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Weiblicher Narzissmus Persönlichkeitsstörung

Ehemaliger User

Ein Buchtipp von mir,da ich 9 Jahre meines Lebens mit solch einem Menschen zusammen war und nie begriff,warum sie sich so irrational,krankmachend verhalten hatte.
Ich kann abschließend nur sagen,das wenn man so einen Partner hat und ihn liebt selbst bei vor die Hunde geht,weil man einfach nicht helfen kann.
Letztendlich wird der Partner eher eine neue Beziehung beginnen um seine eigene Lebenslüge aufrecht zu erhalten, auch wenn er dabei über Leichen gehen muß,er wird nie die Schuld bei sich selbst suchen ,sondern immer andere verantwortlich machen,eher sich selbst und sein Umwelt zerstören wie in sich hineinzuhören.
Dieses Buch hat mir endlich Klarheit verschafft über Ihr ambivalentes "Innenleben".Es ist gut verständlich geschrieben, nicht zu psychologisch sondern lebensnah und nachvollziehbar.    


siehe auch: Histrionische Persönlichkeit  und Borderlinestörung.


Was ist Narzissmus?
Die Bezeichnung Narzissmus geht auf den griechischen Mythos vom Knaben Narziss zurück, der sich in sein eigenes Spiegelbild in einer Quelle verliebte und verzweifelt erkennen musste, dass dieses nicht zum Umarmen war, so dass er „Stunde um Stunde verzückt auf das Wasser schaute“. Narzissmus bedeutet jedoch wesentlich mehr als eine schlichte Selbstliebe, sondern eine innere Bezogenheit auf das Selbst, um ein inneres Gleichgewicht, Wohlbehagen und Selbstsicherheit aufrechtzuerhalten. Narzissmus ist nicht zwangsläufig abnorm oder krankhaft. Ein „positiver“ Narzissmus äußert sich in einer positiven Einstellung zu sich selbst, d. h. dass diese Menschen ein stabiles Selbstwertgefühl haben, auch wenn sie Bestätigung durch andere Menschen bedürfen. Ein ausgeprägter oder „negativer“ Narzissmus bedeutet, dass diese Menschen vorwiegend sich selbst zugewandt sind, ein eher passives Liebesbedürfnis haben und „lieben nur um sich selbst willen“. Diese Konstellation führt zu erheblichen zwischenmenschlichen Konflikten, insbesondere in der Partnerschaft.  
Die Wurzeln des Narzissmus sind auf frühe Störungen, ca. zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr zurückzuführen. Häufig werden die Kinder wenig wahrgenommen („ich war wie Luft“) und in ihren Bedürfnissen nicht unterstützt oder überfordert („du bist mein großer Junge, das schaffst du auch alleine“). So kann es später durch diese Überforderung zu einer auffälligen Diskrepanz zwischen großer Selbstsicherheit nach außen und einer inneren Unsicherheit und Kränkbarkeit kommen. Nicht selten ist die familiäre Atmosphäre widersprüchlich, d. h. nach außen in Ordnung und ausgeglichen, in Wirklichkeit jedoch unklar und angespannt. Das Kind wird mit doppelten Botschaften konfrontiert, hat verständlicherweise Schwierigkeiten sich zu orientieren und lernt dieses Verhalten zu präsentieren, welches ihm die meisten Vorteile einbringt. Diese Menschen entwickeln später eine Egozentrität, neigen zum geschickten Taktieren mit wenig Rücksicht auf andere und strahlen emotionale Kälte aus.  
Symptomatik des Narzissmus
Zentrales Symptom ist ein labiles Selbstwertgefühl häufig verbunden mit dem Gefühl von Leere und Unfähigkeit, Gefühle, insbesondere Freude, zu empfinden. Als weitere Phänomene finden sich häufig eine erhöhte Verletzbarkeit und Kränkbarkeit sowie eine egozentrische Einstellung. Die charakteristische Haltung der vom Narzissmus Betroffenen ist eine Unbezogenheit anderen Menschen gegenüber, die als Egoismus und Arroganz in Erscheinung tritt. Ehrgeiz und übersteigerte Ansprüche an sich selbst führen häufig zu einem Erschöpfungssyndrom. Hier werden jedoch häufig nicht die eigenen Anteile gesehen, sondern äußere Ursachen wie Arbeitsumstände, der Vorgesetzte etc. verantwortlich gemacht. Die depressiven Verstimmungen wirken flach bis oberflächlich, die dabei bestehende Antriebs- und Schwunglosigkeit wird von den Betroffenen jedoch als sehr belastend erlebt. Auf der körperlichen Ebene finden sich Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme,  plötzliche Weinkrämpfe, funktionelle Herzbeschwerden und S.. In näheren Kontakten können die Betroffenen durchaus sehr lebendig, charmant und bestrickend wirken, insbesondere, wenn sie an die anderen Menschen ein Anliegen haben. Häufig präsentieren sie sich jedoch auch emotional kühl, arrogant und verletzend.  
Zusammenfassend kann man sagen, dass Narzissmus nicht im Sinne der Selbstverliebtheit verwendet wird, sondern vielmehr als Reaktion auf das innere Gefühl der Bedrohtheit des Selbstgefühls.  

