Aprilrose
Gast
Das Gedicht von Heinz trifft es sehr gut. Es gibt auch ein schönes Zitat von Dostojevski:
"Einen Menschen zu lieben heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat."
Und das ist es doch. Wir werden nie erfahren, was unsere Horstis in uns gesehen haben. Und doch haben sie etwas in uns gesehen, denn sonst hätten sie nicht immer wieder den Kontakt zu uns gesucht. Und vielleicht war es ja auch einfach das: Sie haben gespürt, dass wir das in ihnen gesehen haben, was Gott mit ihnen meinte. Sie haben sich geliebt gefühlt. Und das hat sie angezogen. Und wird sie vielleicht auch immer weiter anziehen.
Das bedeutet aber nicht, dass wir deshalb vergessen sollten, wie Gott uns selbst gemeint hat. Und mit ein wenig mehr Selbstvertrauen liegt es doch ganz klar auf der Hand: Wir sind okay, wie wir sind. Zu jedem Zeitpunkt auf unserem Lebensweg handeln wir so, wie wir dazu in der Lage sind. Das beinhaltet doch auch Entwicklung und Selbsterkenntnis. Aber doch nicht, weil ein Anderer uns nicht so nehmen kann, wie wir sind. Sondern weil in uns selbst der Wunsch schlummern sollte, niemals stehenzubleiben, sondern wirklich immer weiter zu gehen, neuen Erfahrungen entgegen.
Auf diesem Weg begleiten uns einige einen langen Zeitraum. Andere kreuzen diesen Weg nur für einen kurzen Moment. Wieder andere möchten wir nicht gehen lassen und sehen doch frühzeitig am Horizont die Kreuzung, an der es heißt, Abschied zu nehmen.
Lassen wir uns doch einfach überraschen...
euch alle mal.