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Freundin hat mich bei Tinder entdeckt und trennt sich

gabriel1995

Hallo Liebe Trennungsschmerze Community,

Ich hoffe ihr könnt mir bei meiner momentanen Lage etwas hilfreich sein denn ich bin echt stark am Verzweifeln.
Also meine Freundin hat sich von mir Ende Juni/Anfang Juli von mir getrennt, wir waren fast zwei Jahre zusammen.

Grund dafür war, das eine Freundin von ihr ein altes Tinderprofil von mir entdeckt hat welches ich im Dezember 2016 erstellt habe aufgrund eines Streites mit meiner Freundin.Ich weiß selber nicht so wirklich wieso ich das damals gemacht habe ich denke ich war einfach sauer weil wir nicht zusammeb Silvester feierb konnten weil ich unter einer Angsstörung leide, sie aber bis dato nichts davon wußte aber zu meiner Dummheit war ich noch ein bisschen aktiv und habe dort halt die Matches gespielt und ein paar mal andere angeschrieben aber das wars auch keine Fremdgehaktionen, Dates oder ähnliches . Natürlich war das sau dumm aber leider habe ich es damals nicht realisiert, weil ich mich nicht verstanden fühlte von ihr.

Die Beziehung an sich war von meiner Sichtweise aus zwar schön aber sicher nicht die beste. Leider leide unter einer Agoraphobie mit begleitenden Panikattacken welche mich in meinem Alltag teilweise erheblich einschränkt. Von meiner Erkrankung wusste sie nichts da ich Angst hatte vor ihr wie ein looser dazustehen und mich schlicht nicht getraut habe es ihr zu erzählen. Ich war zwar 2014 schonmal beim Therapeuten aber habe die Theraphie auf eigene Faust abgebrochen weil ich überzeugt war, dass ich es alleine schaffe könnte. Nun ich sollte mich Irren. SIe wollte oft das ich mit ihren Freunden auf ihre Dorffeste im Umkreis mitgehe, aber da ich unter besagter Angststörung leide versuchte ich dies so weit es geht zu vermeiden was sie natürlich immer wieder mehr oder weniger enttäuschte.

ich versuchte das in die Beziehung zu geben was mir Möglich war auch wen dies meist in einen frühen Abend bei mir im Bett mit einem Film endete. Sie hat soviel eingesteckt für mich und im Gegenzug war ich nicht in der Lage eine Balance in die Beziehung einzubringen, da ein andauerendes Angstgefühl eine Person zum egoistischen handeln treibt. Ihre Freundinnen hatten mich auch nach dem ersten halben Jahr als komischen Kautz abgestempelt der nie irgendwo mitgehen wollte und ich denke das hat sie teilweise auch stark mitgenommen da sie ja nur mit mir zusammen sein wollte. Jedenfalls arrangierte wir es mehr oder weniger über fast zwei Jahre hinweg, wir fuhren sogar zusammen in den Urlaub an den Bodensee.

Bis sie eines Tages mit dem Satz: "wir müssen reden " kam und ich wusste sofort eine ihrer Freundinnen hat mich auf Tinder entdeckt da ich jene besagte Freundin vorher dort beim wischen gesehen habe. ich blockte ab und sagte ich muss was für die uni machen aber sie bestand drauf zu mir zu fahren und ich idiot sagte einfach nur nein weil ich feige war und nicht damit konfrontiert werden wollte. Dann platzte sie und schrieb ja ich soll mir auf tinder doch eine neue suchen und sie macht schluss. Ich versuchte mich dann rauszureden und sagte das ist ein altes Profil welches im damals im Streit erstellt habe aber sie hat es nicht interessiert und wollte nicht mehr mit mir schreiben. am nächsten Tag schrieb Sie mich an und fragte ob ich zeit hätte zum reden.

Ich bejate es und wir trafen uns zu einer kurzen Aussprache. Ich erklärte ihr meine Version nochmal und behaarte drauf aber sie bleib auch bei ihrer Meinung das sie nicht mehr möchte und dann ging sie. eine woche später schreib sie mich nochmal an und wollte nochmal reden. Also trafenwir uns wieder und ich fragte direkt ob wir wieder zusammen kommen könnten aber sie bleib sturr beim nein, wir redeten noch ein bisschen aber es lag eine gewisse Spannung von beiden Seiten in der Luft. Ich verhielt mich etwas desinteressiet und war einfach sauer auf sie aber eigentlich war ich sauer auf mich das ich so dumm war. Am ende des Treffens schlug ich ihr vor das wir uns Ende Juli nochmal treffen und ich ihr auch ein Bild vom Meer in Italien schicke wo ich mit meinen Eltern hingefahren bin. Naja ich habe ihr kein Bild geschickt und Ende Juli trafen wir uns auch nicht. ich hatte einfach angst war aber teilweise auch wütend.