Buchtipp: Autorin Bärbel Wardetzki
Weiblicher Narzissmus
Der Hunger nach Anerkennung ISBN: 3466303206

REZENSION
Weiblicher Narzißmus beschreibt weniger die Selbstliebe, die man dem aus der griechischen Sage stammenden Narziß nachsagt, sondern eher das gekränkte innere Selbst.
Die Autorin beschreibt in ihrem Buch die verschieden Formen des weiblichen Narzißmus, welcher daraus erwächst, das die betroffenen Frauen nie gelernt haben, in sich selbst zu ruhen, sondern stets nach der Anerkennung durch andere streben. Existenz definiert sich durch Leistung - leiste ich nichts, bin ich nichts. Leistung wurde in der Kindheit belohnt durch Zuwendung und Aufmerksamkeit oder sogar gar nicht. Es entsteht dadurch ein starkes Gefühl der Minderwertigkeit, welches durch Leistungstreben und den Hunger nach Anerkennung durch andere kompensiert werden kann. Das Erleben des eigenen Selbst findet stets durch den Spiegel der Anderen statt - eine positive Selbstreflektion ist kaum möglich. Wobei Leistung für Frauen auch heißt schön, brav und angepaßt zu sein.
Das eigene Selbst wird dadurch auch extrem verletzlich und kränkbar. Positive Gefühle von anderen müssen immer wieder bestätigt werden, da diese Frauen aufgrund ihres mangelnden Selbstwertes nicht glauben können.
Die Autorin definiert zu Beginn des Buches den Begriff des weiblichen Narzißmus und wie dieser sich durch die Sozialisation als Mädchen entwickelt.
Dieser Entstehung der gekränkten Persönlichkeit wendet sich die Autorin umfassend im zweiten Kapitel in welchem sie erläutert, wie Erziehung zur fehlerhaften Selbstbild führen kann und welche Faktoren diese Fehlentwicklung begünstigen.
Die Schwierigkeiten der Nähe und Distanz (kommt er mir zu nahe ertrage ich es nicht, ist er zu fern, liebt er mich nicht), die Grandiosität und der Fall ist nichts, wenn der Perfektionismus angekratzt wird, das Gefühl der Selbstentwertung und Störungen des Ess- und S. widmet die Autorin das dritte Kapitel - dem Leben in Extremen.
Der vierte Teil befasst sich mit den Möglichkeiten der Therapie - dem Weg zum "wahren" Selbsterleben und schließlich zur Autnomie durch die Befreiung von der Abhängigkeiten von anderen.
Fazit: Dieses Buch kann getrost als Klassiker zum Thema weiblicher Narzißmus bezeichnet werden. Es ist seit dem ersten Erscheinen 1991 nunmehr in der 14. Auflage erschienen.
Viele Frauen leiden vielfach an ihrer eigenen gekränkten Persönlichkeit, die sie immer wieder in Abhängigkeiten führt. Dieses Buch erklärt einfühlsam sowohl für Betroffene als auch für Professionelle die Wirkmechanismen die auf den gekränkten Menschen einfließen.
In der Praxis hatte mir einmal eine Patientin nach dem Lesen diese Buches gesagt: "Ich hatte beim Lesen das Gefühl, mir hat jemand bei meinem Leben zugeschaut."
Es ist sehr hilfreich in der praktischen interaktion mit Patientinnen, denn es macht das verstehen von Kränkungssituationen, Abwehr und Abhängigkeit leicht.

Gruß
Märchenprinz/

P.S.Hoffe nie mehr mit solch einer Frau in Berürung zu kommen.

30.08.2004 06:27 • #1


Jazz


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Hallo ,

das ist ein SEHR gutes psychologisches (Fach-)Buch, das du da zitierst. Nicht umsonst ist es ja schon so oft aufgelegt worden. Frage mich nur, was das in diesem Forum verloren hat. Kleiner psychologischer Exkurs, oder wie?

Was ich in deinen Zeilen so völlig vermisse, ist eine kritische Selbstreflektion: Wo sind Deine Anteile? Warum hast Du Dir gerade so eine Partnerin ausgesucht? Welches waren Deine Lektionen dabei? Warum hast Du Dir gerade DIESE Erfahrung gesucht?

Macht auf mich den Eindruck, als würdest Du Dich sehr in der Opferrolle sehen. Aber Du hast auch die Wahl getroffen, so lange in so einer Beziehung drin zu bleiben, das mitzumachen. Wo ist Dein eigener Anteil daran? Ich höre nur Verachtung / Verdammung, fast Hass heraus ("Hoffe nie mehr mit solch einer Frau in Berührung zu kommen.")

