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Ich kann Ihr den Seitensprung nicht verzeihen

Klamsi

Klamsi

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Hallo zusammen,
ich möchte mir hier etwas von der Seele reden und freue mich auf das ein oder andere Feedback.

Zu meiner Geschichte:
Meine Frau und ich sind seit sechs Jahren zusammen und haben vor anderthalb Jahren geheiratet.
Wir hatten es nicht immer ganz leicht, aber alles in allem führen wir eine sehr harmonische Beziehung.
Vor etwa dreieinhalb Jahren erkrankte ich dann an einer Angst und Panikstörung.
Diese Zeit war sehr schwer für meine Frau und für mich.

Ich habe mich sehr zurückgezogen und habe kaum noch jemanden an mich herangelassen.
Ende Dezember 2013 als ich zur Teilstationären Behandlung im Krankenhaus war, wollte meine Frau ein Gespräch mit mir führen. Aber dazu war ich nicht wirklich in der Lage.
Ab diesem Zeitpunkt herrschte für ca. zwei Wochen Funkstille zwischen uns.
Auch das gemeinsam geplante Sylvester wollte Sie nicht zusammen mit mir verbringen.

Im neuen Jahr besuchte Sie mich dann unverhofft. Was dann kam habe ich bis heute weder vergessen noch habe ich einen adäquaten Weg gefunden damit umzugehen.
Sie eröffnete mir, dass Sie jemanden kennengelernt habe und mit ihm auch bereits im Bett gewesen zu sein.
Für mich brach eine Welt zusammen.

Das alles ist jetzt etwa drei Jahre her. Anderthalb Jahre nach diesem Vorfall haben wir geheiratet. Eigentlich haben wir uns damals versprochen die Geschichte zu vergessen. Und hier liegt das Problem. Ich kann es nicht vergessen.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Seit einiger Zeit kommen mir immer wieder diese Gedanken. Warum hat Sie mir das angetan? Wie haben Sie es getan? Bin ich nicht gut genug für Sie? Ich spüre nur noch Wut bei diesen Gedanken. Es tut so unheimlich Weh, als wenn es erst gestern geschehen wäre.

Ich suche das Gespräch mit meiner Frau, Aber wenn ich sachlich mit Ihr darüber sprechen möchte, blockt Sie es ab und sagt, ich solle die Vergangenheit endlich ruhen lassen. Aber für mich ist es nicht so einfach. Es schlägt sich derzeit so auf meine Gesundheit, so das ich fürchte wieder in eine depression zu rutschen.
Es macht mich so unendlich traurig.

Ich liebe meine Frau und vor uns liegt im Grunde eine wirklich schöne Zukunft.
Aber wie kann ich diese Geschichte nur vergessen?

LG
Klamsi

28.11.2016 10:26 • #1


Ricky

Ricky


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Paartherapie und aufarbeiten. Wenn sie das nicht will, dann ist es Zeit weiterzuziehen. Ihr das auch so klarmachen, denn Du ruinierst gerade Deine seelische Gesundheit damit. Dann ist weder Dir noch ihr geholfen. Zumal ich mich auch fragen würde, wenn es Dich so sehr belastet, warum sie das nicht sieht oder sehen will? Weil sie nicht damit konfrontiert werden will, dass sie Sche*ße gebaut hat?

28.11.2016 10:34 • x 1 #2


Mairenn

Mairenn


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Reden hilft immer ganz gut, vorausgesetzt die Kommunikationspartner macht fair mit und stillt Dein Hunger nach Informationen.
Mir persönlich fällt es schwer die Haltung Deiner Frau zu rechtfertigen. Sie hat Dich in der Zeit der "Not" quasi hängenlassen und ist fremd gegangen. Auch wenn Du sie hast in der Phase nicht an Dich ranlassen können; du warst krank. Es war nicht klug zu heiraten, ohne vorher den Seelen- Basalt übers Bord geworfen zu haben.

Würde Dir auch eine Therapie vorschlagen. Paartherapie ist gut wenn es beide wollen. Unabhängig davon, es wäre nicht schlecht für dich einen Unparteiischen zu haben, mit dem DU für Dich diese Belastung aufarbeiten kannst.
Ferner würde ich Dir unterstützend die Einnahme von Aminosäuren vorschlagen. Die stärken Dich allgemein körperlich und psychisch. Bitte vorher den behandelnden Hausarzt konsultieren.

