hallo elala,
ich hab mich am anfang auch schwer getan, rauszugehen ... war eine kopfsache nach fast drei jahrzehnten als paar. immer hab ich drauf geachtet, wieviel paare rumlaufen und irgendwie gedacht, auf meiner stirn würde stehen: "single, weil verlassen worden"
mich hat es elend überwindung gekostet, überhaupt mal wo reinzugehen und eine tasse kaffee zu trinken. als ich das erste mal nach der trennung alleine was essen war abends, war ich unglaublich stolz auf mich. das waren übrigens dinge, die ich vor der trennung ziemlich gut alleine konnte und über die ich auch nicht groß nachgedacht habe.
meine abende hab ich mit spaziergängen verbracht oder bin zur volkshochschule. an meiner gibt es ziemlich viele sachen, die nur einen abend gehen. war mir recht, weil ganztags berufstätig, alleinerziehend mit zwei (fast) erwachsenen kids, die mit der situation auch zu kämpfen hatten und dem ganzen haushaltskram und ich mich nicht gleich über wochen hinweg zu irgendwas anmelden wollte. hinterher noch was trinken und ein nettes gespräch und schon war es ein netter abend.
ausserdem bin ich weiter zum yoga und einmal die woche mit einer freundin abends walken gegangen. das walken haben wir mittlerweile durch einen tanzkurs ersetzt.
aber es stimmt schon, es ist schwieriger jemanden kennenzulernen als früher. da war die situation einfach klarer. man wusste, wer single ist und wer nicht, der bekanntenkreis war größer und offener.
wichtig ist, dass du unterwegs bist und vielleicht irgendwann auch nicht mehr alleine.
lg
sabine