@erdbeerblumen
Zitat:Danke für eure Antworten und euer Mitgefühl, das hat mich berührt. Ich weiß, dass es für meine Situation keine Patentlösung gibt. Ich sehe diesen langen Prozess, den es wohl braucht. Jeder Mensch geht mit Traumata anders um und gerade wenn Menschen, die auch Traumata erlitten haben, sich aber ganz anders entwickeln und keine besonders großen Probleme im sozialen Bereich haben, frage ich mich immer wieder, was mit mir falsch ist.
Man unterscheidet Trauma Typen. Der Trauma Typ 1 ist einfacher zu behandeln und aufzulösen wie der Trauma Typ 2.
Hier ist eine komplexe ptbs oder eine chronisch ptbs.
[ ***Die chronische PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) ist eine
langfristige psychische Folge schwerer Traumata, die sich durch andauernde Symptome wie Flashbacks, Albträume, Vermeidung und Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit) auszeichnet. Bleibt sie unbehandelt, kann sie über Jahre bestehen, die Persönlichkeit verändern und den Alltag stark beeinträchtigen. Die Behandlung erfolgt meist durch traumaspezifische Psychotherapie.
Wichtige Aspekte der chronischen PTBS:
Symptome: Neben den PTBS-Hauptsymptomen treten oft emotionale Taubheit, soziale Abschottung und körperliche Beschwerden auf.***]
Zitat:Es ist nicht nur die jahrelange Angst in der ich vor meinem Vater lebte. Es ist auch die verlorene Jugend, die ich mittlerweile betrauere. Ich hätte gerne auch den ersten einen Freund gehabt. Mal das tun, was Teenager so tun. Mal mit der eigenen Clique an den See gehen. Feiern. Mal etwas Verrücktes tun.
Das nicht gelebte Leben ,….
Verena König
Zitat:Ich war noch nie in meinem Leben feiern. Meine Ängste haben mich vor sozialen Situationen oft ferngehalten, ich traute mich nicht mal auf meine eigene Abi-Feier oder den Abi-Ball.
Zitat:Der Kontakt zu meinem Vater ist heute sehr gering. Ich halte mich großteils davon fern. Es gibt immer noch Situationen, in denen er mich verbal sehr verletzt, das reicht, wenn dies dann über WhatsApp passiert.
ER ist ein TÄTER !
Siehe hier.
Zitat:Anfang letzten Jahres schrieb er mir erst, dass ich nur anderen Menschen Schuld 🚩 gebe. Dass ich ein bösartiger 🚩 , stinkend 🚩 fauler Mensch bin. Mein sche*ss Leben 🚩 selber an die Wand gefahren habe und irgendwann alleine 🚩 enden werde. Dass er sich kaputt 🚩 lacht, weil ich nur sche*sse baue. 🚩
So spricht kein normaler Vater !
Du darfst den Kontakt zu ihm einstellen.
Und solltest es auch , da du durch jeden Kontakt zum Täter retraumatisiert wirst.
Zitat:Das schrieb er mir, als ich offen zu meinen Bedürfnissen und Grenzen stand, die er immer wieder überschritten hat.
Eine klarer Grenze wäre der Kontaktabbruch.
Zitat:Ich hatte nach der Nachricht einen Nervenzusammenbruch, einfach weil ich mir selbst bereits genug Vorwürfe mache und nicht weiß, wie ich weitermachen soll.
Zitat:Meine Mutter war für mich immer der einzige Anker in meinem Leben, auch wenn mein Verhältnis zu ihr in meiner Kindheit, sicher ein anderes war, da sie zu der Zeit selbst noch sehr in Angst vor meinem Vater lebte und teilweise auch einfach komplett hilflos war. Sie suchte sich Hilfe, aber damals wurde diese kaum gegeben. Es dauert leider sehr lange, bis das Gericht mal aktiv wird, wenn es um Kinderschutz geht.
Das toxische Beziehung schwerer Spuren hinterlassen können , ist noch nicht solange bekannt. Vor 8 Jahren sprach man noch im großen Ganzen von einer schwierigen oder schweren Trennung.
Das hier eine traumatische Erfahrung oder eine Traumabonding existieren könnte war den meisten nicht bekannt und nicht bewusst.
