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Ich brauche dringend euren Rat und eure Hilfe

Löwenzeh
@erdbeerblumen
Zitat von erdbeerblumen:
Seit diesem Kontakt fühlt es sich an, als sei mein Leben zu Ende, auch wenn es sich für euch übertrieben anhört.

Dieses "Sich-wie-das-ende-anfühlen" kenne ich.
Immer an dem Punkt , wo man sich schon fünfmal, zehnmal, zwanzigmal aufgerafft hat. Und wieder und wieder an sich selbst und den immer gleichen destruktiven Verhaltensweisen gescheitert ist; und einfach keinen Glauben an eine bessere Zukunft, ein besseres Selbst, ein besseres LEBEN mehr zusammen kratzen kann.
Hab ich doch schon zwanzigmal, wozu die Mühe.

Es fühlt sich wie das Ende an, weil du den Kampf gerade aufgegeben hast, gefühlt. Die Hoffnung fühlt sich an wie lügen und man mag nach dem ganzen Gefalle gar nicht wieder aufstehen.

Es geht vorüber. Diese Erfahrung hast du bereits gemacht. Und was hast du alles schon geschafft!
Abi, Führerschein.
Wenn du jetzt noch die nötige Stabilität findest, steht einem erfüllten Leben nichts mehr im Wege.
Und ja, die muss aus die kommen; allein, um dein Seelenheil nicht von einer anderen Person abhängig zu machen, die immer jederzeit wegbrechen kann (Streit, Trennung, Tod)

Du bist der einzige Mensch, mit dem du es garantiert bis zum Ende deines Lebens aushalten musst, also lerne weiterhin, dich zu händeln, zu verstehen, zu schützen, zu akzeptieren.

Die Krux an der Einsamkeit ist, dass wir sie ausstrahlen. Und sie höchstens die falschen Leute anlockt.
Deshalb findet man meist erst die gewünschten Kontakte, wenn man sie gar nicht sucht.

Das (Teil)betreute Wohnen tat dir gut und du kamst in Kontakt. Das gibt es für alle Altersklassen, nicht nur Jugendliche. Johann und Erika LoeweStiftung zum Beispiel.
Vielleicht nochmal eine Idee.
Du musst nicht das Standardleben von Haus, Familie, Hund und eigenem Einkommen erreichen; höchstens möchtest du das vielleicht.
Sein wie alle anderen.
Aber der Psychiatriemaschinerie entkommen sage ich dir eines: hier im "normalen" Leben sind auch alle irre - bloß behandelt es keiner...😜

x 4 #16


A
Zitat von Löwenzeh:
Aber der Psychiatriemaschinerie entkommen sage ich dir eines: hier im "normalen" Leben sind auch alle irre - bloß behandelt es keiner...

🎯👍

x 2 #17


A


Ich brauche dringend euren Rat und eure Hilfe

x 3


E
Danke für eure Antworten und euer Mitgefühl, das hat mich berührt. Ich weiß, dass es für meine Situation keine Patentlösung gibt. Ich sehe diesen langen Prozess, den es wohl braucht. Jeder Mensch geht mit Traumata anders um und gerade wenn Menschen, die auch Traumata erlitten haben, sich aber ganz anders entwickeln und keine besonders großen Probleme im sozialen Bereich haben, frage ich mich immer wieder, was mit mir falsch ist.

Es ist nicht nur die jahrelange Angst in der ich vor meinem Vater lebte. Es ist auch die verlorene Jugend, die ich mittlerweile betrauere. Ich hätte gerne auch den ersten einen Freund gehabt. Mal das tun, was Teenager so tun. Mal mit der eigenen Clique an den See gehen. Feiern. Mal etwas Verrücktes tun.

Ich war noch nie in meinem Leben feiern. Meine Ängste haben mich vor sozialen Situationen oft ferngehalten, ich traute mich nicht mal auf meine eigene Abi-Feier oder den Abi-Ball.

Der Kontakt zu meinem Vater ist heute sehr gering. Ich halte mich großteils davon fern. Es gibt immer noch Situationen, in denen er mich verbal sehr verletzt, das reicht, wenn dies dann über WhatsApp passiert. Anfang letzten Jahres schrieb er mir erst, dass ich nur anderen Menschen Schuld gebe. Dass ich ein bösartiger, stinkend fauler Mensch bin. Mein sche*ss Leben selber an die Wand gefahren habe und irgendwann alleine enden werde. Dass er sich kaputt lacht, weil ich nur sche*sse baue. Das schrieb er mir, als ich offen zu meinen Bedürfnissen und Grenzen stand, die er immer wieder überschritten hat. Ich hatte nach der Nachricht einen Nervenzusammenbruch, einfach weil ich mir selbst bereits genug Vorwürfe mache und nicht weiß, wie ich weitermachen soll.

Meine Mutter war für mich immer der einzige Anker in meinem Leben, auch wenn mein Verhältnis zu ihr in meiner Kindheit, sicher ein anderes war, da sie zu der Zeit selbst noch sehr in Angst vor meinem Vater lebte und teilweise auch einfach komplett hilflos war. Sie suchte sich Hilfe, aber damals wurde diese kaum gegeben. Es dauert leider sehr lange, bis das Gericht mal aktiv wird, wenn es um Kinderschutz geht.

