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Hoffnungslos nach ungeglückten Beziehungen Narzissmus

Berlinerin91

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Liebe Community,

irgendwie hatte ich das Bedürfnis, meine Gedanken hier zu teilen und zu schauen, ob andere ähnliches erlebt haben und wie sie damit umgegangen sind. Ich bin 28 und habe mit 18 einen Mann mit einer - wie sich herausgestellt hat - narzisstischen Persönlichkeitsstörung kennengelernt und sechs Jahre lang eine Art on-off-Beziehung mit ihm geführt. Während dieser Zeit habe ich eine Depression entwickelt, wegen der ich mit Anfang zwanzig für zweieinhalb Jahre in Verhaltenstherapie war und seit vergangenem Frühling wieder bin. Im Grunde geht es mir momentan relativ gut, viele gute Freunde, Erfolg im Studium, aber dennoch...

Auf diese eben genannte Beziehung möchte ich gar nicht detailliert eingehen, weil diese Person keine Gefühle mehr in mir auslöst und sie keine Rolle in meinem jetzigen Leben spielt. Allerdings habe ich den Eindruck in dieser Zeit ein Muster entwickelt zu haben, das mein heutiges romantisches Empfinden sehr beeinflusst und mir die Leichtigkeit nimmt.

Nach einer erneut ungeglückten Beziehung (worauf ich wiederum nicht eingehen möchte, weil es den Rahmen sprengen würde) habe ich Tinder angeschmissen und einen Mann kennengelernt, um den es aktuell geht und über den ich nicht hinwegkommen kann. Im Nachhinein ist mir klargeworden, dass ich meine vorherige Trauerphase hätte aussitzen müssen, aber da wusste ich es wohl nicht besser. Dieser Mann war sehr engagiert und machte einen seriösen Eindruck auf mich, wobei dieser sich nach dem ersten Treffen (Mai 2017) geändert hat. Ich hatte das Gefühl, dass er "zu sehr" an mir interessiert war, obwohl dieses Treffen recht kurz ausgefallen ist, weil er es in der Nacht erzwungen hat (er wohnt aus beruflichen Gründen woanders und ist nur alle paar Wochen hier) und ich abgelehnt habe, ihn mit zu mir zu nehmen. Er hat sich hinterher für sein offensives Verhalten entschuldigt und sagte offen, dass er mich mag und sich durch mich verunsichert fühlte. Eigentlich wollte ich das abhaken, weil er mir zu anhänglich wurde, jedoch haben Freunde und meine Mutter mich darin bestärkt, ihm eine zweite Chance zu geben, um einfach mal eine positive Erfahrung zu machen. Das habe ich getan, aber zum zweiten Treffen sollte es erst viele Monate später kommen (Januar 2018), da er mir irgendwann - nachdem ich mehr Interesse gezeigt habe - offenbart hat, eine andere kennengelernt zu haben (August 2017).
Dies zerbrach einige Monate später, sodass er sich wieder bei mir meldete (November 2017). Ich habe mir vorgenommen, nun offener mit meinen Gefühlen umzugehen. Die folgenden Treffen waren schön - beim dritten (Februar 2018) hatten wir was miteinander, und ich denke, dass es währenddessen um mich geschehen ist. In der on-off-Beziehung habe ich ein absolut unterwürfiges Bild von S. bekommen; hier hatte ich erstmals das Gefühl, dass ein Mann mich wirklich begehrt. Nach diesem Treffen verhielt er sich merkwürdig und schickte mir zwei Tage später völlig verwirrte Nachrichten (ich vermute unter Dro.) in denen er mit mitteilte, dass es zwischen uns keinen Sinn hätte. Ich war völlig fertig und konnte das nicht begreifen, weil er mir während der Treffen das Gefühl einer Verbundenheit gab. Es sah so aus, als wäre er regelrecht vor mir geflüchtet, was ich als Bindungsangst interpretierte.
Es gab danach keinen Kontakt, allerdings matchten wir uns einige Monate (ca. Mai 2018) später wieder bei Tinder (dummes Tinder!) und wir fingen wieder an, uns zu treffen. Diesmal hatte ich den Eindruck, dass er ernsthaftes Interesse hatte, was sich wiederum auflöste, nachdem ich einmal relativ spät am Abend bei ihm war, meine Übernachtung dort erzwingen musste und er mich am nächsten Morgen mehr oder weniger rausschmiss, weil er im Home-Office arbeiten musste. Danach ging es mir unglaublich schlecht, ich habe mich ausgenutzt und wertlos gefühlt. Ich habe ihn danach nicht mehr kontaktiert, weil ich keinen Sinn darin sah.
Nach etwa zwei Monaten Funkstille meldete er sich im August wieder und fragte nach einem Treffen, worauf ich nicht eingegangen bin. Wiederum zwei Monate später im Oktober 2018 kam eine erneute Nachricht, in der er mich mit netten Worten um die Finger wickelte und sagte, dass er es immer schön mit mir fand, er aber das Gefühl hatte, ich wäre sauer auf ihn und er sich nicht wie ein Opfer fühlen wollte. Ich bestätigte dies und habe ihm offen gesagt, dass ich nach diesem Rausschmiss sehr verletzt war und ich nicht weiß, was er jetzt eigentlich von mir will. Er meinte dann, dass es ihm ein bisschen leidtäte und er sich freuen würde, mich einfach zu sehen oder am Telefon zu hören. Ich wurde weich, also kam er zu mir und wir hatten eine schöne Nacht, in der er mir das Gefühl gab für mich da zu sein, weil wir offen über alles sprachen und ich mich überwunden habe ihm zu sagen, dass ich eine sehr selbstzerstörerische Beziehung hinter mir habe und sich daraus starke Selbstzweifel entwickelt haben. Er zeigte sich verständnisvoll, war einfühlsam, bestärkte mich. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, ich selbst zu sein und mich trotzdem angenommen zu fühlen. Nach diesem Treffen zeigte er sich wiederum distanziert, nachdem ich ihn nach einem erneuten Treffen fragte. Ich war mal wieder vollkommen aufgelöst und hatte den Eindruck, dass ich niemals wieder ehrlich mit meiner Vergangenheit und Empfindungen sein darf, weil es abschreckt und keiner damit umgehen kann.

