@verak
Zitat:Was ist das Ziel Deiner doch beachtlichen Rückmeldung an mich? Meinungsänderung, Überzeugungsversuch, ...?
Wie du bereits richtig erwähnt hast: HIer gibt es kein richtig und kein falsch. Von daher weder noch. Doch ich bin der Meinung, dass deine Vorgehensweise (mit dem Ex zu klären versuchen) eben dem TE nicht weiterhelfen wird, von daher spricht doch nichts dagegen zu diskutieren und im Endeffekt muss der TE doch eh entscheiden, welchen Weg er einschlägt.
Zitat:...so wie Du auch damit mehr oder minder Deine nun vehementer mir gegenüber ausdrücken möchtest... Ich habe nur den Eindruck, dass Du Dir durch meine Antwort eigentlich an die TE nun einfach bereitwillig einen Schuh schnappst.
Genau, es gibt Ansichten und jeder soll doch für seine Ansicht sein und diese auch mit Argumenten füttern dürfen. So wie du das bei deiner Ansicht tust, so gehe ich bei meiner Ansicht vor. Und ich schnappe mir sicherlich keinen Schuh...

Zitat:Beispielsweise habe ich nicht geschrieben, dass der Verlasser besser damit abschließen könne. Woher sollte ich das wissen?
Ist das nicht die Konsequenz aus deiner Aussage: "Es geht darum, dass man sich als Verlassene(r) häufig wie vor den Kopf geschlagen vorkommt, da der Andere ja einen Zeit- und Wissensvorsprung hat." Und ich habe das Gefühl du drehst mir ein bisschen das Wort im Mund herum. Auch ich habe nicht von besser, sondern schneller (wegen des Zeitvorsprungs) abschließen gesprochen. Zumindest habe ich nichts derartiges in meiner Antwort gefunden. Klar, kann der Verlasser nicht unbedingt besser abschließen und doch hat er einen Vorsprung...
Zitat:Weißt DU, wie lange ein Anderer leidet? Du kannst doch nur für Dich selbst sprechen. Dennoch lenkst Du oft den Blick auf ein "Massenphänomen", als ob es das verbindliche (repräsentative) Umfragen gäbe. Selbst Deine beiden Standpunkte - Verlasser wie auch Verlassener - sind Äpfel mit Birnen vergleichen. Es waren sicherlich nicht die selben Darsteller für beide Situationen, ein und dieselbe Situation und beides ohne jegliche Erfahrungen, oder?
Nein selbstverständlich schildere ich hier nur meine eigene Meinung... Das ist doch der Sinn dieses Forums, dass man anderen über eigene Erfahrungen berichtet, die man gemacht hat. Und falls du es nicht gesehen hast: Ich habe bei meiner Antwort stets geschrieben (siehe zweiter/letzter Satz u.a.), dass das MEINE Ansicht und MEINE Meinung zu dem Thema ist.
Zitat:Darüber hinaus leidet JEDER Mensch anders - das ist kein Alleinstellungsmerkmal für die betroffenen Beziehungspartner. Ich habe Menschen kennen gelernt, die litten Jahre - aber ganz still. Ich traf Menschen, die litten laut und kurz..., ...laut und lang... .
Vielleicht würde es die Sache etwas erleichtern, wenn du mit der Zitierfunktion arbeitest, ich weiß nie so recht auf welchen Satz du dich beziehst ;D Ich denke aber, dass ich nicht bestritten habe, dass jeder ander leidet. Selbstverständlich ist das so... Aber dennoch leidet jeder.
Zitat:Es geht mir auch nicht darum, dass ich fordere, jemand müsse rational an die Sache herangehen. Ich kann und möchte mich aber nicht nur emotional in einem solchen Thema beschränken und diese von mir gewünschte Distanz sollte man tolerieren.
Ich meine nur, dass das ja auch nicht möglich ist. Und hey, ich toleriere deine Ansicht doch, jetzt tu mal bitte nicht so, als ob ich deine Meinung hier unterdrücken will =D Du kannst doch diese Meinung haben wie du magst. Und dennoch meine ich, dass eine rationale Herangehensweise nicht möglich ist und diese Herangehensweise dem TE nicht unbedingt helfen wird. DU kannst ihm noch so oft sagen, wie hilfreich es sachlich betrachtet ist nicht an sie zu denken oder dass er nüchtern betrachtet das Gespräch suchen sollte. Meine Erfahrung ist nunmal, dass das trotzdem nicht klappt und Wunden aufreißen kann.
Zitat:Es fällt mir schwer, Dir im Argument der "Armseligkeit" zu folgen. Du übertreibst in der Art und Weise da sicherlich deutlich. Es gibt eine Menge verschiedener Gesprächsansätze.
Vielleicht übertreibe ich hier etwas... Und dennoch zeugt es nicht von einem Schritt nach Vorne in der Verarbeitung der Trennung, wenn man den Partner fragt, ob er es aus Liebe gefragt hat. Das zeigt dem Partner nur, dass man immer noch an der Trennung zu knabbern hat. Und ich weiß halt nicht, ob man sich selbst diese Blöße geben sollte.
Zitat:Mag sein, dass wir unterschiedliche Erfahrungen machten. Offenbar gehen wir die Dinge auch sehr unterschiedlich an. Wenn wir unterschiedlicher Meinungen sind, dann ist eben auch das so.
Das ist doch auch nicht schlecht. Jeder lernt durch seine eigenen Erfahrungen und jeder kann nur von seinen Erfahrungen berichten. Ob wir die Dinge nun unbedingt anders angehen weiß ich nicht, dazu kenne ich dich nicht.