Zitat von Acht:Ich verstehe jetzt, was Jolanta mit ihren Kindheitserfahrungen hier so massiv auf die Palme bringt. Es ist die Sicht als Endlosallgemeinschleife, dass es immer besser ist, beide Eltern vertreten zu haben. Ich gebe ihr recht, ist es nicht. Auch das sollte man sich mal bewusst machen!
Für nicht unwesentlich wenige Kinder, war und wurde genau diese Sichtweise als akzeptierter Allgemeinplatz zu´nem andauernden Albtraum, mit dem viele noch im erwachsenen Alter zu kämpfen haben!
Wir haben nicht genug Einblick in die Situation um beurteilen zu können, ob das Kind besser auf eines seiner Elternteile verzichten kann.
Ich kenne viele Menschen, die ohne Vater oder Mutter aufgewachsen sind.
Das war in meiner Generation nicht unüblich.
Das ist weder gut noch gesund.
So lange ein Elternteil Elternteil sein will und es sich nichts gravierendes zu Schulden kommen lässt, wird es immer besser für das Kind sein, als sich sein Leben lang schlecht zu fühlen, weil Papa oder Mama es nicht wollte.
Denn das ist die Geschichte die am Ende beim Kind hängen bleibt.
Ich denke auch manchmal dass die Mutter meines Stiefkindes echt eine unfähige Kuh ist, trotzdem liebt er sie und die beiden haben es gut miteinander.
Das gleiche kann ich sogar über meinen Mann sagen. Er bringt auch echt manchmal Klopper. Trotzdem die Eltern nicht gut kommunizieren und sich nicht mögen liebt er beide und beide lieben ihn.
Das ist Gold wert und sollte einem Kind nicht aus Eigennutz genommen werden.
Klar sind Eltern besser, die sich gut verstehen und das Kind in einer Familie aufwachsen lassen können, das ist aber eben nicht immer möglich.
Und wenn es um wirkliche Kindeswohlgefährdung geht, bin ich die erste die bei der Polizei ist.