Ein paar Monate später habe ich bei Instagram gesehen (wir waren auf keiner sozialen Plattform verbunden, aber die Profile waren öffentlich), dass er offenbar eine andere hat und schon hatte, als wir uns das letzte Mal sahen; das fand ich vor ca. einem Jahr heraus, mit dieser Frau scheint er immer noch zusammen zu sein. Ich war unglaublich gekränkt und bin es irgendwie immer noch, obwohl ich weiß, wie dumm das ist. Ich habe sein Verhalten bis dato als bindungsgestört interpretiert, weil es immer ein heiß-kalt war, Lovebombing, plötzlicher Rückzug, nächtliche, völlig spontane Treffen usw. Er hatte mir unterschwellig immer wieder signalisiert, dass ich keine - vor allem intellektuelle - Erwartungen an ihn stellen dürfe. Seine Rastlosigkeit und ständiges Bedürfnis nach Reizen vermittelten mir seine Unsicherheit, was wohl auch seinen gelegentlichen Konsum erklärt. Im Grunde passt dieser Mensch also überhaupt nicht zu mir. Ich war geblendet von seinen wenigen, liebevollen Gesten und sehne mich nach Nähe, Anerkennung, wie jeder Mensch. Ich hatte danach zwei Dates, die mir nicht zusagten, sowieso dachte ich, dass es gut sei, erstmal gar keinen Mann im Leben zu haben.

