Ich hab ihn gesehen und sterbe gerade?!

Gastgastgast

Hallo liebes Forum,

akuter Schock: ich habe ihn getroffen. Er sieht gut aus, fröhlich und ich selbst bin so am Ende
Erstaunlich, wie man in solchen Situationen Skla. seines eigenen Körpers ist, ich habe gezittert wie Espenlaub! Bis ich mich an der Haltestelle hinsetzen konnte und losgeheult habe.
Es ist so banal, gestern dachte ich ehrlich noch, es wird endlich besser.
Und jetzt stehe ich da und es ist so schlimm wie am Anfang. Tja.
Es ist so ein fieses Flashback, wenn er auf einmal vor mir steht. Und es ist so absurd, sich kaum zu grüßen, weil man sich mal so nah war. Ich bin es so leid, dass mich das immer noch so fertig macht.
Kennt ihr das auch, da draußen?
Kann mir mal kurz jemand etwas aufbauendes sagen?

12.12.2014 17:34 • #1


calt100


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Ich begegne meiner Ex Freundin grußlos, wir grüßen uns beide nicht mehr, tun so als sei der jeweils andere Luft und ich sehe sie fast jeden Tag. Mittlerweile ist das so einprogrammiert wie dass ich mir Schuhe anziehe, wenn ich das Haus verlasse.

Alles worauf man nicht vorbereitet ist, reißt einen erst einmal spontan runter. Du wirst dich davon erholen. Und wenn du dich wieder stabil fühlst, setze dich mit dem Gedanken auseinander, dass du ihn vielleicht wieder irgendwo treffen könntest. Spiel die Situation durch, vorm Spiegel zu hause, konzentriere dich auf die Situation. Das hab ich zu hause gemacht, Sonntag Abend, weil ich keinen Plan hatte, wie ich meiner Ex im Büro begegnen soll. Ich hab viele Varianten probiert und es hilft.

Das System ist erprobt, Soldaten werden auf die Einsätze so vorbereitet, indem sie sie im Kopf durchspielen, der Vergleich hinkt aber man kann sich Teile davon abgucken.

Und wenn du dich stabil genug fühlst, spiele im Gedanken durch, dass du ihm mit einer neuen Frau begegnen wirst, .....

es darf dich nicht jede Situation und jeder nächste Schritt, den er weiter (er)lebt, herunterreißen und wieder auf den Nullpunkt setzen.

Es muss Dein Leben werden und Dein Leben sein. Mich beschäftigt das auch noch - aber in immer längeren Abständen immer weniger. Dein Leben muss von Dir weiter gelebt werden. Mach nicht den weit verbreiteten Fehler, dass Du sein Leben parallel mit lebst, denn das bringt dich nicht vorwärts.

12.12.2014 17:42 • #2


gastgastgast


Ich danke dir.
Das hat mir jetzt wirklich geholfen. Man muss sich gegen das ertrinken wehren.
Deswegen werde ich jetzt, wie geplant, noch rausgehen und nicht in meiner Bude zusammen sinken und weiter heulen (..das kann ich später immer noch).

"Mach nicht den weit verbreiteten Fehler, dass Du sein Leben parallel mit lebst, denn das bringt dich nicht vorwärts"

Das ist so wahr! Genau das mache ich aber und genau deshalb geht es nicht vorwärts. Ich verfolge sein Leben, anstatt mich um meins zu kümmern. Ein Automatismus, der mir nicht richtig bewusst war.

Dankeschön.

12.12.2014 17:50 • #3




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