Alles wird gut! Auch das geht vorbei!

28.11.2016 10:55 • x 1 #3


Urmel_

Urmel_


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Zitat:
Sie hat Dich in der Zeit der "Not" quasi hängenlassen und ist fremd gegangen.


Ein Weg in einer Beziehung ist sicherlich immer die Trennung. Kann man immer machen.

Ich hatte in meinem Leben mal eine ähnliche Situation. Und auch in Einklang mit meinen anderen Beziehungserfahrungen (und Trennungen) kann ich folgende Komponente auch für Extremfälle (Krankheit) als wahr erachten:

Männer dürfen Schwäche nur aus einer Position der Stärke zeigen (in Kontext zu einer positiven Anziehungskraft).

Klar läuft nicht jede Frau (sofort) weg, wenn ein Mann krank ist. Aber es mindert die Anziehungskraft und wenn weitere Dynamiken, die eine Beziehung gefähren noch dazu kommen, dann ist die Trennung recht absehbar.

Deswegen würde ich empfehlen, wenn man als Mann mal eine miese Phase hatte, sich selbst aber wieder gerade bekommen hat, für den Moment den Tritt in die Nüsse auszuklammern und den Blick für den Moment nur auf die Beziehung und die Partnerin zu legen.

War die Beziehung sonst über lange Zeiträume super oder gab es andere Anzeichen dafür, dass Drama und Trennung in der Situation nur wahrscheinlich waren. Die Überlegung aber rational anzustellen, ist schwer. Aber nur weil es schwer ist, ist dieser Weg nicht falsch.

Um dies auf meine Situation anzuwenden: Ich hab den Tritt in die Nüsse bekommen und hab selber auch viel falsch gemacht, ABER, ich habe alle Regeln, die ich hier im Forum vertrete, ignoriert. Ich habe alle Red Flags ignoriert. Ich habe ignoriert, dass bereits vor der Sitaution die Partnerin schlicht ne Frau mit mieser Erziehung war.

Und der TE sollte, bevor er sich selbst mit dem einen gedanken kaputt macht, ganz genau anschauen, wie die Frau auf Jahresbasis als Partnerin gehandelt hat. Und darüber hinaus sollte er sich klar machen, dass seine Frau und jede andere Frau, auf Schwäche eines Mannes nicht mit steigender Anziehungskraft reagiert. Das Frauen nicht bedingungslos lieben.

Er kann sich also selbst zerfleischen oder seine Sicht der Welt justieren und erkennen, dass seine Frau keine Ausnahme der Regel ist. Das seine Frau sich trennen wird, wenn die Anziehungskraft erloschen ist.

Vielen Männern ist dies rational bewusst, aber emotional denken sie, dass ihre Frau die große Ausnahme ist. Dem ist nicht so. Je eher man sich als Mann davon verabschiedet, desto eher kann man bewusster die Weichen für eine Beziehung stellen, die beide Partner als sehr wertvoll und spannend erachten.

Und diesen letzten Punkt übersehen Frauen bei meine Anaylsen. Statt zu erkennen, dass es langfristig zu coolen Partnerschaften führt, bleiben sie, na, wo bleiben sie hängen? Bei dem Gedanken der Schuld (ganz abstrakt). Bei Emotionen. Und da liegt das Grundproblem, welches durch Demonstrieren statt Argumentieren ausgehebelt wird. Das Grundproblem, dass Emotionen nicht verhandelbar sind. Weil Emotionen ein elementarer Baustein des weiblichen Wesens sind, welches KURZFRISTIG (und sehr emotional!) Weichen stellt. Der Mann aber LANGFRISTIG planen muss. Dies ist ein Aspekt vom Yin und Yang der Geschlechter. Und deswegen fällt auch eine Beziehung in sich zusammen, wenn der Mann nicht stark ist. Weil dann seine ausgleichende Ruhe, seine Weitsicht (in Kontext zu EMotionen) fehlt. Und Frauen wissen dies instinktiv, denn Frauen wollen einen ruhenden Fels in der Brandung ihrer Emotionen. Einen Gegenpol.

28.11.2016 11:58 • x 2 #4


Random


Wenn Sie bestimmte Themen ausklammert, dann musst Du das akzeptieren.