Das Problem ist, dass als ich mit dem Dating von Männern angefangen habe, diese ganzen alten Wunden wieder aufgerissen wurden. Diese Wunden der Ablehnung. Des nicht gut genug seins. Ich weiß, dass es beim Dating in erster Linie um ein brutales Aussortieren geht. Zumindest jetzt. Anfangs hatte ich immer dieses Bild von der wahren Liebe, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Ich habe mir immer eine Ehemann und eine eigene kleine Familie gewünscht.

Ich war 20 Jahre alt, als ich das erste Mal sehr verletzt war. Ich habe mich mit einem Mann, mit dem ich vorher lange schrieb, eine Woche lang in einer größeren Stadt getroffen. Ich war zu der Zeit sehr naiv und er gab mir beim Schreiben vorher das Gefühl, dass ich etwas besonderes sei. Dass er mich als seine Freundin möchte. Diese Woche war sehr schön. Wir liefen Händchen haltend durch die Stadt. Unternahmen viel. Redeten viel. Wir kamen uns nah, emotional und körperlich. Am Ende der Woche sagte er mir dann, dass er sich keine Beziehung vorstellen kann. Ich sei für ihn eher wie eine kleine Schwester. Ich sei nicht so, wie er sich das beim Schreiben gedacht und gewünscht hat. Er sagte mir, dass ihn meine Zähne und meine Kilos stören. Ich war danach nicht mehr in der Lage, mich einem Mann *beep* zu zeigen und hungerte mich herunter.
Er brach nach einiger Zeit dann auch den Kontakt ab.

Ich traf danach immer wieder Männer, mit denen ich meistens nicht weiter als ein Treffen kam. Oft nahm es mich sehr mit, weil häufig davor ein intensives Schreiben voranging. Meistens erfüllte ich die Erwartungen der Männer im realen Leben dann nicht.

Ich entwickelte dann eine starke Körperabneigung, die Gott sei Dank, jedoch mit den Jahren schwächer wurde. Ich achtete zwanghaft auf mein Aussehen. Fühlte mich permanent nicht hübsch genug. Verglich mich mit anderen und schöneren Frauen. Ich nahm stark ab. Ließ mir die Nase operieren. Das alles führte jedoch zu gar nichts. Ich dachte immer, ich müsse nur perfekt aussehen, dann finde ich jemanden, der mich mag. Dies war natürlich nicht der Fall.

Ich war in der Lage, diese Vernarrtheit auf mein Aussehen abzulegen und mich zumindest äußerlich mehr zu akzeptieren, wie ich bin, auch wenn ich damit nicht fertig bin.

Es ging dann mit den Dates weiter. Traf immer wieder auf Leute, die mich erst ganz toll fanden und dann stehen ließen. Diese Verlustängste wurden immer größer und für mich unkontrollierbarer.

Ich lernte im Jahr 2024 einen Christen kennen. Er war Mitte 30. Ich war sehr angetan von ihm. Meine Ängste waren zu dem Zeitpunkt jedoch schon sehr stark. Er ghostete mich mehrfach, wir tragen uns 4 mal innerhalb von 3 Monaten. Er kritisierte mich bei den Treffen meistens schon durchweg, dass ich zu ruhig bin, meine Haare nie offen trage, etc. Am Ende unseres Kontaktes schrieb er mir dann ein Haufen Texte, was für ein geisteskranker, toxischer Mensch ich sei. Dass ich sehen werde, dass er für mich gekämpft hat und wie andere Männer mich meiden werden. Dass eine lange Beziehung von Wärme lebt, die ich nur punktuell gegeben hätte. Das liegt mir bis heute im Magen. Er hatte kurz danach eine schöne, christliche Frau gefunden. Ich hatte immer die Hoffnung, mit ihm nochmal reden zu können.

Ich erwähne diese Beispiele, weil sie mich sehr geprägt haben und bis heute verletzen. Ich habe Angst, mich fallen zu lassen. Zu vertrauen und dann wieder verlassen zu werden. Ich wusste häufig einfach nicht, wie ich diese Angst bändigen soll.

Es ist und war ein verzweifelter Versuch, Liebe zu finden. Ich weiß rein logisch gesehen, dass Verzweiflung keine Grundlage für eine gesunde Beziehung ist. Dass es zudem unattraktiv macht. Nur, es ist so unfassbar schwer, das zu steuern. Deswegen nannte ich diese Unsicherheiten und Ängste eingangs auch Monster. Damals erfüllten sie sicherlich einen Zweck. Heute sabotieren sie alles, was ich an Beziehungen versuche aufzubauen.

Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich mich so nach einem Partner sehne. Es gibt auch andere Dinge, die einen erfüllen können. Nur ist es so, als sehe ich dies nicht.