Er selbst meldete sich wieder einmal im März, um mir ein Kompliment für mein WhatsApp-Profilbild zu machen und fragte nach mir, worauf ich nicht wirklich eingegangen bin. Eine erneute Nachricht kam im Juli und ich wusste, dass er eigentlich eine Freundin hatte - was aber nur meiner Recherche zu verdanken ist - auf die ich antwortete, dass er aufhören soll mir zu schreiben und Komplimente zu machen, weil mich das verwirrt und er mir nicht egal war. Das war der letzte Kontakt, und ich kann nach wie vor nicht aufhören, daran zu denken, dass er jetzt eine Freundin hat, sie gleichzeitig aber hintergeht und dennoch eine Beziehung hat, die ich mir selbst so sehr wünsche. Ich frage mich, warum so jemand wie er jemand an seiner Seite hat und ich trotz Therapie alleine bin und das Gefühl habe, dass es niemals anders sein wird. Ich weiß, dass ich diese Beziehung und ihn idealisiere. Ich würde so gerne loslassen können, aber ich schaffe es nicht. Vielleicht ist hier jemand, der ähnliches erlebt hat, vor allem nach einer narzisstisch geprägten Beziehung. Wie habt ihr es geschafft, die Hoffnung nicht aufzugeben?

Tut mir leid, dass dieser Eintrag so lang geworden ist. Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, ihn zu lesen und vielleicht darauf reagieren.

18.01.2020 14:47 • x 1 #1


Tuvalu123


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Zitat von Berlinerin91:
Ich frage mich, warum so jemand wie er jemand an seiner Seite hat und ich trotz Therapie alleine bin und das Gefühl habe, dass es niemals anders sein wird. I


Das ist das große Geheimnis dieser Menschen und sie werden es einsam und alleine in ihr Grab mitnehmen.

Zunächst mal er hat eindeutig eine Affäre mit dir leben wollen. Was sagt uns das? Eine reicht ihm nicht. Und keine Dreiecke. Das eher in deine Richtung. Er hat Dich immer wieder schön rangeholt. Evtl. wirst du nicht die einzige gewesen sein.

Dann arbeite deine Sachen auf und zwar alles, auch diese schrecklichen Beziehungserfahrungen davor. Du hast zwar gesagt, dass du deine Erfahrungen in einer Therapie bearbeitet hast. Aber dein Muster bei Männer hat sich im Grunde nicht verändert. Und da musst, musst, musst du ran.
Und bleibe erst mal alleine, keine weiteren Männergeschichten, das tut dir offensichtlich nicht gut und unterwandert jeglichen Fortschritt.

Wenn es dir alleine nicht gelingt, suche dir bitte einen erfahrenen Coach oder Therapeuten, der toxische Beziehungsmuster mit dir bearbeitet. Investiere deine Zeit und dein Geld in deine Heilung. Alles andere ist und bleibt Ablenkung von dir selbst und deinen Schatten. Suche das Licht in dir und fülle deine Eimer. Mache dich satt und dann suche dir jemanden, der an das neue Mindset andockt.

So funktioniert Heilung von Innen nach Außen, nicht andersrum.

Und sehe mir nach, dass ich mich weder zu dem Narzissmus-Label äußere, noch dir den Kopf streichle. Ich fühle mit dir, aber du musst ins Handeln kommen, um etwas zu verändern.

18.01.2020 17:33 • x 3 #2



Hoffnungslos nach ungeglückten Beziehungen Narzissmus

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Berlinerin91


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Lieben Dank für die ehrliche Antwort.

Ich bin auch überzeugt davon, dass er nie ernsthafte Absichten mit mir verfolgt hat und denke eher darüber nach, was das über mich aussagt. Offenbar hat mich seine gelegentliche Zuneigung quasi süchtig gemacht, weil ich das bisher in dieser Form nicht erfahren habe.

Nach diesen Erfahrungen habe ich nun die Angst, zu misstraurisch zu werden und niemanden mehr wirklich an mich heranlassen zu können. Ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass all die vergangenen Dinge nichts über meinen Wert aussagen und ich mein Leben weiterleben darf, samt der schönen Momente, die es ja gibt. Nur weiß ich irgendwie nicht recht, was ich aktiv tun kann, damit ich mich nicht vom (Un-)Glück anderer beeinflussen lasse. Ich versuche zwanghaft alles zu verstehen, obwohl es nichts zu verstehen gibt und ich das auch nicht muss. Meine Therapeutin begleitet mich gut dabei, aber es scheint ein weiter Weg vor mir zu liegen...