Zitat:Das Problem ist, dass als ich mit dem Dating von Männern angefangen habe, diese ganzen alten Wunden wieder aufgerissen wurden. Diese Wunden der Ablehnung. Des nicht gut genug seins. Ich weiß, dass es beim Dating in erster Linie um ein brutales Aussortieren geht. Zumindest jetzt. Anfangs hatte ich immer dieses Bild von der wahren Liebe, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Ich habe mir immer eine Ehemann und eine eigene kleine Familie gewünscht.
Vermutlich wurde das erste Traumabonding durch den Vater gesetzt.
Zitat:Ich war 20 Jahre alt, als ich das erste Mal sehr verletzt war. Ich habe mich mit einem Mann, mit dem ich vorher lange schrieb, eine Woche lang in einer größeren Stadt getroffen. Ich war zu der Zeit sehr naiv und er gab mir beim Schreiben vorher das Gefühl, dass ich etwas besonderes sei. Dass er mich als seine Freundin möchte. Diese Woche war sehr schön. Wir liefen Händchen haltend durch die Stadt. Unternahmen viel. Redeten viel. Wir kamen uns nah, emotional und körperlich.
Vermutlich ein Manipulator wie dein Erzeuger.
Er wollte Sex . Bekam diesen und dann verschwand die Anziehung.
Zitat:Am Ende der Woche sagte er mir dann, dass er sich keine Beziehung vorstellen kann. Ich sei für ihn eher wie eine kleine Schwester. Ich sei nicht so, wie er sich das beim Schreiben gedacht und gewünscht hat. Er sagte mir, dass ihn meine Zähne und meine Kilos stören. Ich war danach nicht mehr in der Lage, mich einem Mann *beep* zu zeigen und hungerte mich herunter.
Da er wieder auf die Persönlichkeit ging , war das genau die Wunde von damals.
Zitat:Ich lernte im Jahr 2024 einen Christen kennen. Er war Mitte 30. Ich war sehr angetan von ihm. Meine Ängste waren zu dem Zeitpunkt jedoch schon sehr stark. Er ghostete mich mehrfach, wir tragen uns 4 mal innerhalb von 3 Monaten. Er kritisierte mich bei den Treffen meistens schon durchweg, dass ich zu ruhig bin, meine Haare nie offen trage, etc. Am Ende unseres Kontaktes schrieb er mir dann ein Haufen Texte, was für ein geisteskranker, toxischer Mensch ich sei. Dass ich sehen werde, dass er für mich gekämpft hat und wie andere Männer mich meiden werden. Dass eine lange Beziehung von Wärme lebt, die ich nur punktuell gegeben hätte. Das liegt mir bis heute im Magen. Er hatte kurz danach eine schöne, christliche Frau gefunden. Ich hatte immer die Hoffnung, mit ihm nochmal reden zu können.
Bei dem Text hier , wen erkennt Du da ?
Der Text ist ähnlich wie der Text deines Erzeugers oben …..
Das nennt man Täterintrojekt, wenn man die Sätze der Täter sozusagen übernimmt und glaubt.
Zitat:Heute sabotieren sie alles, was ich an Beziehungen versuche aufzubauen.
Die Selbstsabotage der eigenen Beziehung.
Zitat:Ich kann nicht mal genau sagen, warum ich mich so nach einem Partner sehne.
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Der Ausstoß aus der Sippe früher war existenzielle bedrohlich.
Zitat:Jemanden, der mich in den Arm nahm und mir physische Nähe gab, was für mich oft so heilend anfühlte. Nur emotional, fühlte ich mich nicht gesehen. Ich hatte nie das Gefühl, mit ihm über alles reden zu können.
Mach 90 Sekunden umarmen stoßen wir Oxytocin aus. Du kannst mal versuchten dich 90 Sekunden bis 2 Minuten selbst zu umarmen dann soll der Effekt einsetzen, oder eine Therapie / Gewichtsdecke kann auch helfen.
Zitat:Ich konnte diese Wechselhaftigkeit oft nicht verstehen. Wir redeten, lachten. Hielten Händchen. Und dann schwiegen wir uns wieder an. Dann fiel ich in meine Angst rein und suchte diese Bestätigung, was ihn zunehmend nur noch nervte.
Man redet aber nicht nur in einer Beziehung. Stille gibt es auch oft.