Diese Trennung von dem Mann, den ich im August kennenlernte, kann ich kaum verarbeiten. Es fühlt sich an, als sei jemand gestorben. Es ist nicht nur, weil er weg ist. Sondern auch, weil da jeden Tag jemand war, der mir schrieb. Ich fuhr einmal die Woche zu ihm. Ich hatte ein Ziel. Etwas, worauf ich mich freute. Jemanden, der mich in den Arm nahm und mir physische Nähe gab, was für mich oft so heilend anfühlte. Nur emotional, fühlte ich mich nicht gesehen. Ich hatte nie das Gefühl, mit ihm über alles reden zu können.

Ich konnte diese Wechselhaftigkeit oft nicht verstehen. Wir redeten, lachten. Hielten Händchen. Und dann schwiegen wir uns wieder an. Dann fiel ich in meine Angst rein und suchte diese Bestätigung, was ihn zunehmend nur noch nervte.

Ich kann ihn verstehen. Wenn man permanent gefragt wird, ob alles okay ist. Ob man bleibt. Ob man sich sicher ist. Ich habe zwar irgendwann mit offenen Karten gespielt. Ihm von meinen Ängsten erzählt, aber es änderte perspektivisch nicht viel. Er fühlte sich eingeengt und wir fanden keinen Weg. Er zog sich zurück. Sagte Treffen dann kurz vor knapp ab, weil er keine Lust mehr auf mich hatte. Als er mich Ende November nach der Beziehung fragte, meinte er, er hätte es schon vorher getan, wenn ich es nicht verk*ckt hätte. Wir haben viel unternommen und für seine Geduld, bin ich ihm auch dankbar. Er wollte es versuchen. Nur dieser Versuch war, dass ich es eben unterdrücken musste, damit es geklappt hätte und das schaffte ich nicht.

Ich schaffte es vielleicht mal für eine Woche, keine Ängste zu benennen. Darüber habe ich mich auch gefreut, es war für mich ein Fortschritt. Wenn es dann jedoch wieder hochkam, war es für ihn kein Fortschritt, sondern nur ein „jetzt geht es doch schon wieder los.“

Weihnachten und Silvester sagte er mir dann ab, was wir eigentlich zusammen verbringen wollten. Anfang Januar schlug ich vor, wir können doch ein Wochenende nach Hamburg fahren. Da stimmte er noch zu, obwohl alles so wackelig zwischen uns bereits war. Ich wollte irgendwie versuchen zu kämpfen.

In Hamburg trennte er sich dann. Wir schwiegen uns dort teilweise nur an und ich ertrug das nicht mehr. Dennoch gingen wir so auseinander, dass wir uns wiedersehen werden. Ich erstmal in die Klinik gehe. Er mich besuchen kommt.

Dazu kam es dann leider nicht mehr. Er brach dann einige Wochen nach Hamburg den Kontakt ab. Blockierte mich. Er versuchte mich aus der Klinik heraus zu melden, worauf er jedoch auf keinen meiner Kontaktversuche einging.

Ich habe einfach diese permanenten Schuldgefühle. Denke an unsere schönen Momente. Als er meinte, er wolle man heiraten und sehe das mit mir. Dass er den Weg mit mir geht. Dass ich einfach alles zerstört habe.

Es war das erste Mal, dass ich jemanden so regelmäßig und über ein halbes Jahr lang traf. Ich fühlte mich zum ersten Mal ansatzweise angenommen. Begehrt. Ich sagte ihm, dass ich mich nicht komplett wohlfühle in meiner Haut. Er meinte, ich brauche mich nicht schämen. Er setzte mich nie unter Druck, mit ihm intim zu werden.

Nur diese permanente Angst zerstörte alles. Wäre ich einfach ruhig gewesen, wäre es anders gekommen. Ich hatte oft diese Angst, dass sein Interesse nicht so groß ist. Dass er jemand anders besser findet. Dass ich zu anstrengend bin. Dass es der erste war, der mich regelmäßig sehen wollte. Der mein Zimmer sah. Mein Auto. Dem ich mich öffnete, auch wenn er dazu nicht viel sagte.

Deswegen macht es mich so fertig, dass er auf keinerlei Kontakt eingeht. Mich für gestorben hält. Dass er nicht einmal nachgefragt hat, wie es mir in der Klinik geht. Ich habe ihn mehrfach um Verzeihung gebeten, dass ich ihn so mit meiner Unsicherheit konfrontiert habe. Er hatte einfach keine Lust mehr darauf und wollte mir die Zeit in der Klinik auch nicht mehr geben.

Ich habe einfach das Gefühl, jemand besonderes verloren zu haben. Alles zerstört zu haben, bevor etwas hätte wachsen können. Dass ich niemanden mehr begegnen werde, der mich annimmt, wenn er der Erste in 6 Jahren war, der mir ansatzweise mal das Gefühl hab, gut zu sein wie ich bin. Ich malte mir eine Zukunft mit ihn aus. Er meinte, er wolle Kinder mit mir. Nimmt mich mit, wenn er auswandert. Ich dachte, ich lerne seine Mutter kennen, weil ich ihn immer bei ihr besucht habe.

Ich fühle mich einfach, als wäre ich es nicht wert gewesen.