18.01.2020 17:50 • x 1 #3


Tuvalu123


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Ja es ist ein weiter Weg, der sich lohnt ihn zu beschreiten.
Und deine Angst ist verständlich und weitestgehend normal unter solchen Umständen. Aber auch du besitzt irgendwo in dir eine Form der Resilienz, die dir dabei helfen wird.
Du hast ja schon mal andere Standbeine als nur eine Beziehung und das ist eine wunderbare Voraussetzung. Soziale Kontakte sind wesentlich für die eigene Heilung. Ebenso wie Interessen.

Und das zwanghafte ist halt eben zur Zeit so. Du kannst es annehmen und dich parallel informieren. Wissen ist Macht, auch um deinen blinden Flecken auf die Schliche zu kommen.
Deshalb ein Schritt nach dem anderen. Lege das Misstrauen erst mal zur Seite. Urvertrauen kann sich erneuern. Du brauchst jetzt erst mal ein Entwirrungsprogramm. An dem anderen kannst du später arbeiten. Man muss nicht alles auf ein Mal angehen. Das wäre zu viel. Versuche mal das, was zu dir gehört zu dir zu nehmen und das andere, was zu den anderen, den Herren, gehört auch bei denen zu lassen. Die sind selbst verantwortlich für ihr Handeln und du für deins. Empathie ist was gutes, aber du kannst nicht alles in dein System integrieren, du musst lernen dich abzugrenzen von dem Bu llsh it anderer. Dann kannst du irgendwann Schuld, Scham und Kontrolle abgeben.

18.01.2020 18:00 • #4


Berlinerin91


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Zitat:
Dann kannst du irgendwann Schuld, Scham und Kontrolle abgeben.

Dieser Satz bringt es für mich ganz gut auf den Punkt! Ich denke, dass ich viel zu sehr versuche, alles zu überwinden und entspannt zu sein, was mir so natürlich nicht gelingt. Es ist zwar schon wesentlich besser als noch vor einiger Zeit, aber ich bin noch nicht an dem Punkt, an dem es sich für mich gut anfühlt.

Das Entwirrungsprogramm wird hoffentlich bald durch sein, und Urvertrauen ist möglicherweise auch etwas, was sich erst durch eine positive Erfahrung wirklich entwickeln kann, wobei ich mich von dem Gedanken lösen möchte, dass nur (positive) Erfahrungen zu Optimismus führen können. Irgendwie bedingt sich beides, der Glauben an das Gute und gute Erfahrungen. So ganz dahinter bin ich noch nicht gekommen.

Wichtig scheint mir auch, seinem eigenen moralischen Maßstab zwar treu zu bleiben, aber von anderen nicht erwarten zu dürfen, dass sie dieselben Werte teilen und genauso handeln, wie man es selbst für richtig hält. Das fällt mir unheimlich schwer aber ist wohl eine Art Lektion fürs Leben.

18.01.2020 18:48 • x 2 #5


Tuvalu123


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Das klingt sehr gut und reflektiert. Du hast sicherlich eine gute Basis um deine Ziele zu erreichen. Und klar Krisen lassen uns meist über uns hinauswachsen, wenn wir die Chance zu ergreifen wissen. Positive Erlebnisse führen zu Optimismus, genauso wie man sich eine positive Grundeinstellung aneignen kann, das braucht Übung, also Affirmation und Wiederholung.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

18.01.2020 19:02 • x 1 #6


Berlinerin91


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Danke für diese bestärkenden Worte - manchmal verliert man das Ziel aus den Augen, aber wenn einem der Kopf nochmal zurechtgerückt wird, ist es doch nochmal leichter (:

18.01.2020 19:09 • #7


francois


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Er hat dich leider für sein eigenes (geringes) Selbstwertgefühl ausgenutzt.
Um vollkommen abzuschließen lösche und blockiere ihn überall (Anrufe+Nachrichten). Für immer. Vor allem deshalb, weil er sich ansonsten immer wieder in Erinnerung rufen könnte und sein gleiches Spiel wie immer abrufen wird.