Du schreibst selbst über Narzißmus: "Er wird nie die Schuld bei sich selbst suchen, sondern immer andere verantwortlich machen." Wo sind Deine Anteile? Wenn Du alles auf sie, ihr "krankes Innenleben" abwälzt, machst du es genauso wie der Narzißt: Du übernimmst ebenfalls keine Verantwortung für Dich, sondern gibst anderen die Schuld. Es gehören immer zwei dazu !!

Oder wolltest Du die Leser hier mit einem psychologischen Exkurs langweilen?

Ach und: Wenn Du nie wieder mit dieser "Seuche" narzißtisch gestörte Pesönlichkeit in Berührung kommen willst, dann solltest Du Dich lieber in einen Glaskasten setzen und besser nicht mehr das Haus verlassen. Das Buch ist ein Buch über essgestörte Frauen und davon laufen SEHR VIELE draußen rum. Die Straßen der Städte sind sozusagen voll davon. Also geh besser nicht mehr vor die Tür!

Oder Du hörst einfach mal in Dich selbst hinein - so, wie Du es auch von Deiner EX erwartet hast - was das mit Dir zu tun hat, wo Deine eigenen narzißtischen Anteile sind. Man hat es immer nur nötig, Dinge zu verdammen, die man bei sich selbst nicht sehen will. Und bei dem Feindbild, das Du da aufgebaut hast ... heieiei

Jazz


31.08.2004 00:56 • #2


Ehemaliger User


An Jazz!
Dieses Buch passt hier sehr gut rein,kenne genug von dieser Sorte Frauen die gutmütige nette Männer kaputt machen und es gibt auch ebensolche Männer,klar.
Nur jeder sollte diese Buch mal gelesen haben um vielleicht den AHAeffekt zu erlangen warum sich die Geliebte so unerkärlich verhält.
Und lass einfach sein mich hier dauernd schräg anzumachen,es ätzt,hab genug Mist hinter mir.Erst recht wenn  du die Hintergründe nicht kennst
Tod meiner Mutter,Tod meines Exschwiegervaters,Pflege meines Vaters ,und Verlust der Frau die ich am meisten geliebt habe,aber eben seelisch kaputt war und mein daraus resultierenden Selbstmordversuches ,also lass es , nicht nur du hast Mist erlebt.Deine Kommentare kannst du dir für andere sparen,meine Versäumnisse und Fehler kenn ich längst und hab viel lernen müssen.

Gruß Märchenprinz



31.08.2004 01:17 • x 1 #3


Jazz


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Hallo ,

es hat mich erschreckt zu lesen, was Du alles durchmachen musstest und ich wünsche Dir ganz viel Kraft, dass Du das alles weiterhin packst !!
_________________

Ich habe mir mal die Arbeit gemacht, sämtliche Einträge von Dir in diesem Forum durchzusehen. Deine eigene (Beziehungs-)Geschichte oder das Leid, das NOCH dahinter steht, habe ich dabei leider nicht gefunden. Wie soll ich es dann nachvollziehen können??

Stattdessen finde ich von Dir gut gemeinte Ratschläge an andere Trauernde wie diesen:
"Ich denke, heute nach 14 Monaten sehr viel differenzierter über meine Trennung. Man sollte die Zeit des Leidens auch für sich nutzen, d.h. einfach mal Bilanz zu ziehen, das was man nie macht wen es einem gut geht, leider. Sich mal über die eigenen Versäumnisse und Fehler klar zu werden (...)"

Gleichzeitig werde ich mit jeder Menge plakativer Äußerungen von Dir konfrontiert, die für mich ein absolutes Schwarz-Weiß-Denken wiederspiegeln:
"(...) dieser Sorte Frauen die gutmütige nette Männer kaputt machen."

Du stellst Dich selbst damit als Schäfchen dar und wälzt alle "Schuld" auf Deine Partnerin ab - genau DAS Verhalten, das Du IHR vorwirfst. Ich kann darin keine Differenziertheit und keine Reflektion des eigenen Anteils entdecken. Tut mir Leid. Und dieses Schwarz-Weiß-Denken regt mich einfach auf.

Was mich ebenfalls stört sind Deine Verallgemeinerungen: "Jeder" sollte das Buch mal gelesen haben? Vielleicht ist gar nicht "jeder" mit einer narzisstisch gestörten Frau zusammen? Genauso wie Du neulich schon unterstellt hast, nur "ungläubige" Menschen könnten nichts mit Deinem Trost-Gedicht anfangen. Da hast Du Dich ja offensichtlich auch schon geirrt.