Zitat:Ich kann ihn verstehen. Wenn man permanent gefragt wird, ob alles okay ist. Ob man bleibt. Ob man sich sicher ist. Ich habe zwar irgendwann mit offenen Karten gespielt. Ihm von meinen Ängsten erzählt, aber es änderte perspektivisch nicht viel. Er fühlte sich eingeengt und wir fanden keinen Weg. Er zog sich zurück. Sagte Treffen dann kurz vor knapp ab, weil er keine Lust mehr auf mich hatte. Als er mich Ende November nach der Beziehung fragte, meinte er, er hätte es schon vorher getan, wenn ich es nicht verk*ckt hätte. Wir haben viel unternommen und für seine Geduld, bin ich ihm auch dankbar. Er wollte es versuchen. Nur dieser Versuch war, dass ich es eben unterdrücken musste, damit es geklappt hätte und das schaffte ich nicht.
Im Normalfall steht die Beziehungswaage in der Mitte und pendelt leicht zu Mann und Frau.
Hier war die Waage völlig aus dem Lot durch deine Angst.
Zitat:Ich schaffte es vielleicht mal für eine Woche, keine Ängste zu benennen. Darüber habe ich mich auch gefreut, es war für mich ein Fortschritt. Wenn es dann jedoch wieder hochkam, war es für ihn kein Fortschritt, sondern nur ein „jetzt geht es doch schon wieder los.“
Zitat: Ich wollte irgendwie versuchen zu kämpfen.
Liebe hat nichts mit Kampf zu tun.
Zitat:Nur diese permanente Angst zerstörte alles. Wäre ich einfach ruhig gewesen, wäre es anders gekommen. Ich hatte oft diese Angst, dass sein Interesse nicht so groß ist. Dass er jemand anders besser findet. Dass ich zu anstrengend bin.
Was letztendlich passierte , aus deiner Angst durch das Trauma. Und somit wurde es zur Selbsterfüllende Prophezeiung das er sich sicherlich trennen wird.
Zitat:Deswegen macht es mich so fertig, dass er auf keinerlei Kontakt eingeht. Mich für gestorben hält. Dass er nicht einmal nachgefragt hat, wie es mir in der Klinik geht. Ich habe ihn mehrfach um Verzeihung gebeten, dass ich ihn so mit meiner Unsicherheit konfrontiert habe. Er hatte einfach keine Lust mehr darauf und wollte mir die Zeit in der Klinik auch nicht mehr geben.
Wenn ich dir eine kleine Pizza hinlege , dann wirst du sagen oh lecker.
Dann komme ich mit der zweiten kleinen Pizza ,… auch noch lecker.
Dann komme ich mit der dritten kleinen Pizza ,…….. ähhhh ja ganz toll
🙄 Dann komme ich mit der vierten kleinen Pizza ,……..
😠 Dann komme ich mit der fünften kleinem Pizza ………
😩 Dann komme ich mit der sechsten kleinen Pizza ……..
🤬 Du siehst an dem bespiel sehr deutliche wie sich die Meinung durch ein und die selbe Situation verändert ,,durch das Zuviel , durch die Häufigkeit.
Man ist irgendwann der Sache überdrüssig.
Lass ihn im Ruhr.
Zitat:Ich habe einfach das Gefühl, jemand besonderes verloren zu haben.
Der hatte aber auch wieder was was nicht gepasst hat.
Zitat:Alles zerstört zu haben, bevor etwas hätte wachsen können. Dass ich niemanden mehr begegnen werde, der mich annimmt, wenn er der Erste in 6 Jahren war, der mir ansatzweise mal das Gefühl hab, gut zu sein wie ich bin. Ich malte mir eine Zukunft mit ihn aus. Er meinte, er wolle Kinder mit mir. Nimmt mich mit, wenn er auswandert. Ich dachte, ich lerne seine Mutter kennen, weil ich ihn immer bei ihr besucht habe.
Naja aber Maul rum wenn er keinen Dialog will und noch drei andere Verhalten die von deinem Wunsch SOLL zum IST abgewichen sind.
Zitat:Ich versuche mich auf die Dinge in der Klinik zu konzentrieren, aber es fällt mir schwer. Mein Kopf dreht sich permanent um diese Person und das was vorbei ist.
Du idealisiert das wenige gute ,….. idealisieren bedeutet nichts anderes sehen können.