Wenn dich die Wut packt, dann kannst du gerne seiner nicht-wissenden Freundin die Sache zukommen lassen. Sie ist ebenfalls ein weiteres Opfer seines geringen Selbstwertgefühls.
(Das empfinde ich im übrigen auch nicht als Rache, sondern als Opferschutz.)

Tue dir aber auf jeden Fall den Gefallen und versuche so schnell wie möglich mit ihm komplett abzuschließen. (Matche ihn auch nie wieder auf Tinder.)

18.01.2020 19:39 • x 1 #8


Berlinerin91


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Ja, ich glaube dass das geringe Selbstwertgefühl und die Kompensation dessen uns wiederum verbunden hat. Irgendwie hat er für mich einen gewissen Weltschmerz ausgestrahlt, auf ganz unterbewusster Ebene - das hat mich angezogen, weil ich mich selbst darin wiedererkannt habe.

Zitat:
Wenn dich die Wut packt, dann kannst du gerne seiner nicht-wissenden Freundin die Sache zukommen lassen. Sie ist ebenfalls ein weiteres Opfer seines geringen Selbstwertgefühls

Darüber habe ich damals im Bezug auf meinen narzisstischen Ex nachgedacht (auch in diesem aktuellen Fall), fand aber, dass das eigentlich nicht mein Problem ist und ich damit unnötig Schwierigkeiten heraufbeschwöre. Hast du sowas schon mal gemacht und wenn ja, wie waren die Reaktionen darauf?

18.01.2020 19:58 • #9


YsaTyto


@Berlinerin91

meine Erfahrung mit Gedankenspiralen und diesem etwas uuunbedingt verstehen zu wollen ist diese: je mehr Du bei Dir selbst bist und je weniger Du über ihn grübelst, desto eher wirst Du fühlen, was da passierte.
Dass es dauert, bis man aufhört, um ihn zu kreisen, ist mir klar. Aber versuche es. Es hat auch mit Übung zu tun.

Als ich Deinen Text las, suchte ich nach etwas, dass Dich so an ihn gebunden haben könnte und fand nichts. Ich dachte: dieser Mann hat doch nichts gegeben! Was will sie da?
Und dann las ich Deine Worte:
Zitat:
Offenbar hat mich seine gelegentliche Zuneigung quasi süchtig gemacht, weil ich das bisher in dieser Form nicht erfahren habe

18.01.2020 21:04 • x 2 #10


Berlinerin91


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Zitat:
Ich dachte: dieser Mann hat doch nichts gegeben! Was will sie da?

Ja, berechtigte Frage dennoch! Und meine von dir zitierte Aussage ist der Kern des ganzen Problems. Ich wollte mich einmal angenommen, angekommen fühlen. Als ich in dem Instagramprofil sah, was für Reisen er mit der anderen unternommen hat, wie schön sie essen gegangen sind, hat mich das so wütend gemacht, weil ich nicht verstand, wieso ich das nicht bekommen habe. Nicht mal einen Kaffee oder ein Glas Wasser am Morgen.
Die Tatsache, dass ich offenbar die Ausstrahlung habe, nichts zu "verdienen", macht mich am allermeisten traurig...

Das Grübeln darüber tut sein übriges, und das betreibe ich viel zu exzessiv. Die Suche nach vermeintlichen Antworten ist so sinnbefreit

18.01.2020 21:13 • x 1 #11


Berlinerin91


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Kurze Frage, da ich Neuling bin: Bei mir steht im Reiter "Chat" eine Zahl in Klammern - ich gehe davon aus, dass das Nachrichten sind? Kann diese zurzeit nicht beantworten mit dem Hinweis, dass das erst drei Tage nach Anmeldung im Forum geht?