Nach der zweiten Aussprache verstrichen 5-6 Wochen mit Kontaktsperre. Die ganze Zeit über hatte ich ein Gefühl der Leere in meinem Kopf bis ich eines Morgens zu meiner Mutter ging und ich Rotz und Wasser bei ihr geheult habe weil ich meine Exfreundin vermisse. Meine Mutter meinte ich soll ihr endlich schreiben und das tat ich dann auch. In der Nachricht entschuldigte ich mich dafür das ich ihr kein bild geschickt ahbe und ich mich nicht früher gemeldet habe und fragte sie nach einem treffen. Da sie gerade eine Praxisphase in ihrer Krankenschwesterausbildung hat und die Klinik in meiner Stadt ist trafen wir uns nach ihrem Dienst in einem Park neben der Klinik. Leider verlief das erste Treffen nicht gut. Ich habe den Fehler begangen und habe vor ihren Augen auch rotz und Wasser geheult und ihr das erste mal von meiner Agoraphobie erzählt. Ich habe die ganze Schuld der Beziehungskrise auf mich genommen und fragte sie dann ob sie mich noch liebt. Sie meinte nur sie vermisst mich zwar aber sie glaubt nicht das das noch Liebe ist. Sie weinte aber auch kurz als ich ihr das erzählt habe. Naja bei der Verabschiedung fragte ich sie nach einem zweiten Treffen uns sie willigte ein. Das zweite eine woche später war nicht sonderlich spektakulär- wir aßen nach ihrer Arbeit eis und ich erzählte ihr über ein paar Probleme in meiner Familie aber wir redeten nicht über unsere Beziehung. bei Ende des zweiten Treffens fragte ich wieder ob wir uns die Woche nochmal treffen könnten sie meinte aber der abstand ist ihr zu gering. dann haben wir ausgemacht ich schreibe sie nächste woche an wann ich zeit hätte. Gesagt getan ich schrieb sie an und wir trafen uns ein drittes und letztes mal bis jetzt.

Das dritte treffen war ausschlaggebend in vieler Hinsicht. nach ihrer Arbeit in der Klinik überredete ich sie auf eine Pizza. Wir gingen in eine Pizzeria und ich erzählte ihr auch das ich mich nicht mehr so verrückt für die Uni mache, welches auch das ein oder andere mal ein kleiner Streit in der Beziehung war. Auch erzählte ich ihr von meinem plan wieder eine Therapie anzufangen welche ich vorraussichtlich auch im November beginnen werde. Ich lud sie auf die Pizza ein und als sie mir das geld dafür geben wollte verneinte ich es aber akzeptierte es dann jedoch ohne ei Wort des Dankes. Nach der Pizza gingen wir wieder in den besagten Park in der Nähe von der Klinik. Während des Laufens redeten wir kaum, es herrschte fast nur schweigen. Auch ihre Körperhaltung war meist mit verschränkten Armen.an meinem Auto fragte ich sie die an ob wir nochmal kurz reden könnten und sie willigte ein. ich sagte ihr ich möchte dieses ganze Friendzone ding nicht und fragte sie nach einem Neuanfang da ich mir meiner Fehler bewusst bin und jetzt mit reinem Tisch verhandelt möchte doch natürlich bleib sie beim nein jedoch weinte sie bei ihrer Aussage. Leider habe ich den Fehler gemacht und wolte ihr Ohrringe schenken aber als ich sie ihr geben wollte sagte sie nur sie kann das nicht annehmen und wollte dann auch rasch nachhause.

Ein Tag später schreib sie mir nochmal das sie es gut findet das ich eine Therapie machen möchte und sie findet es auch gut das ich mich z.b in Richtung Uni geändert habe betone aber gleichzeitig das sie es trauig findet das ich das nicht vorher gemacht habe und Sie hat mir viel erfolg damit gewünscht.
Ich schrieb ihr nur zurück das ich niemanden mehr deswegen verletzten möchte und wenn ich könnte es alles sofort ihr sagen würde und mich für ihre erfolgswünsche bedankt.
Das ist meine momentane Situation. Ich denke die meisten von euch sehen es so wie mein logischer Verstand und erkennen keine Hoffnung mehr in der Beziehung aber meine Sehnsucht nach ihr ist noch nicht gestillt, ich vermisse und liebe sie mehr denn je. Sie war meine erste richtige Freundin und ich ihr erster richtiger Freund.Ich bin weg von meinem egotrip und würde alles geben für eine zweite Chance solange sie mit mir das zusammen durchsteht mit meiner Krankheit.