Ich versuche mich auf die Dinge in der Klinik zu konzentrieren, aber es fällt mir schwer. Mein Kopf dreht sich permanent um diese Person und das was vorbei ist. Es ist extrem anstrengend und ich will es auch gar nicht. Ich hatte immer wieder den Gedanken, dass ich nicht mehr kann. Nicht mehr will. Dass ich das Leben einfach nicht schaffe. Mit diesen gescheiterten Beziehungen nicht mehr umgehen kann. Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich es verarbeiten soll

x 1 #18


Scheol
@erdbeerblumen
Zitat:
Danke für eure Antworten und euer Mitgefühl, das hat mich berührt. Ich weiß, dass es für meine Situation keine Patentlösung gibt. Ich sehe diesen langen Prozess, den es wohl braucht. Jeder Mensch geht mit Traumata anders um und gerade wenn Menschen, die auch Traumata erlitten haben, sich aber ganz anders entwickeln und keine besonders großen Probleme im sozialen Bereich haben, frage ich mich immer wieder, was mit mir falsch ist.

Man unterscheidet Trauma Typen. Der Trauma Typ 1 ist einfacher zu behandeln und aufzulösen wie der Trauma Typ 2.

Hier ist eine komplexe ptbs oder eine chronisch ptbs.

[ ***Die chronische PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) ist eine
langfristige psychische Folge schwerer Traumata, die sich durch andauernde Symptome wie Flashbacks, Albträume, Vermeidung und Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit) auszeichnet. Bleibt sie unbehandelt, kann sie über Jahre bestehen, die Persönlichkeit verändern und den Alltag stark beeinträchtigen. Die Behandlung erfolgt meist durch traumaspezifische Psychotherapie.

Wichtige Aspekte der chronischen PTBS:
Symptome: Neben den PTBS-Hauptsymptomen treten oft emotionale Taubheit, soziale Abschottung und körperliche Beschwerden auf.***]




Zitat:
Es ist nicht nur die jahrelange Angst in der ich vor meinem Vater lebte. Es ist auch die verlorene Jugend, die ich mittlerweile betrauere. Ich hätte gerne auch den ersten einen Freund gehabt. Mal das tun, was Teenager so tun. Mal mit der eigenen Clique an den See gehen. Feiern. Mal etwas Verrücktes tun.

Das nicht gelebte Leben ,….


Verena König


Zitat:
Ich war noch nie in meinem Leben feiern. Meine Ängste haben mich vor sozialen Situationen oft ferngehalten, ich traute mich nicht mal auf meine eigene Abi-Feier oder den Abi-Ball.



Zitat:
Der Kontakt zu meinem Vater ist heute sehr gering. Ich halte mich großteils davon fern. Es gibt immer noch Situationen, in denen er mich verbal sehr verletzt, das reicht, wenn dies dann über WhatsApp passiert.

ER ist ein TÄTER !


Siehe hier.
Zitat:
Anfang letzten Jahres schrieb er mir erst, dass ich nur anderen Menschen Schuld 🚩 gebe. Dass ich ein bösartiger 🚩 , stinkend 🚩 fauler Mensch bin. Mein sche*ss Leben 🚩 selber an die Wand gefahren habe und irgendwann alleine 🚩 enden werde. Dass er sich kaputt 🚩 lacht, weil ich nur sche*sse baue. 🚩

So spricht kein normaler Vater !

Du darfst den Kontakt zu ihm einstellen.

Und solltest es auch , da du durch jeden Kontakt zum Täter retraumatisiert wirst.




Zitat:
Das schrieb er mir, als ich offen zu meinen Bedürfnissen und Grenzen stand, die er immer wieder überschritten hat.

Eine klarer Grenze wäre der Kontaktabbruch.



Zitat:
Ich hatte nach der Nachricht einen Nervenzusammenbruch, einfach weil ich mir selbst bereits genug Vorwürfe mache und nicht weiß, wie ich weitermachen soll.





Zitat:
Meine Mutter war für mich immer der einzige Anker in meinem Leben, auch wenn mein Verhältnis zu ihr in meiner Kindheit, sicher ein anderes war, da sie zu der Zeit selbst noch sehr in Angst vor meinem Vater lebte und teilweise auch einfach komplett hilflos war. Sie suchte sich Hilfe, aber damals wurde diese kaum gegeben. Es dauert leider sehr lange, bis das Gericht mal aktiv wird, wenn es um Kinderschutz geht.

Das toxische Beziehung schwerer Spuren hinterlassen können , ist noch nicht solange bekannt. Vor 8 Jahren sprach man noch im großen Ganzen von einer schwierigen oder schweren Trennung.

Das hier eine traumatische Erfahrung oder eine Traumabonding existieren könnte war den meisten nicht bekannt und nicht bewusst.

Zitat:
Das Problem ist, dass als ich mit dem Dating von Männern angefangen habe, diese ganzen alten Wunden wieder aufgerissen wurden. Diese Wunden der Ablehnung. Des nicht gut genug seins. Ich weiß, dass es beim Dating in erster Linie um ein brutales Aussortieren geht. Zumindest jetzt. Anfangs hatte ich immer dieses Bild von der wahren Liebe, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Ich habe mir immer eine Ehemann und eine eigene kleine Familie gewünscht.


