Zitat von Versagerin37:das ist das Dilemma, aber ich habe eben Standards.
Liebe TE, ich lese nun schon eine Zeitlang mit...als Arbeiterkind aus prekären, bäuerlich geprägten Verhältnissen, das auch eine Bildungsaufsteigerin ist, kann ich vieles aus deiner Lebensgeschichte gut nachempfinden. Auch mich hat das Leben mit Mitte 30 gezwungen, mich meiner Herkunft zu stellen und meine abgehobenen Ansprüche ans Leben aufzugeben. Ich glaube vielleicht wäre es gut wenn du es schaffen könntest, dich erstmal mit deiner Herkunft und deinen weniger werdenden beruflichen Möglichkeiten auszusöhnen....
Dann ist es vielleicht nicht mehr so wichtig, ob ein neuer Job alte Standards von dir erfüllt?
Ich kann dir nur empfehlen...mach Therapie jetzt, söhn dich aus mit deinem Leben und deiner Herkunft, nenn dich um Himmels Willen nicht mehr Versagerin, schau ob du nicht vor lauter Ablehnung deiner Herkunft falschen Werten hinterherläufst.....
Wir Arbeiterkinder tendieren dazu, die Welt der Bildungsbürger und Akademiker zu idealisieren und übersehen, was in unserer eigenen Herkunftswelt gut und schön ist.
Ich empfehle auch ein Buch:
Weiblicher Narzissmus von Bärbel Wardetzki, darin wird gut erklärt warum man immer zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitslomplex als Frau schwankt, wenn frau kein stabiles Selbstwertgefühl hat...und deine Beiträge klingen für mich sehr danach, dass Dir das fehlen könnte..
Alles Gute!