Sophie0505
Gast
Ein weiterer Punkt ist, dass er Alk. ist. Er trinkt (MINDESTENS!) 5 B. täglich, was in meinen Augen einfach zu viel ist. Er weiß selber, dass es viel ist, sieht das jedoch nicht wirklich als Problem, wobei wir darüber schon öfter gesprochen haben. Aufgrund seiner Abhängigkeit und seinem früh beginnenden Alk. (erstes B. um ca. 14 Uhr) ist das mit dem Auto fahren häufig eine Streitsache. Wenn wir wo eingeladen sind, bin immer ich diejenige, die fahren muss, nur damit er dann bei den Gästen B. trinken kann. Wir haben heute erst wieder gestritten, da wir morgen wo eingeladen sind und er sowieso immer davon ausgeht, dass ich fahre, er fragt mich garnicht. Ich vertrage keinen Alk. bzw. Spüre diesen sehr schnell, weshalb ich keinen Schluck trinke, wenn ich weiß, dass ich mit dem Auto unterwegs bin. Trotzdem genieße ich es manchmal, bei Freunden eventuell auch ein Glas Wein zu trinken. Dies ist mir aber leider nicht möglich, da sich mein Freund regelrecht sträubt, das Fahren zu übernehmen. Langsam habe ich keine Geduld mehr mit ihm. Ich habe das Gefühl ich bin zu einer Selbstverständlichkeit geworden, denn ich bin immer da, gehe einkaufen, führe ihn herum, befriedige ihn s.uell. manchmal glaube ich einfach er hat soetwas wie einen Mutter-Komplex. Seine Mutter ist bereits verstorben, war aber auch so nicht wirklich für ihn da, da sie selbst schwere Alk. war und auch physische Gewalt den Kindern gegenüber angewandt hat. Sein Vater hat ihn verstoßen, die Beiden wechseln seit einigen Monaten kein Wort mehr miteinander. Man kann also sagen, dass er aus seiner Kindheit einen Knacks weg hat.
Ich mag ihn wirklich sehr, aber das stört mich eben extrem. Dazu kommt noch, dass er eben so extrem faul ist, nie etwas unternehmen möchte, seine Wohnung tagelang nicht verlässt (wenn er grade frei hat), und das mit dem Alk. eben. Ich hatte anfangs da Gefühl wir passen so gut zusammen, und er behandelt mich sonst auch gut, aber ich weiß eben nicht ob ich damit klar komme. Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit seinem besten Freund und der meinte ebenfalls:" dein Freund ist halt sehr stur, also verändern lässt der sich auf keinen Fall." Das möchte ich eigentlich auch nicht, ihn verändern. aber es fällt mir trotzdem schwer diese Dinge einfach so hinzunehmen.
Wenn ich versuche, ihm meine Sichtweise näher zu bringen artet das Ganze meist im Streit aus, weil er nicht einsieht, was mein Problem ist. Er schiebt es dann auf meine "verrückten Phasen" und ist sich keiner Schuld bewusst. Ich fühle mich auch gerade im Streit nicht ernst genommen, und das macht mir sehr zu schaffen.
Ich würde dieser Beziehung gerne eine Chance geben, da ich mich bereits in ihn verliebt habe und mich eigentlich nicht trennen möchte.
So das war jetzt sehr lang, ich entschuldige mich dafür. Es tut einfach gut, mal alles loszuwerden und ich würde mich über einige Antworten und Ratschläge freuen! War von euch jemand vielleicht ebenfalls in so einer Situation? Was habt ihr getan? Hat die Beziehung eine Chance?
Vielen Dank!
Sophie