Vermutlich wurde das erste Traumabonding durch den Vater gesetzt.


Zitat:
Ich war 20 Jahre alt, als ich das erste Mal sehr verletzt war. Ich habe mich mit einem Mann, mit dem ich vorher lange schrieb, eine Woche lang in einer größeren Stadt getroffen. Ich war zu der Zeit sehr naiv und er gab mir beim Schreiben vorher das Gefühl, dass ich etwas besonderes sei. Dass er mich als seine Freundin möchte. Diese Woche war sehr schön. Wir liefen Händchen haltend durch die Stadt. Unternahmen viel. Redeten viel. Wir kamen uns nah, emotional und körperlich.

Vermutlich ein Manipulator wie dein Erzeuger.

Er wollte Sex . Bekam diesen und dann verschwand die Anziehung.

Zitat:
Am Ende der Woche sagte er mir dann, dass er sich keine Beziehung vorstellen kann. Ich sei für ihn eher wie eine kleine Schwester. Ich sei nicht so, wie er sich das beim Schreiben gedacht und gewünscht hat. Er sagte mir, dass ihn meine Zähne und meine Kilos stören. Ich war danach nicht mehr in der Lage, mich einem Mann *beep* zu zeigen und hungerte mich herunter.

Da er wieder auf die Persönlichkeit ging , war das genau die Wunde von damals.





Zitat:
Ich lernte im Jahr 2024 einen Christen kennen. Er war Mitte 30. Ich war sehr angetan von ihm. Meine Ängste waren zu dem Zeitpunkt jedoch schon sehr stark. Er ghostete mich mehrfach, wir tragen uns 4 mal innerhalb von 3 Monaten. Er kritisierte mich bei den Treffen meistens schon durchweg, dass ich zu ruhig bin, meine Haare nie offen trage, etc. Am Ende unseres Kontaktes schrieb er mir dann ein Haufen Texte, was für ein geisteskranker, toxischer Mensch ich sei. Dass ich sehen werde, dass er für mich gekämpft hat und wie andere Männer mich meiden werden. Dass eine lange Beziehung von Wärme lebt, die ich nur punktuell gegeben hätte. Das liegt mir bis heute im Magen. Er hatte kurz danach eine schöne, christliche Frau gefunden. Ich hatte immer die Hoffnung, mit ihm nochmal reden zu können.

Bei dem Text hier , wen erkennt Du da ?


Der Text ist ähnlich wie der Text deines Erzeugers oben …..

Das nennt man Täterintrojekt, wenn man die Sätze der Täter sozusagen übernimmt und glaubt.


Zitat:
Heute sabotieren sie alles, was ich an Beziehungen versuche aufzubauen.

Die Selbstsabotage der eigenen Beziehung.

Zitat:
Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich mich so nach einem Partner sehne.

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Ausstoß aus der Sippe früher war existenzielle bedrohlich.

Zitat:
Jemanden, der mich in den Arm nahm und mir physische Nähe gab, was für mich oft so heilend anfühlte. Nur emotional, fühlte ich mich nicht gesehen. Ich hatte nie das Gefühl, mit ihm über alles reden zu können.

Mach 90 Sekunden umarmen stoßen wir Oxytocin aus. Du kannst mal versuchten dich 90 Sekunden bis 2 Minuten selbst zu umarmen dann soll der Effekt einsetzen, oder eine Therapie / Gewichtsdecke kann auch helfen.

Zitat:
Ich konnte diese Wechselhaftigkeit oft nicht verstehen. Wir redeten, lachten. Hielten Händchen. Und dann schwiegen wir uns wieder an. Dann fiel ich in meine Angst rein und suchte diese Bestätigung, was ihn zunehmend nur noch nervte.

Man redet aber nicht nur in einer Beziehung. Stille gibt es auch oft.

Zitat:
Ich kann ihn verstehen. Wenn man permanent gefragt wird, ob alles okay ist. Ob man bleibt. Ob man sich sicher ist. Ich habe zwar irgendwann mit offenen Karten gespielt. Ihm von meinen Ängsten erzählt, aber es änderte perspektivisch nicht viel. Er fühlte sich eingeengt und wir fanden keinen Weg. Er zog sich zurück. Sagte Treffen dann kurz vor knapp ab, weil er keine Lust mehr auf mich hatte. Als er mich Ende November nach der Beziehung fragte, meinte er, er hätte es schon vorher getan, wenn ich es nicht verk*ckt hätte. Wir haben viel unternommen und für seine Geduld, bin ich ihm auch dankbar. Er wollte es versuchen. Nur dieser Versuch war, dass ich es eben unterdrücken musste, damit es geklappt hätte und das schaffte ich nicht.

Im Normalfall steht die Beziehungswaage in der Mitte und pendelt leicht zu Mann und Frau.

Hier war die Waage völlig aus dem Lot durch deine Angst.

Zitat:
Ich schaffte es vielleicht mal für eine Woche, keine Ängste zu benennen. Darüber habe ich mich auch gefreut, es war für mich ein Fortschritt. Wenn es dann jedoch wieder hochkam, war es für ihn kein Fortschritt, sondern nur ein „jetzt geht es doch schon wieder los.“


Zitat:
Ich wollte irgendwie versuchen zu kämpfen.