18.01.2020 21:45 • #12


Scheol

Scheol


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Zitat von Berlinerin91:
Kurze Frage, da ich Neuling bin: Bei mir steht im Reiter "Chat" eine Zahl in Klammern - ich gehe davon aus, dass das Nachrichten sind? Kann diese zurzeit nicht beantworten mit dem Hinweis, dass das erst drei Tage nach Anmeldung im Forum geht?


Die Zahl ist die Anzahl der Leute die im Chat sind.

Also keine Nachrichten

18.01.2020 21:56 • x 1 #13


francois


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Zitat von Berlinerin91:
Ja, berechtigte Frage dennoch! Und meine von dir zitierte Aussage ist der Kern des ganzen Problems. Ich wollte mich einmal angenommen, angekommen fühlen. Als ich in dem Instagramprofil sah, was für Reisen er mit der anderen unternommen hat, wie schön sie essen gegangen sind, hat mich das so wütend gemacht, weil ich nicht verstand, wieso ich das nicht bekommen habe. Nicht mal einen Kaffee oder ein Glas Wasser am Morgen.
Die Tatsache, dass ich offenbar die Ausstrahlung habe, nichts zu "verdienen", macht mich am allermeisten traurig...

Das Grübeln darüber tut sein übriges, und das betreibe ich viel zu exzessiv. Die Suche nach vermeintlichen Antworten ist so sinnbefreit


Er hatte körperliches Interesse um seinen Selbstwert aufzufüllen. Du bist mehr wert als das! Und wer weiß mit wievielen Damen er das noch so abgezogen hat...

Löschen. Blocken. Verarbeiten. Neuorientierung.

18.01.2020 22:14 • #14


YsaTyto


@Berlinerin91
Zitat:
Als ich in dem Instagramprofil sah, was für Reisen er mit der anderen unternommen hat, wie schön sie essen gegangen sind, hat mich das so wütend gemacht, weil ich nicht verstand, wieso ich das nicht bekommen habe. Nicht mal einen Kaffee oder ein Glas Wasser am Morgen.
Die Tatsache, dass ich offenbar die Ausstrahlung habe, nichts zu "verdienen", macht mich am allermeisten traurig...


das ist ja auch traurig!

was da genau passiert ist, kann ich natürlich nicht wissen, aber für mich las es sich so, als ob Du gerade hinter ihm her warst, weil er Dir im Grunde nichts gab. Ich vermute, dass Du das ganz und gar nicht ausstrahlst, sondern, dass Du Dich unbewusst für einen Mann entschieden hast, der eben parallel Frauen sucht, die er ausnutzen kann.
Verstehst Du was ich meine? Und vielleicht aus einem alten schmerzlichen Muster heraus läuft dann so ein Programm bei Dir, das möglicherweise so aussieht: wenn ich mich nur gaaanz doll anstrenge, oder- wenn ich nur die Richtige wäre, oder- wenn ich nicht minderwertig wäre, dann würde er bei mir mehr Initiative zeigen, liebevoller sein.
Das ist wohl einfach ein Mann, der vielleicht (vll eben auch nicht) in seiner Hauptbeziehung liebevoller ist und dann anderweitig die Sau rauslässt. Spricht nicht gerade für ihn.
Ich finde, dass das Markierte sich sooo schrecklich liest! Das tut mir richtig leid. Aber ich denke echt, dass Du Dich gerade deswegen so zu ihm hingezogen fühlst weil Du dort emotional verhungerst und Dich sehnen kannst.
Es gibt bestimmt viele Männer, die Dir das geben wollen, wonach Du Dich sehnst. Aber die berühren Dich vielleicht gar nicht erst.
Das ist wahrlich ein ganz schlechter Umgang mit Dir selbst. Echt wie Selbstverletzung. Sei gut zu Dir!

19.01.2020 00:03 • x 2 #15



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