@ Tara. Danke für den Denkanstoß.
@ KBR. Danke. Den Satz "Manchmal behindern wir andere vielleicht auch in ihrer Entwicklung mit unserem guten Willen und unsetem Verantwortungsbewusstsein (und uns selbst sowieso)." hat ein Freund zu mir auch öfter gesagt. Ich sehe es auch ähnlich, meine Hoffnung ist sogar, dass sie ohne mich neue Wege einschlägt. Ich sehe mich nämlich u. a. als "Teil des Systems".
@ Luto. Ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird. Dafür ist sie nicht der Typ. Vitaminstoß hat das schon richtig erkannt. Ich sehe eher die Variante, dass sie die nächsten Jahre keinem Mann gegenüber mehr emotional aufgeschlossen sein wird.
@ Vitaminstoß. Danke. Die Idee mit dem Brief werde ich ernsthaft überlegen. Die Verwandtschaft werde ich nicht einweihen, denn du hast recht mit der schwierigen Familiengeschichte. Die Ausmaße ihrer Leiden sind auch auf ihre Kindheit zurückzuführen.
@ honka. Ich habe nicht jahrelang geschwiegen, sondern mich oft nach Rat umgesehen oder zurückgenommen und auf bessere Phasen gewartet. Deshalb haben wir überhaupt so lange Zeit verbringen können. Für mich kam irgendwann der Punkt, ob es auch für die Zukunft reicht, also in zehn oder zwanzig Jahren (u. a. die Kinderfrage unter diesen Umständen). Und in der Hinsicht fehlt mir die Perspektive und die Kraft.
Nach zehn Jahren Ehe und einem Fundament an schönen Erinnerungen vor einem Krankheitsausbruch ist das wahrscheinlich eine andere Voraussetzung. Auch kommt es darauf an, wie grundsätzlich die Kommunikation zwischen den Partnern abläuft bzw. auch in Krisenzeiten möglich ist. Da gibt es Unterschiede.
Klagen und Jammern sehe ich mich nicht. Ich setzte meine Entscheidungen in anderen Angelegenheiten einfach um: Gedanke Plan Umsetzung. Bei einer normalen Beziehung würde ich hier nicht schreiben, sondern mich einfach trennen.
@ TinTin1980. Danke für deinen Beitrag. Ich sehe jeden Punkt ähnlich.
@ KBR. Danke. Du hast recht.
@ ysabell. Danke, du sprichst vieles an, was ich ebenso empfinde.
Ich habe durchaus andere
Bekannte, die langjährige Krankheitsgeschichten und Klinikaufenthalte haben. Ich habe kein Problem damit, mit ihnen Umgang zu haben, weil ich mich im Zweifelsfall zurückziehen kann. Ich habe nichts gegen Menschen mit psychischen Problemen, aber es ist eine andere Belastung, wenn man ihnen nahesteht und nicht nur jemand aus dem weiteren Umfeld ist. Das habe ich aber erst in den letzten Jahren gelernt, davor war ich noch optimistischer in der Hinsicht. Sie hat sich eindeutig entwickelt, seitdem wir uns kennengelernt haben. Aber manche grundlegenden Verhaltensweisen haben sich eben nicht geändert. Am Anfang war ich so verliebt, dass ich dachte, dass sich das schon irgendwann ergeben wird. Inzwischen habe ich da meine Zweifel, auch weil ich immer wieder ähnliche Erfahrungen gemacht habe.
Ich bin an dem Punkt, dass ich keine Hoffnung mehr habe, einfach zu sagen: Ich weiß, dass du damit Probleme hast. Wir gehen jetzt gemeinsam nach draußen und gehen es an. Ich könnte hier so viele Dinge anführen, die mir einfach die Hoffnung genommen haben.
Im Sommer nicht nach draußen gehen wollen.
Bei Aktivitäten außerhalb der Wohnung keine anderen Menschen dabeihaben (und im schlimmsten Falle irgendwann kein Wort mehr sagen).
Im Zweifelsfall irgendwas zuhause machen, dass noch drei Wochen warten könnte.
Dass ich sie küsse und in den Arm nehme, aber ich selbst nicht spontan geküsst oder in den Arm genommen werde.
Man darf auch mal traurig sein sagen. DARUM GEHT ES NICHT. DER DAUERZUSTAND MACHT MICH FERTIG.
Alle paar Monate eine Nachricht schicken, dass ich es nicht leicht habe mit ihr. Und das wars. Es ändert sich nichts, unabhängig davon, was oder wie ich es anspreche.
Draußen auf der Bank sitzen und mir am Telefon sagen, dass sie den glücklichen Menschen zusieht, weil sie sich so einsam fühlt.
Grundsätzlich annehmen, dass jeder sie sch. findet.
Und das immer so bleiben wird.
Diese Momente, in denen ich mich nicht freue, sondern misstrauisch bin, weil sie für kurze Zeit so ungewohnt fröhlich ist und ich das nicht gewohnt bin.
Ich danke euch für eure Hilfe. Ich werde hier erstmal nicht weiterschreiben, weil ich sowieso das Gefühl habe, schon viel zu viel preisgegeben zu haben. Ich muss den Mut aufbringen muss, mich zu trennen. So kann es nicht weitergehen.