Liebe hat nichts mit Kampf zu tun.



Zitat:
Nur diese permanente Angst zerstörte alles. Wäre ich einfach ruhig gewesen, wäre es anders gekommen. Ich hatte oft diese Angst, dass sein Interesse nicht so groß ist. Dass er jemand anders besser findet. Dass ich zu anstrengend bin.

Was letztendlich passierte , aus deiner Angst durch das Trauma. Und somit wurde es zur Selbsterfüllende Prophezeiung das er sich sicherlich trennen wird.

Zitat:
Deswegen macht es mich so fertig, dass er auf keinerlei Kontakt eingeht. Mich für gestorben hält. Dass er nicht einmal nachgefragt hat, wie es mir in der Klinik geht. Ich habe ihn mehrfach um Verzeihung gebeten, dass ich ihn so mit meiner Unsicherheit konfrontiert habe. Er hatte einfach keine Lust mehr darauf und wollte mir die Zeit in der Klinik auch nicht mehr geben.

Wenn ich dir eine kleine Pizza hinlege , dann wirst du sagen oh lecker.

Dann komme ich mit der zweiten kleinen Pizza ,… auch noch lecker.

Dann komme ich mit der dritten kleinen Pizza ,…….. ähhhh ja ganz toll 🙄

Dann komme ich mit der vierten kleinen Pizza ,…….. 😠

Dann komme ich mit der fünften kleinem Pizza ……… 😩

Dann komme ich mit der sechsten kleinen Pizza …….. 🤬


Du siehst an dem bespiel sehr deutliche wie sich die Meinung durch ein und die selbe Situation verändert ,,durch das Zuviel , durch die Häufigkeit.

Man ist irgendwann der Sache überdrüssig.

Lass ihn im Ruhr.

Zitat:
Ich habe einfach das Gefühl, jemand besonderes verloren zu haben.

Der hatte aber auch wieder was was nicht gepasst hat.

Zitat:
Alles zerstört zu haben, bevor etwas hätte wachsen können. Dass ich niemanden mehr begegnen werde, der mich annimmt, wenn er der Erste in 6 Jahren war, der mir ansatzweise mal das Gefühl hab, gut zu sein wie ich bin. Ich malte mir eine Zukunft mit ihn aus. Er meinte, er wolle Kinder mit mir. Nimmt mich mit, wenn er auswandert. Ich dachte, ich lerne seine Mutter kennen, weil ich ihn immer bei ihr besucht habe.

Naja aber Maul rum wenn er keinen Dialog will und noch drei andere Verhalten die von deinem Wunsch SOLL zum IST abgewichen sind.

Zitat:
Ich versuche mich auf die Dinge in der Klinik zu konzentrieren, aber es fällt mir schwer. Mein Kopf dreht sich permanent um diese Person und das was vorbei ist.

Du idealisiert das wenige gute ,….. idealisieren bedeutet nichts anderes sehen können.

x 1 #19


M
Zitat von erdbeerblumen:
Dass ich das Leben einfach nicht schaffe.



Doch, das schaffst Du ! Aufmunternde Emojis
Du musst Dich im Grunde nur von einer einzigen Sache verabschieden.:
Dem Irrglauben,
dass nur eine Liebesbeziehung zu einem Mann das Leben lebenswert macht.

Man kann auch mit Freunden, Nachbarn, Kollegen, Sonstiges eine schöne
nicht partnerschaftliche Beziehung haben und pflegen
und glücklich sein ! Lachendes Gesicht
Und wenn Du diese Hürde wahrhaft begriffen, verinnerlicht und schließlich genommen hast,
kann Dir gar nichts mehr passieren,
dann bist Du frei.

Erfreue Dich einfach an Deiner Jugend, Deiner hoffentlich körperlichen Gesundheit
und tu' alle schönen Dinge zu denen Du Lust und Laune hast,
außer einer Beziehung.:
Hobby, Vereinsarbeit, Sport, Natur, (Haus)Tiere, Reisen, Kunst und Kultur, Beruf/Weiterbildung
um mal ein paar Stichworte zu nennen.
Das Leben ist gar nicht mal so lang,
wie man in Deinem Alter noch denkt.
Genieße Dein Leben ! Lass' Dich von irgendwelchen bescheuerten Männern
nicht ausbremsen !
Du schaffst das ! Lachendes Gesicht

x 2 #20


Löwenzeh
Zitat von erdbeerblumen:
Als er meinte, er wolle man heiraten und sehe das mit mir. Dass er den Weg mit mir geht. Dass ich einfach alles zerstört habe.

Klingt für mich nach a-loch.
Wahrscheinlich suchst du dir unterbewusst Männer wie deinen Vater: Männer, die Schuld anderswo suchen und eigene Minderwertigkeitskomplexe auf andere projezieren.
Und deshalb machst du immer wieder die Erfahrung abgelehnt zu werden.

