Guten Morgen,
ich bin echt bewegt, was ihr euch hier für Gedanken macht! Das ist ein bißchen wie die Gespräche, die ich so gerne führe

Zitat von Gretchen:Ich würd mir überlegen wie meine Vorbilder solche Dinge (Kontrolle, vertrauen usw) so geregelt hatten. Wer hatte die Hosen an?
Das sind doch zuerst immer die Eltern? In meinem Fall die alleinstehende Mutter, die alles selbst regeln musste, das erklärt ja schon einiges. Auch heute sieht sie nicht sonderlich zufrieden mit sich aus...
Zitat von mitsubi:Es ist oft so, dass man mit Kontrollbedürfnis den engstirnigen Kontrollfreak assoziiert. Lass mich ein anderes Wort wählen, dann weißt Du eher was ich meine: Sicherheit.
Ja, ich wünsche mir Sicherheit und Beständigkeit. Ich brauche keine Höhenflüge und Schmetterlinge, das zehrt viel zu sehr an den Nerven

Es sind dann aber wohl eher die Erwartungen darin, wie sich
Zitat von mitsubi:Du schützt Dich mit Deiner Stärke, Deiner Autonomie. Wovor?
Mittlerweile nur noch davon, nicht schon wieder verlassen zu werden... glaube ich. Mir ist klar, dass das nicht der treibende Faktor sein sollte.
Zitat von YsaTyto:Dieses einfach etwas vorweg nehmen, empfand ich oft wie ein über vieles, was geschehen könnte hinweggehen mit Blick auf ein Ziel, das als das richtige angesehen wird. Also eine Art Tunnelblick.
Ich fand dein Beispiel mit dem Wald wirklich sehr erhellend! In deiner Beschreibung kann ich mich sehr gut erkennen... so renne ich üblicherweise durch den Wald.
Ich habe ja schon gesagt, dass ich meinen Ex damit teils überfordert habe (habe ich?) - also nicht nur im übertragenen Sinne auch in echt. Eine Woche vor der Trennung haben wir einen Wald- und Seespaziergang gemacht, er war schon vorher nicht gut drauf und dann schnell erschöpft. Ich bin einfach immer weiter "gerannt" und hab so getan, als würde ich nichts merken. Fotos machen hier, Eis essen da, nur noch einmal rumlaufen... er hat dann irgendwann einfach garnichts mehr gesagt und als wir zu Hause waren, ist er direkt schlafen gegangen. Brrrr... ich hab mich so hilflos gefühlt, dabei wollte ich nur einen schönen Tag...
Ich habe gehofft, dass er mir sagt, was er gerade braucht. Aber er hat garnichts gesagt und mich damit unsicher gemacht. Ich wünsche mir schon jemanden, der genug Stärke hat, mich mal aufzuhalten beim Rennen. Ich kann mit dieser Unruhe wirklich eine Menge Energie freisetzen. Es wäre schön, dafür einen besseren Kanal zu finden...
Zitat von YsaTyto:Gerade fällt mir auch das "zugetraut" auf. Da steckt vielleicht dahinter, dass Du gelernt hast, Dich auf andere nicht verlassen zu können @phanero ?
Zumindest nicht darauf, dass andere es immer gut mit einem meinen.
Es gibt jetzt schon echt ein paar schöne Impulse zum "bessern" in diesem Thread. Es läuft darauf hinaus, dass eigene Ego zu stärken und zu hegen, aber ich merke auch, dass jeder seine eigenen kleinen Handicaps hat.
Ich würde vor Cholerikern übrigens weglaufen.
Zitat:Selbstbewusstsein steigern, anderen einfach die Aufgaben übertragen und hoffen, dass sie erfüllt werden, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit etc zu haben? Dabei aber mit dem Bewußtsein auch jederzeit enttäuscht werden zu können und dies dann einfach mit einem lächeln akzeptieren? Vertrauen in die Menschheit und ins Leben, dass schlussendlich sowieso alles gut werden wird? Dies aber mit dem Wissen der heutigen Zeit, Schnelllebigkeit, Austauschbarkeit, nicht zur Verantwortung stehen zu können, Egomanie etc?
Das mag ich wirklich!