Ich kann mich nur auf das beziehen, was ich hier von Dir mitbekomme - denn mehr kenne ich nicht von Dir - und das regt mich manchmal ziemlich auf und ich denke, wenn Du hier in diesem Forum schreibst, dann musst Du Dir auch Kritik gefallen lassen.
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Ich möchte mal ein wenig die Seite "diese Sorte Frau" beleuchten:
Frauen, die so eine "Störung" entwickeln, sind oft seit früher Kindheit schwer traumatisiert worden. Viele haben s.uelle Missbrauchserfahrungen durch männliche Familienangehörige (Väter, Brüder) und/oder seelischen Missbrauch hinter sich. Man entwickelt so eine "Störung" ja nicht von nix!
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DU erwartest Verständnis für Deine Situation - zu Recht, weil Du sehr viel durchlitten hast. Aber warum bringst Du dann nicht einen Funken mehr Verständnis für die andere Seite auf? Auch "diese Sorte Frau" sind alles gequälte Seelen, die unendlich viel Leid hinter sich haben - genau wie Du! Stattdessen habe ich aus Deinen Einträgen den Eindruck, dass Du ein regelrechtes "Feindbild" aufgebaut hast und nun auf "solchen Frauen" "rumhackst". Und das stört mich massiv, weil ich einige Frauen mit so einer Lebensgeschichte kenne.

Ich kenne selbst diese Ups and Downs in der Beziehung mit einem süchtigen Menschen, wie Uriel sie beschrieben hat. Ich war 2 1/2 Jahre mit einem Spieler zusammen ... und ich hatte schon ziemlich bald zu Beginn der Beziehung ein leises Stimmchen in mir, das manchmal gefragt hat: "Warum tust du dir das eigentlich an? Warum machst du das alles mit?" Die Liebe hat mich gehalten - wie Dich wahrscheinlich auch. Aber das hat (für mich) auch Grenzen ... spätestens da, wo ich selbst dabei vor die Hunde gehe. JEDER trägt für sich selbst die Verantwortung!

Ich kann da mit Uriels Eintrag - wie er es heute, rückblickend betrachtet - sehr viel mehr anfangen. Erstens verdammt er seine EX nicht als "krank, gestört" und stempelt sie damit ab. Zweitens erkennt er irgendwo seinen eigenen Anteil daran. Seine Worte:

"Das Wissen um ihre Verletzlichkeit, die in starkem Widerspruch zum Bild stand, das sie anderen gegenüber zur Schau stellte, führte bei mir zu einer destruktiven Form von Rücksichtnahme inkl. der fehlenden Bereitschaft, mich Konflikten mit ihr zu stellen - eines jener Puzzleteilchen, das mit dazu beigetragen hat, das Fundament unserer Beziehung zu unterhöhlen."

... drücken für mich sehr viel mehr Differenziertheit ... die ich bei Dir vermisse. Er sieht seine eigenen Anteile daran (mangelnde Konfliktbereitschaft - aus welchen Gründen auch immer). Was es für mich sehr gut trifft, das sind seine Worte "voll auf Dro.". Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich denke auch, so eine emotionale Berg-und-Tal-Fahrt kann genauso zur Dro. für den nicht süchtigen Teil der Beziehung werden wie die "Dro." (Glücksspiel, Essen, Alk .. was auch immer) für den Süchtigen selbst. Und genau DA ist Dein eigener Anteil: Warum suchst Du Dir gerade so eine Beziehung? Was hat das mit Dir zu tun?

Das ist kein Angriff, sondern ein Denkanstoß!  :-/

Ich kann mich nur darauf beziehen, wie Du Dich hier in diesem Forum präsentierst. Und das scheint weniger als die halbe Wahrheit zu sein. Vielleicht solltest Du das Bild mal komplettieren, damit man es besser nachvollziehen kann.

Gruß
Jazz

31.08.2004 13:15 • #4


Ehemaliger User


Hallo Jazz!
Das was Uriel schrieb hatte mich auch sehr angesprochen,er sprach mir aus der Seele,
Ich kenne meine Anteile sehr gut,vielleicht hätte ich mehr auf den Tisch hauen sollen ,Grenzen setzen,aber jedesmal fing sie sofort an zu weinen und verweigerte jedes konstruktive Gespräch.So wie sie es weiterhin nach 14 Monaten Trennung tut.Sie sucht meine Nähe,weiß das ich für sie da bin,aber jedesmal endet es halt damit mir wieder Schuldgefühle zu verpassen,mich anzulügen,falsche Hoffnungen zu erwecken und mich persönlich abzuwerten und das schafft sie im Verlauf einens an sich meist freundlichen Gespräches.
Ich komme mit so einem Verhalten einfach nicht zurecht,will nur noch ein normales freundschaftliches Verhältnis zu ihr,aber es ist nicht möglich.Sprech ich sie darauf an warum sie mich immer noch dauernd anschwindelt und sich permanent widerspricht und was sie mir damit antut weint sie wieder oder sie wird sofort aggressiv und beleidígend,versucht mich aus der Reserve zu locken.
Sie tut mir sehr leid,weil ich es ganz entsetzlich finde das Sie nicht über ihren eigenen Schatten springen kann und leidet,sich selbst quält.Sie zerstört sich damit nur selbst.
Aber ich hab mich zwischenzeitlich abgegrenzt und Teil dieser Abgrenzung ist ,da noch viel zu Nahe, meine vielleicht für Aussenstehende Agressivität und Inobjektivität.
Anders komm ich da auch nicht raus und das Traumbild das sie mir vorgaukelte fehlt mir immer noch viel zu sehr.
Aber Ihre Fassade ist gefallen und das was ich dahinter entdeckte treibt mir nur noch Schauer über den Rücken.
Finde es persönlich ganz entsetzlich,das soviel schlechtes ,unmenschliches in einem Menschen stecken kann,
der aber nur aus eigener Schwäche so ist,das tut mir sehr weh.
Sie hängt so zwanghaft daran einen perfekten Engel darzustellen,sprich ,every bodys darling zu sein ,das sie sich selbst und die Menschen die sie mögen dabei kaputt macht.
Sie lebt in ihrem eigenen inneren Gefängnis.Trauma aus der Kindheit?Hoffe für Sie nur noch das Sie irgendwann aufwacht und einen guten Terapeuten findet,der Ihr helfen kann,ich konnte es nicht,dachte es aber.