Du kriegst das nicht gebacken und Sie kann Dir nicht mehr helfen.
Wenn Du wieder ins Loch fällst und das mit der alten "unaufgearbeiteten?" Sache erklärst, zeigt Sie Dir eh die rote Karte.

28.11.2016 12:55 • #5


Irrlicht


Zitat von Mairenn:
Mir persönlich fällt es schwer die Haltung Deiner Frau zu rechtfertigen.


Mir nicht . Sie hat das Gespräch gesucht und du hast es nicht zugelassen.
Sie hat die Affäre gestanden, sich zu dir bekannt und du hast ihr verziehen.
So habt ihr beide auf "Augenhöhe " geheiratet, denn verzeihen bedeutet einen Neuanfang ohne Altlasten.

Du merkst jetzt, dass die Heirat wohl doch etwas voreilig war, denn du hast es innerlich keineswegs verziehen. Ist nun aber nicht mehr zu ändern.

Dir bleibt nur ihr doch noch zu verzeihen und die Sache mit dir selbst auszumachen, eventuell mithilfe eines Psychotherapeuten.
Vielleicht ist sie ja doch bereit, mit dir darüber zu reden, vielleicht mithilfe einer Paartherapie, wenn sie willens ist eure Ehe zu retten. Auch sie muss erkennen, dass die Heirat übereilt war.

Ihre Schuld hast du ihr vergeben. Jetzt wieder auf ihrer Schuld herumzureiten ist extrem unfair, das hätte sofort geschehen müssen.

Und: Jeder hat das Recht, während einer Partnerschaft zu gehen, wenn er sich mit einer Krankheit des Partners überfordert sieht. Das ist kein "Hängenlassen", sondern es ist ehrlich. Vielleicht kam sie mit deiner Wesensveränderung nicht klar. Ihr ist vielleicht vorzuwerfen, dass sie nicht hartnäckig genug auf ein Gespräch mit dir bestanden hat, nachdem du sie abgewiesen hast.

Aber jetzt ist es so wie es ist. Entweder seid ihr beide bereit für eine Aufarbeitung oder dir bleibt die Trennung.

28.11.2016 12:58 • x 3 #6


Ricky

Ricky


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Zitat von Irrlicht:

Und: Jeder hat das Recht, während einer Partnerschaft zu gehen, wenn er sich mit einer Krankheit des Partners überfordert sieht. Das ist kein "Hängenlassen", sondern es ist ehrlich. Vielleicht kam sie mit deiner Wesensveränderung nicht klar. Ihr ist vielleicht vorzuwerfen, dass sie nicht hartnäckig genug auf ein Gespräch mit dir bestanden hat, nachdem du sie abgewiesen hast.


Sie ist aber nicht gegangen, sondern ist mit nem anderen ins Bett gehüpft. Und wie es kam, dass er ihr "verziehen" hat, ist dann halt die Frage. Mit der Hochzeit gebe ich Dir allerdings Recht. Das hätte wohl nicht sein dürfen. Fremdgehen belastet eben immer.

28.11.2016 13:05 • x 1 #7


Blanca

Blanca


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[Du warst vor 3,5 Jahren krank und in der Zeit hat Deine Frau Dich betrogen. 1,5 Jahre später hast Du sie trotzdem geheiratet und jetzt empfindest Du einerseits Wut, aber auch viel Liebe für sie.]
Zitat von Klamsi:
Eigentlich haben wir uns damals versprochen die Geschichte zu vergessen. Und hier liegt das Problem. Ich kann es nicht vergessen.

Zitat:
Ich suche das Gespräch mit meiner Frau, Aber wenn ich sachlich mit Ihr darüber sprechen möchte, blockt Sie es ab und sagt, ich solle die Vergangenheit endlich ruhen lassen.

Zitat:
ich fürchte wieder in eine depression zu rutschen.

Meines Erachtens ist ein ein Unding, sowas vergessen zu wollen bzw. man müßte sich eher Sorgen machen, wenn Du das könntest. Ein Seitensprung ist schließlich keine Kleinigkeit, sondern für viele Menschen so ein NoGo, das sie sich sofort konsequent voneinander trennen, wenn sie davon erfahren haben.

Worum es hier nur gehen kann, ist Verzeihen Deiner- und nachhaltiges Aufarbeiten der Ursachen Eurerseits.

