tamtam
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wie ich ja schonmal geschrieben habe, leide ich selber an einer Persönlichkeitsstörung von Typ Borderline.
Ich muss hier mal eine Lanze für Betroffene brechen: Wir haben uns das nicht ausgesucht. Gerade wenn eine Krankheitseinsicht besteht, kämpfen wir stark dagegen. Ich versuche oft sogar, Leute davor zu schützen.
Ich habe meinem Ex-Partner nach drei Wochen von meiner Krankheit erzählt. Ich habe ihn gebeten, zu lesen, sich Unterstützung zu holen. Seine Antwort war immer die selbe: Wir müssen es schaffen als Paar ganz individuell damit umzugehen. Das stimmt aber nicht. Menschen mit Persönlichkeitsstörungen haben Verhaltensmuster die sie durchbrechen müssen. Dabei können Partner helfen (u.a. in dem sie sich nicht auf die Spielchen einlassen).
Ja, wir dürfen anderen nicht weh tun. Ich tue es manchmal aber nicht weil ich ein böser Mensch bin. Ich habe in den vergangenen Jahren viel über mich gelernt, ich habe eine Therapie angefangen.
Mann muss sich entscheiden ob man mit jemanden, der so krank ist zusammen sein will (wie auch mit einem Rollstuhlfahrer, etc.) Wir sind in unseren Gefühlen, in unserem Denken eingeschränkt aber wenn wir an uns arbeiten haben wir auch die Chance auf ein gutes Leben. Dafür brauchen wir einen Partner, der unsere Krankheit kennt und sie nicht (und oft aus dem allerbesten Absichten) verschlimmert.
Mein Ex wollte mich retten ... damit hat er uns beide kaputt gemacht, weil er voll auf meine Ticks eingegangen ist. Das fiese dabei ist, dass dadurch selbst mir schlechter ging.
Ich dachte er ist stark genug aber das war er nicht. Nicht für mich. Jetzt bin ich selber und alleine stark für mich, wahrscheinlich der beste Weg.
Es tut mir leid, was ich ihm angetan habe aber es war nie aus böser Absicht. Ich hoffe er kann mir irgendwann verzeihen.