Werde glaube ich sobald ich etwas mehr innere Ruhe und Kraft habe meine Geschichte mal schreiben und einstellen,dann wird es jeder wohl besser verstehen.
Ich hatte über Jahre mit meinem ganzen Herzen immer gehofft das sie sich mal öffnet über ihre Ängste ,Nöte redet,aber es war nie der Fall obwohl ich ihr näher war wie je ein Mann zuvor.Daran bin ich ja auch letztendlich zerbrochen,da ich ein Mensch bin der reden möchte,verstehn und helfen im Rahmen seiner Möglichkeiten.Ich hab sie einfach nur geliebt.

Aber letztendlich geht es heute primär um mich um mein Leben
und erhoffe den Tag an dem ich mich aus der mir selbst auferlegten Verantwortung ihr gegenüber restlos gelöst werden habe.

Gruß Märchenprinz/

P.S. Hab mich auch lange auf Seiten über Mißbrauchsopfer rumgetrieben und mich im dortigen Chat mit vielen Frauen unterhalten und bin seitdem auch tief erschüttert was solche Jugenderinnerungen aus einem Menschen machen können,zutiefst erschüttert.
Wenn die Täter wüßten was sie ihren Opfern damit antun,unvorstellbar.





31.08.2004 17:26 • #5


Ehemaliger User


hallo ,

angeregt worden, dies zu lesen, habe ich das getan und ich möchte ein, zwei dinge anmerken, die mir spontan zu allem einfallen, so wie ich dich im chat erlebt habe und das was du hier schreibst:

- du solltest dir erst einmal klar machen, dass du ein erwachsener mann bist und das es deine entscheidung ist, sich von deiner Ex abzugrenzen oder nicht - m.e. solltest du das tun, denn du hast nichts, aber auch gar nichts aus dem oberknall gelernt, du wirfst dich immer noch als ritter vor ihre füsse, so wie du es wohl immer getan hast und bekommst die selben abfuhren, die du immer schon bekommen hast - FRAGE: brauchst du das?????? es gibt ja menschen, die leiden an einem helfersyndrom und finden nur bestätigung in ihrem leben, wenn sie den ritter geben, egal ob sie mit füssen getreten werden oder nicht - FRAGE: kannst du dich nicht über etwas anderes definieren z.b. über DICH SELBST??????

- dann fiel mir im chat auf, dass deine gefühle nach dieser zeit immer noch eine enorme achterbahn fahren. selten eher das hoch, welches ja nicht zwingend ist, eher das tief und weisst du, leiden gehört zum abschiednehmen, innehalten und in starre sein zur veränderung und veränderung ist schwierig, weil man das alte noch im kopf/bauch hat und das neue noch nicht sieht - deshalb die strarre, weil man haltlos, uferlos geworden ist......aber man kann sich auch in der rolle des leidenden einrichten und wohl fühlen und da nicht wieder heraus kommen, weil man versäumt nach vorne zu schauen und man dasitzt und nicht mehr aufstehen will. jedes aufstehen in so einer situation tut weh, das neu laufen lernen tut weh, aber nur dasitzen und leiden ändert nichts, gar nichts, du kennst dich 'nur' mit der leidenssituation aus und meine letzte FRAGE: vor was hast du angst, endlichen deinen popo nach oben zu bewegen und mal zu versuchen, wieder auf den beinen zu stehen, um in eine neue richtung - sprich veränderte situation - zu gelangen. ich weiss, das ist schwer, aber finde dich nicht in dieser leidens- und opferrolle wieder, das steht auf dauer keinem gut.

ich hoffe du erträgst meine offenen worte.....

gruss
sabs

31.08.2004 20:09 • x 1 #6


Jazz


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Hallo ,

ich kann es mir gut vorstellen, dass es zur Ablösung hilfreich sein kann, sich erst mal so ein "Feindbild" aufzubauen, um sich überhaupt abgrenzen zu können. Ich wünsche Dir sehr, dass Du es irgendwann schaffst, Dich ganz aus dieser Beziehung zu lösen.