Mir hat es damals geholfen, mein Suchverhalten zu verändern. Da ich immer nur auf Feiern (unter Alk.) jemanden kennenlernte, waren es ab einem gewissen Alter nur Leute mit Alk., die ich abschleppte. Nicht zuletzt, weil ich zu der Zeit selbst eines hatte.

Bei dir wäre mein erster Ansatz: kein ewiges geschreibe. Jedesmal habt ihr lang vorher Kontakt gehabt, du hast Emotionen und Ängste aufgebaut und wenn die Typen dann ihre Eroberung hatten, passt es ihnen plötzlich nicht mehr.
Schneller treffen, gucken, gefällt er MIR? Du reagierst nur darauf, wer dir Aufmerksamkeit schenkt. Und begrenzt damit sehr stark deine Auswahl. Ich hab auch immer gewartet, wer auf mich zukommt.
Aber geheiratet hab ich den einen, den ICH zuerst angesprochen habe.

x 2 #21


Löwenzeh
Oh Gott, und bitte, wozu Kontakt zu dem mz, der dir eine unbeschwerte Kindheit gestohlen hat?
Er verdient deine Liebe und Aufmerksamkeit nicht.
Beginne damit, den falschen Männern keinen Raum zu geben

x 2 #22


Stella31
Zitat von erdbeerblumen:
Der Kontakt zu meinem Vater ist heute sehr gering. Ich halte mich großteils davon fern

Würde mein Vater nur ansatzweise so mit mir reden, hätte ich den Kontakt komplett abgebrochen.
Wenn jemand, und das als eigener Vater, so scheußlich und unempathisch spricht, dann hat er in meinem Leben nichts zu suchen.
Vielleicht ist das für dich auch eine Option, denn wenn du deshalb einen Nervenzusammenbruch hattest (was ich vollkommen verstehen kann), dann zieht er dich nur runter.
Und nur weil er dein Vater ist, braucht es keinen Kontakt!

Zitat von erdbeerblumen:
Meistens erfüllte ich die Erwartungen der Männer im realen Leben dann nicht.

Du musst die Erwartungen von Männern auch nicht erfüllen.

Dein Selbstwert ist leider, aufgrund deiner schlimmen Kindheitswunden, nicht aufgebaut worden.
Das ist sicher noch ein längerer Weg für dich und hoffentlich mit Hilfe der Therapie nach und nach aufbaubar.


Zitat von erdbeerblumen:
Dass ich sehen werde, dass er für mich gekämpft hat und wie andere Männer mich meiden werden. Dass eine lange Beziehung von Wärme lebt, die ich nur punktuell gegeben hätte. Das liegt mir bis heute im Magen.

Scheint ja ein ganz toller Christ gewesen zu sein. Eher ähnlich wie dein Vater. Ein Trigger auf 2 Beinen!

Zitat von erdbeerblumen:
Ich habe Angst, mich fallen zu lassen. Zu vertrauen und dann wieder verlassen zu werden. Ich wusste häufig einfach nicht, wie ich diese Angst bändigen soll.

Kein Wunder, wenn man ließt, was du erlebt hast.
Vertrauen aufbauen ist ja unter normalen Umständen schon nicht immer so leicht.
Deine sind allerdings besonders schwer

Zitat von erdbeerblumen:
Etwas, worauf ich mich freute. Jemanden, der mich in den Arm nahm und mir physische Nähe gab, was für mich oft so heilend anfühlte. Nur emotional, fühlte ich mich nicht gesehen. Ich hatte nie das Gefühl, mit ihm über alles reden zu können.

Deine Sehnsucht kann ich gut verstehen.
Allerdings ist die Gefahr bei dir deshalb so immens groß, abgewiesen zu werden und dir die absolut falschen Männer zu suchen.
Das, was dir so sehr gefehlt hat bei deinem Vater möchtest du nun von einem Mann.
Und das überfordert auch den nettesten aller Männer.
So wie es aussieht,hast du dir aber eher ganz ungesunde Kerle an Land gezogen.

Vielleicht fängst du erstmal mit Kleinigkeiten an.
Du hast gesagt, dass du dich kaum irgendwo hintraust.
Überleg dir ein kleines Hobby, wo du Gemeinschaft findest.
Wo es erstmal nur um die Sache geht.
Wenn du dann langsam Kontakte zu Frauen und Männern aufbaust, kann dein Selbstwert steigen.
Du hast noch so viel Zeit, um dir ein gutes Leben aufzubauen.

Sei geduldig mit dir!

x 2 #23


Worrior
@erdbeerblumen
Ich bin kein Freund langer Texte, doch Deine sind es wert zu lesen.
Doch das was ich las war alles sehr traurig.

Die verlorene Zeit wirst Du nicht aufholen können aber vor Dir liegt die Zukunf.
Man hat Dir übel mitgespielt.
Du hast an die Liebe geglaubt, Du wolltest geben und warst ehrlich, doch Du wurdest enttäuscht.
Kann sein dass ich mich wiederhole aber Du reflektierst Deine Sittuation sehr gut, Du weisst woran Du arbeiten müsstest.
Dir fehlen aber die Werkzeuge das alles anzugehen.
Du bist ausgelaugt und hast Angst, was absolut selbstverständlich ist.

