mann einzulassen konnte war ich schon Ende 30. Ich hatte eine kurze Beziehung die ich nach einem Jahr beendete. Das passte wirklich nicht. Einige Flirts die im Sande verliefen...
Schließlich bekam ich durch eine Freundin (meine ehemalige Kollegin) ein wirklich tolles Jobangebot in "unserer" alten Stadt. Da mich in meiner Heimat nicht viel hielt nahm ich an.
Ich habe eine süße Wohnung gefunden. Nicht in der Nähe seiner Wohnung, in einem ganz anderen Stadtteil am anderen Ende der Stadt.
Vor einigen Wochen bin ich hier eingezogen, ich fühle mich total wohl.
Gestern habe ich A. auf der Strasse getroffen. Er wohnt mit seiner Familie in der Nachbarschaft.
Alles kommt jetzt wieder hoch. Ich bin total fertig.
Klar dachte ich es könnte sein das ich ihm hier mal zufällig treffe. Wir wohnen in keiner Großstadt. Aber so ein Nest ist das hier auch nicht...
Wie soll ich damit nur umgehen?
Ich dachte ich hätte abgeschlossen, aber jetzt fühle ich mich einfach nur noch schrecklich.