Ich kann den Worten von sabs gar nichts mehr hinzufügen. Ich glaube, je mehr Du Deinen eigenen Wert erkennen wirst, desto weniger wirst Du bereit sein, Dich überhaupt so behandeln zu lassen. Wirst Dich zurückziehen aus einem Kontakt, der Dir offensichtlich überhaupt nicht gut tut. Dort, wo viele andere wahrscheinlich schon lange die Reißleine gezogen hätten, bist Du wirklich an die äußerste Grenze gegangen. Ich kann Dir nur sagen: Es gibt auch etwas ganz anderes! Beziehungen mit gegenseitigem Respekt, wo beide Verantwortung übernehmen, ehrlich sind. Was bist Du Dir Wert?

Ja, ich stimme Dir zu. Für mich persönlich ist das Thema Missbrauch eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit. Es zerstört wirklich Seelen, macht ganze Leben kaputt. Kaum auszuhalten, sich das bewusst zu machen. Und das Schlimmste: LETZTLICH stellt sich noch nicht mal die Schuldfrage. Die Täter sind selbst Opfer (wer würde so etwas tun, wenn er nicht selbst ähnliches Leid erlebt hat?!). Zur "Genugtuung" der Opfer Prozesse / Verurteilungen immer, allemal. Bin ich sofort dabei. Aber letztlich setzt sich das Leid von Generation zu Generation fort und das einzige, was wirklich "hilft", ist als Betroffener das Band zu durchschneiden / es nicht zu wiederholen.

Ich habe halt auch immer so meine Probleme mit diesen Diagnosen. Wenn es Dir hilft, die Hintergründe des Verhaltens Deiner Freundin zu verstehen, erfüllt es einen guten Zweck. Aber ich finde, da werden Menschen immer viel zu schnell in Schubladen gesteckt. Es leiten sich weder konkrete Therapiemaßnahmen daraus ab, von denen man weiß, dass sie bei bestimmten "Störungen" besonders gut greifen, noch erfassen sie den Menschen in seiner Komplexität. Darüber hinaus gibt es immer "Mode-Diagnosen". Zu Zeiten Freuds war es die Hysterie. Heute wird vieles, was nicht eindeutig zuzuordnen ist, erst mal in den Topf "Borderline" gesteckt. Was hilft das? Einzig eine Kostenzusage der Krankenkasse zu erhalten. Ich persönlich halte nicht so viel von solchen "Stempeln" ... schon gar nicht als Stigmatisierung. Da haste wahrscheinlich bei mir auch ein Reizthema berührt. Aber Du bist ja in einer ganz anderen Situation und wenn es Dir hilft, Dich abzugrenzen, benutze es dazu!

Ich bin froh, dass wir uns mal ein bisschen ausführlicher unterhalten haben. Gut gegen Missverständnisse  :)

Viele Grüße
Jazz

31.08.2004 22:50 • #7


Ehemaliger User


Partnerschaft mit seelisch kranken Menschen

Mir geht es in letzter Zeit wieder deutlich besser, nun die Trennung ist ja auch schon 14 Monate her, nach 8 Jahren Beziehung und endlosem, beiderseitigem Kampf hinterher. Man kann niemand helfen dessen Leidensdruck noch nicht stark genug ist seine seelische Störung zu erkennen und sich helfen zu lassen, über sich selbst zu reflektieren. Keine Liebe der Welt kann groß genug sein.
Das einzigste was man erreicht ist selbst bei vor die Hunde zu gehen, was genauso krank ist.
In der Psychologie nennt man das denn Komplementärpartner.

Gesucht und gefunden sozusagen!

Aber gerade dieser Tage holt es mich wieder ein Träume, Träume die nicht zu kontrollieren sind ,die einem morgens schon aus dem Bett holen und einem unruhig auf und ab gehen lassen, weil es mir so langsam ins Bewusstsein sickert, was ich mir selber angetan habe, das Bewusstsein das ich das Opfer meiner eigenen Gefühle, meiner Liebe geworden bin, der oberste Richter, der größte Vernichter meines Lebens.
Nicht der Partner hatte schuld, er war nur der Auslöser, der Katalysator, für etwas das tief in mir versunken schlummerte.
Wie ein Virus der erst zum Vorschein kommt wenn der Körper geschwächt ist und ich war nie  so schwach vorher in meinem Leben.
Wie eine Immunschwäche kam er über mich.
Sie war wie ein Virus der die richtige Andockstelle fand in meinem Organismus und sich vermehren konnte, pathogen, virulent.