Das wiederum setzt den beiderseitigen, festen Willen voraus, die Beziehung miteinander fortzusetzen und auch die Neubildung von (wiederzuverdienendem) Vertrauen. Außerdem muß in so einem Fall geklärt sein, was der Auslöser für die Affaire war und welche Hebel innerhalb der Ehe aktiviert werden können (ergo: müssen), damit es in ähnlichen Situationen nicht wieder soweit kommt (100%ige Garantie ausgeschlossen).

Einerseits kann ich verstehen, daß Deine Frau wenig Lust hat, sich drei Jahre nach diesem Vorfall immer noch mit der Nase in die Pfütze drücken zu lassen - zwar hast Du das nicht konkret getan, aber offenbar kommen schon Deine Gesprächsversuche bei ihr so an. Andererseits ist aber auch nicht hinzunehmen, daß sie sich weigert, Dein Problem als belastend für Eure Ehe wahrzunehmen und daher lieber alles beiseite zu schieben sucht.

In einer Ehe gehört sich der Satz "Das ist Dein Problem" nicht, wenn es etwas ist, das beide betrifft und nur von beiden gemeinsam gelöst werden kann. Allein wirst Du diese Situation nicht auflösen können, also muß sie da mit ran, ob es ihr nun gefallen mag oder nicht.

Allerdings kann ich dem Vorschreiber nur zustimmen, der Dir ans Herz legte, Euch um eine Paartherapie zu bemühen. Nachdem Deine Kommunikationsversuche bei ihr offenbar auf taube Ohren stoßen, macht der Ansatz einer neutralen Moderation ziemlich viel Sinn, denn da fühlt sie sich vielleicht weniger angegriffen und ist insofern offener dafür, Dir zuzuhören.

Hast Du ihr sowas mal vorgeschlagen? Wenn ja, wie reagiert sie darauf?

28.11.2016 13:58 • x 1 #8


mafa

mafa


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Wenn du es nicht vergessen kannst musst du dich trennen. Ganz einfach ... ich Zweifel dass man da irgendetwas aufarbeiten kann. Wenn sich etwas im Gehirn festgefressen hat, bestimmte Dinge bleiben da und fordern einen auf für eine Änderung die man aber nur nicht wahrhaben will ... Schuldzuweisungen ändern eh nichts mehr an dem was jetzt ist

28.11.2016 14:04 • x 1 #9


Irrlicht


quote="Ricky"]
Sie ist aber nicht gegangen, sondern ist mit nem anderen ins Bett gehüpft. [/quote]

Ganz bestimmt nicht der optimale Weg sich aus einer nicht mehr passenden Beziehung zu lösen, aber leider ein sehr gängiger. ... Und sie hat sich zeitnah an ihn gewandt um das Gespräch zu suchen.
Vielleicht um sich zu trennen?
Vielleicht um zu gestehen?

Wir waren nicht dabei. Tatsache ist, dass sich beide entschlossen h.
aben die Partnerschaft fortzuführen. Sie hat ihn insofern nicht hintergangen und Klamsi war im Bilde

Jetzt macht es wenig Sinn auf der "Schuldfrage" rumzureiten. Wenn beiden an der Weiterführung der Beziehung interessiert sind, sollten auch beide bereit sein aufeinander zu zu gehen. Am besten mit professioneller Hilfe.

28.11.2016 14:14 • #10


Vegetari

Vegetari


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Zitat von Klamsi:
Ich kann es nicht vergessen.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Seit einiger Zeit kommen mir immer wieder diese Gedanken. Warum hat Sie mir das angetan? Wie haben Sie es getan? Bin ich nicht gut genug für Sie? Ich spüre nur noch Wut bei diesen Gedanken. Es tut so unheimlich Weh, als wenn es erst gestern geschehen wäre.


Hallo Klamsi,
Deine Frau war wohl damals mit Dir und Deiner Depression überfordert und wurde zwischenzeitlich in ihrer Not von einem anderen Mann aufgefangen. Mehr als Auffangen , Trost und endlich nimmt mich jemand wahr... war da wohl nicht in der kurzen Affäre. Jedenfalls spielte diese Affäre dann doch keine große Rolle mehr für Deine Frau und ihr habt euch bewusst füreinander entschieden. Für Deine Frau ist alles klar, sie hat sich für Dich entschieden !
So kanst Du es auch im Nachhinein positiv bewerten, durch den Chrash der affäre hat sich eure Beziehung sogar nacher verbessert und ihr habt geheiratet. Wer weiss , ob es ohne Affäre möglich gewesen wäre?