Was meint ihr? Wie soll ich mich verhalten wenn ich sie zurück haben möchte sowie wenn ich sie vergessen sollte?
Bitte keine Belehrungen ich nehme schon alle Schuld auf mich.

Vielen Dank schon mal fürs durchlesen des langen Textes aber die Situation ist halt etwas komplizierter

07.09.2017 16:33 • #1


Diedieimmerlacht

Diedieimmerlach.


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Es ist schon kompliziert, aber warum hast du ihr nicht von deiner Angststörung erzählt? Wenn sie Krankenschwester wird hat sie sicher auch Verständis dafür. Das mit Tinder war, ohne Worte, klar ist sie dann sauer und wenn du dazu noch abtauchst, also ich glaube, du hast den Zeitpunkt verpasst das Ruder noch mal rumzureißen.
Warum du die Therapie abgebrochen hast würde mich interessieren, hast du eine verhaltenstherapeutische oder eine Tiefenpsychologisch orientierte Therapie gemacht?
Ich habe mal eine Therapie gemacht, die tiefenpsychologisch orientiert war und fühlte mich verraten und verkauft von dem Therapeuten, heute weiß ich dass ich dabei meine doch sehr schwierige Familiensituation aufzudröseln und das tat weh, weil ich eben nicht sehen wollte, was Sache ist. Später habe ich eine verhaltenstherapeutische Therapie angefangen und habe mein falsch gelerntes Verhalten neu gelernt, war für mich das einfachste, aber nun überlege ich, ob ich nicht auf eigene Kosten mit einer tiefenpsychologisch orientierten Therapie fortfahre, denn nun bin ich soweit, davon zu profitieren.

07.09.2017 18:36 • x 1 #2


gabriel1995


Zitat von Diedieimmerlacht:
Es ist schon kompliziert, aber warum hast du ihr nicht von deiner Angststörung erzählt? Wenn sie Krankenschwester wird hat sie sicher auch Verständis dafür. Das mit Tinder war, ohne Worte, klar ist sie dann sauer und wenn du dazu noch abtauchst, also ich glaube, du hast den Zeitpunkt verpasst das Ruder noch mal rumzureißen.
Warum du die Therapie abgebrochen hast würde mich interessieren, hast du eine verhaltenstherapeutische oder eine Tiefenpsychologisch orientierte Therapie gemacht?
Ich habe mal eine Therapie gemacht, die tiefenpsychologisch orientiert war und fühlte mich verraten und verkauft von dem Therapeuten, heute weiß ich dass ich dabei meine doch sehr schwierige Familiensituation aufzudröseln und das tat weh, weil ich eben nicht sehen wollte, was Sache ist. Später habe ich eine verhaltenstherapeutische Therapie angefangen und habe mein falsch gelerntes Verhalten neu gelernt, war für mich das einfachste, aber nun überlege ich, ob ich nicht auf eigene Kosten mit einer tiefenpsychologisch orientierten Therapie fortfahre, denn nun bin ich soweit, davon zu profitieren.


Ich habe mich einfach nicht getraut weil ich mir die Schwäche nicht vor ihren Freunden und vor ihr selber nicht eingestehen konnte und wollte und dann habe ich halt immer den Rückzug angetreten. Natürlich war das eine dumme Idee mit Tinder und ich würde es jederzeit behen wenn ich könnte aber du hast vermutlich recht ich habe eine absolute Kontaktsperre durchgezogen obwohl ich in der Bringschuld stand.
Sie will es nicht mehr probieren und irgendwie kann ich Sie ja auch verstehen aber das zu akzeptieren fällt mir verdammt schwer vorallem weil ich mich teilweise in der Opferrolle sehe obwohl Sie es eigentlich ist.

ich beginne morgen wieder meine verhaltentherapeutische Therapie undi ch habe Sie abgebrochen weil ich mir gedacht habe ich wäre soweit, dass ich ohne Hilfe es schaffen könnte aber ich habe mich leider getäuscht.

07.09.2017 21:59 • #3




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