Ich ließ es zu ,schaute zu, versuchte zu verstehen, zu helfen, sie glücklich zu machen und umso mehr sie sich und mich zerstörte mit ihren Forderungen, Wünschen und Ansprüchen die immer größer wurden umso unzufriedener sie war , umso mehr bangte ich, hoffte ich, wollte sie von meiner Liebe überzeugen und ihr falsches, krankes Welt- oder Eigenbild korrigieren.
Dabei vergaß ich zwar nicht Grenzen zu setzen ,aber sie akzeptierte sie nicht und fachte dieses Karussell noch mehr an ,aber ich zog nicht die daraus nötigen unvermeidlichen Konsequenzen ,erst als es viel zu spät war.
Für beide tragisch, für beide schmerzhaft und vor allem nicht so gewollt. Wir liebten uns, nur jeder auf seine Weise.
Für mich kam die Konsequenz viel zu spät ,war schon zu tief, mir blieb nur noch der Tod auf dessen Weg sie mich schleichend ,unmerklich sicher auch ihrer unbewusst führte.
Ich lies es zu das sie meine Dro. wurde, ein Leben, egal was für eins, unmöglich ohne Sie.
Ich durchschaute das Trugbild, die Maske die sie aus Selbstschutz trägt, ob ihrer eigenen Schwäche die sie dadurch zu verbergen trachtete.
Und liebte das arme Geschöpf das sich dahinter verbarg und das nur ich kannte, weil keiner Sie besser kannte. Liebte Ihre Marotten und Schwächen, ihren Kern.
Und dazu der Hass auf mich selbst, mein Unverständnis, mein Versagen im bemühen ihr die Augen zu öffnen, das nicht die Menschen, nicht ich, sondern sie selbst ihr größter Feind ist.
und bis heute nicht begreift.

Warum ich das hier schreibe wird sich nun mancher fragen, nun ich halte es heute für sehr schwierig, für fast unmöglich auf Dauer mit einem Menschen glücklich zu werden, der eine Persönlichkeitsstörung hat, egal ob Trauma oder Sucht und sich dessen nicht bewußt ist.
Erst recht nicht wenn man selbst betroffen ist.
Hier kann im Kern sicher nur eine Therapie helfen, für beide, leider keine Paartherapie mehr, sag ich trotz allem.
Trotz allem? Tja, der Grund ich vermisse sie noch immer, sie fehlt mir und lieb sie immer noch, wenn ich ehrlich bin. Wären wir beide gesund hätten wir super zueinander gepasst.
Aber sie sieht keine Schuld, kein Bedauern, zu keiner echten Empathie fähig.
Sonst müsste Sie ja Ihr Leben, sich selbst in Frage stellen.

Es geht weiter im Leben, nach vorne muss man schauen, sich öffnen.
Aber man sollte sich nicht selbst anlügen und verdrängen ,einfacher ist es wohl, aber es holt einen immer wieder ein, deshalb geh ich diesen harten Weg, auch um mit mir selbst ins Reine zu kommen, meine Selbstheilkräfte zu nutzen und mit meiner verkorksten Kindheit abzuschließen die dieses Drama erst ermöglichte.
Und ich beneide keinen Mann der Sie liebt, er wird leiden !
Sie kennt nur sich und ihre Bedürfnisse.
Aber nicht mehr mein Problem. Ich habe mein Leben und Sie Ihres.

Gruß euer

04.09.2004 10:10 • x 4 #8


Ehemaliger User


mir fällt dazu gleich die Geschichte vom jungen Narziß ein  ;)

Der Alchimist von Paulo Coelho aus dem Prolog:...


natürlich war dem Alchimisten die alte Sage
des schönen Jünglings Narziß wohlbekannt,
der jeden Tag seine Schönheit im Spiegelbild
eines Teiches bewunderte.  

Er war so von sich fasziniert, daß der eines Tages das Gleichgewicht verlor und ertrank.    
An jener Stelle im Teich wuchs eine Blume, die den Namen Narzisse erhielt.  Aber Oscar Wilde beendet seine Geschichte nicht so.  

Er erzählt, dass nach dem Tod des Jünglings Oreaden erschienen, Waldfeen, die den einstigen Süsswasserssee in einen Tümpel aus salzigen Tränen verwandelt fanden.  

"Warum weinst du?" fragten die Feen. "Ich trauere um Narziß", antwortete der Teich.

"Oh, das überrascht uns nicht, denn obwohl wir alle hinter ihm herliefen, warst du doch der einzige, der seine betörende Schönheit aus nächster Nähe bewundern konnte."

"War Narziß denn so schön?" verwunderte sich der See.

"Wer könnte das besser wissen als du?" antworteten die Waldfeen überrascht. "schließlich hat er sich täglich über deine Ufer gebeugt, um sich zu spiegeln".  

Daraufhin schwieg der See eine Weile.  

Dann sagte er: "Zwar weine ich um Narziß, aber das er so schön war, hatte ich nie bemerkt.
Ich weine um ihn, weil sich jedesmal, wenn er sich über meine Wasser beugte, meine eigene Schönheit in seinen Augen widerspiegelt."