Was war das war, weder kannst Du es ändern noch aufholen.
Deine Zukunft ist unklar, keiner weiß wie sich diese entwickelt.
Um so wichtiger ist es jetzt die Weichen zu stellen.
Das kostet Kraft, die Du momentan nicht hast und es wird anfangs sehr weh tun.
Das möchtest Du eigentlich umgehen, denn gelitten hast Du genug.
Die Menschen um Dich herum wirst Du nicht ändern können.
Du kannst aber ändern wie Du auf sie reagierst und Du kannst wählen mit welchen Menschen Du Dich umgibst.
Leider hast Du kein funktionales soziales Umfeld das Dich kurzfristig auffangen kann, wenn es mal wieder richtig unschön wird.
Du bist jetzt alleine auf Dich gestellt und musst hart und stark sein, auch zu Dir selbst.
Aber hab keine Angst, es beginnt mit kleinen Dingen und jeder kleine Erfolg wird Dich einen Schritt weiterbringen.
Du wirst dann auch mit Rückschlägen ganz anders umgehen, sie werden Dich emotional nicht mehr so stark belasten wie momentan.
Such Dir Freunde, such Dir ein Rudel, meide Menschen die Dich nur Energie kosten und Dich runterziehen.
Aber sei Dir bewusst dass keiner dieser Menschen Dich retten wird.
Du stehst alleine im Ring und Deine Gegner (auf mentaler Basis) werden keine Gnade kennen.
Wie oft Du zu Boden gehst spielt überhaupt keine Rolle, es zählt wie oft Du wieder aufstehst und eine Runde weiter machst.
Du bist nicht zu wenig, Du bist nicht wertlos.
Dir viel Glück, Mut, Härte und Kraft, von ganzem Herzen.

x 2 #24


Löwenzeh
@erdbeerblumen
Weißt du, alle sagen (und meinen auch), du sollst alleine glücklich werden.
Wie? Denkst du dir. Und irgendwie hast du ja Recht; ganz allein ist doof und Gemeinschaft gibt einen Menschen nunmal viel Halt, Selbstwert und Sicherheit.

Vielleicht suchst du erstmal nach einer Gemeinschaft, in der du dich wohl fühlst.
Mit 26 Jahren war ich auch noch überfordert mit Beziehung-führen.
Jeder hat sein eigenes Tempo und zu versuchen, ins Schema F zu passen, macht garantiert unglücklich.

In meinen Augen brauchst du zurzeit eher eine gute Freundin, für Gespräche und ne nette Umarmung hin und wieder.
Hast du dich dem (Freundschaft) mal mit dem gleichen Elan gewidmet wie der Partnersuche?

Liebe findet man auf vielen Wegen.

x 1 #25


Catalina
Liebe @erdbeerblumen (hübscher Nick übrigens ) du hast viele schlimme Dinge in deinem Leben erfahren müssen und es ist verständlich dass du Probleme damit hast, anderen Menschen zu vertrauen. Denn bisher haben dir wohl nur wenige das Gefühl gegeben, dass du liebenswert bist. Das ist sehr traurig und tut mir leid für dich.
Zitat von erdbeerblumen:
Der Kontakt zu meinem Vater ist heute sehr gering. Ich halte mich großteils davon fern.

Nachdem, was er dir alles vor den Latz geknallt hat, ist das verständlich. Mir ist dabei aber aufgefallen, dass er all die Dinge, die ER im Leben verbockt hat, jetzt dir vorwirft. Nimm diese falschen Vorwürfe nicht an, denn da gehören sie nicht hin. Das was er da betreibt, nennt sich Schuldumkehr und ist eine ganz miese Masche. Auf Dauer könntest du dir überlegen, ob dir der Kontakt mit deinem Erzeuger überhaupt noch gut tut oder ob du einen derart negativen Menschen nicht lieber aus deinem Umfeld entfernst. Für deine innere Stabilität und deine seelische Gesundheit wäre das sicher besser.
Zitat von erdbeerblumen:
Ich habe einfach das Gefühl, jemand besonderes verloren zu haben. Alles zerstört zu haben, bevor etwas hätte wachsen können. Dass ich niemanden mehr begegnen werde, der mich annimmt, wenn er der Erste in 6 Jahren war, der mir ansatzweise mal das Gefühl hab, gut zu sein wie ich bin.

Ich kann deine Gefühle nachvollziehen, aber von außen betrachtet war er sicherlich nichts Besonderes, nur weil er mal ein bisschen nett zu dir war. Wenn du einen Mann triffst, der es wirklich gut und ernst mit dir meint, gibt er dir nicht nur das Gefühl, "ansatzweise gut zu sein, so wie du bist", sondern er nimmt dich wirklich so, wie du bist und du fühlst dich wohl und geborgen bei ihm.
Zitat von Löwenzeh:
Wahrscheinlich suchst du dir unterbewusst Männer wie deinen Vater: Männer, die Schuld anderswo suchen und eigene Minderwertigkeitskomplexe auf andere projezieren.
Und deshalb machst du immer wieder die Erfahrung abgelehnt zu werden.

Das denke ich auch. 🎯

#26


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