"Was für eine schöne Geschichte", sagte der Alchimist.  :-/

06.09.2004 09:16 • #9


heart


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@alle
nun ich hatte ja einen alten beitrag von unter toms thread eingefügt.....damit es in einem zusammenhang mit anderen kommentaren von alten mitgliedern verstanden wird habe ich dieses thread nach oben verschoben...es ist sehhhhhr lehrreich, und zeigt wieder wie wichtig es ist sich konstruktiv auszutauschen....an dieser stelle auch lob an jazz, die ich zwar nicht kenne, die mir hier aber sehr imponiert hat...
güße heart

01.10.2007 21:04 • #10


IDIOT


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Hallo heart,

unglaublich welche Wandlung unser genommem hat.
Und ein sehr interessanter text, denn Du hier dankenswerter Weise aufgetan hast.

Die Parabel mit dem See hat es mir besonders angetan.
Ich glaube wird sind teilweise wie süchtig nach unseren expartnern. Darüber reden kocht alles wieder hoch und ist wie eine zerstörerische Dro.. Besser ist vergessen...und sich mit philosophischen Themen wie dem obigen auseinander zu setzen.

Gruß tom

02.10.2007 15:04 • #11


heart


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@

du hast mich in toms thread folgendes gefragt..

"Hey heart!

Was erwartest du?
Es ist doch für die meisten einfacher sich was Neues anzulachen und ihre Defizite,bzw. ihren Egoismus an Dritten auszutoben,sich als permanentes Opfer zu sehen ,anstatt sich mal mit sich selbst zu beschäftigen.
Und was denkst du, wann die mal Ihre Wertigkeit erkennen sollen,im Altersheim?
Hier posten Leute die über 30,bzw. 40 sind,meinst du wirklich da ändert sich noch was?
"

meine antwort lautet JA.
du bist der beweis dafür, dass es möglich ist....lese deine eigene geschichte und rechne mal zurück wie alt du damals warst...also es ist nichts aussergewöhnliches dass man auch in hohem alter lernfähig ist...

heart

02.10.2007 18:18 • #12


WICHTIGER HINWE.


Es gibt zwei Gruppen die sich mit Narzissmus beschäftigen!

Zum einem die, die Betroffen sind, es selber haben, also krank sind.
Zum anderen die, die eigentlich gesund sind, aber mit solchen Menschen in Berührung kamen.

Es ist schwer zu erkennen, und gerade als Laie, wenn man gerade aus so einem Zusammenstoß kommt. Deshalb der Hinweis! Lasst euch nicht noch mehr schaden, dadurch das ihr mit solchen Menschen schreibt.

Es war mir nur ein Bedürfnis diejenigen darauf aufmerksam zu machen, die gerade erst erkennen mit was sie es zu tun hatten!

Allen ehemaligen Angehörigen ganz viel Kraft

18.12.2012 10:19 • x 1 #13


WICHTIGER HINWE.


Es gibt zwei Gruppen die sich mit Narzissmus beschäftigen!

Zum einem die, die Betroffen sind, es selber haben, also krank sind.
Zum anderen die, die eigentlich gesund sind, aber mit solchen Menschen in Berührung kamen.

Es ist schwer zu erkennen, und gerade als Laie, wenn man gerade aus so einem Zusammenstoß kommt. Deshalb der Hinweis! Lasst euch nicht noch mehr schaden, dadurch das ihr mit solchen Menschen schreibt.

Es war mir nur ein Bedürfnis diejenigen darauf aufmerksam zu machen, die gerade erst erkennen mit was sie es zu tun hatten!

Allen ehemaligen Angehörigen ganz viel Kraft

18.12.2012 10:22 • #14


FreshPage


Hallo Zusammen,

ich finde diese Diskussion sehr interessant.
Die Frage, die sich mir stellt (in Selbstreflektion) ist folgende:
Ich habe mal gelesen, dass derartige Persönlichkeitsstörungen "ansteckend" sein können. Ich denke, dass besonders in einer sehr engen Bindung, welche für mich durch ausgeprägte Wechsel zwischen Anziehung und Ablehnung entstanden ist, einen vorhandenen, aber nicht ausgeprägten Narzissmus in uns selbst stärken und festigen kann.
Für mich entstand dadurch ein großes Unverständnis über die eigene Situation und die der Beziehung. Mein Selbstbild stimmte nicht mehr mit meinem entwickelten "Ich" in der Beziehung überein. Sprich: Ich wurde nach gescheiterten Versuchen, die Verhaltensweisen meiner Expartnerin zu verstehen und zu verändern selbst ein Stück "Sie" und gab mich (ein Stück von mir) auf. Etwas wehrte sich heftig in mir dagegen. Hatte irgendwann selbst die Symptone, wie hartnäckige Herzrhytmusstörungen, die mich 2 Tage am EKG im Krankenhaus verbringen liessen, Schlafstörungen, Albträume und andere Symptome die auch zu PTBS passen. Körperliche Untersuchungen brachten kein Ergebnis. Ich konnte mir das damals "nicht erklären" und wollte das nicht wahrhaben, dass ich mich in eine Richtung bewegte, die nicht konform zu meinem Charakter ist. Erschreckend, das alles garnicht wahrzunehmen, wenn man so "Drin steckt".
Denkt ihr, diese Theorie könnte zutreffen?

Viele Grüße

18.12.2012 11:55 • #15




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