Da Du aufgrund Deiner Vorgeschichte zu Angst -Panikattaken und Depression neigst, neigst Du auch wohl zu solchen Kathastrophengedanken. Was die beiden damals im Bett miteinander hatten , sollte Dich nicht interessieren. Da sollte die Tür zugemacht werden! Ich wurde m.E. sehr hart von meinem Mann betrogen, heute nähern wir uns wieder an, ich habe beschlossen, all das aus der Vergangenheit mit der Affäre was uns als Paar betrifft, darüber sollten wir reden. Aber was die damals intim zusammengemacht haben , ihr Affärenleben sollte mich nicht interessieren!

Wenn du diese Dämonen nicht mehr aus deinem Kopf bekommst, würde ich Dir Psychotherapie empfehlen mit EMDR ( Traumatherapie, damit Du diese Bilder aus dem kopf bekommst! ) Deine Frau kann dich diesbezüglich nicht auffangen , damit ist sie überfordert. Eine Therapie wäre für Dich empfehlenswert!

28.11.2016 14:32 • x 3 #11


Ricky

Ricky


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Zitat von Irrlicht:

Ganz bestimmt nicht der optimale Weg sich aus einer nicht mehr passenden Beziehung zu lösen, aber leider ein sehr gängiger. ... Und sie hat sich zeitnah an ihn gewandt um das Gespräch zu suchen.
Vielleicht um sich zu trennen?
Vielleicht um zu gestehen?

Wir waren nicht dabei. Tatsache ist, dass sich beide entschlossen h.
aben die Partnerschaft fortzuführen. Sie hat ihn insofern nicht hintergangen und Klamsi war im Bilde

Jetzt macht es wenig Sinn auf der "Schuldfrage" rumzureiten. Wenn beiden an der Weiterführung der Beziehung interessiert sind, sollten auch beide bereit sein aufeinander zu zu gehen. Am besten mit professioneller Hilfe.


Ähm? Nichts Anderes habe ich doch gesagt. Du kamst mit der "Unfair"-Nummer, ABER... wenn es in ihm immer noch emotional so rumort, dann ist es doch bei Frauen auch nie der Faktor "unfair", der da mitspielt. Dann ist es eben ein: "Ich empfinde es so". Und er empfindet es so. Also... SIE ist die Partnerin, die ihn betrogen hat, sagt dann er solle das endlich ruhen lassen. Wenn er sagt, dass er das nicht kann, sollte sie dann nicht als Partnerin zumindest noch so flexibel sein eine Paartherapie einzugehen?

Und wenn sie das nicht will. Was dann? Dann soll er es runterschlucken, damit es ihm noch schlechter geht? Und alleine in die Therapie gehen, obschon er da einfach nur Klarheit von ihr will?

Sorry, I doubt that.

28.11.2016 15:53 • x 2 #12


Urmel_

Urmel_


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Zitat:
Wenn er sagt, dass er das nicht kann, sollte sie dann nicht als Partnerin zumindest noch so flexibel sein eine Paartherapie einzugehen?


Wenn Anziehungskraft das Problem in einer Partnerschaft ist, dann kann man als Mann diese grundsätzlich vergessen.

Denn: Gefühle sind nicht verhandelbar.

Jaja, ich weiß, ein Zeichen setzen und so. Ist BS, weil es nur auf nochmehr von den guten Taten hinausläuft.

Eine sehr häufige Variante ist, mit Hilfe einer Paartherapie den Mann zu reparieren. Er muss ja kaputt sein, wenn er nicht dem Wunsch der Frau entspricht, jetzt sofort zu heiraten, sofort ein Kind zu haben....

Und was machen die Männer heute? Steigen voll und ganz darauf ein (ohne die Abläufe zu hinterfragen!). Da wird sich noch nimmer getraut die Motive zu hinterfragen! Und macht man es doch, wird man als "kaputt" dargestellt. Was wiederum nur eine andere Form von Schuldgefühlen ist.

Bei der Dame des TEs sind überigens eher Scham denn Schuldgefühle im Spiel. Scham, dass dieses Thema ihre weiße Weste erneut beschmutzt. Was aber für die Emotionen im tiefergreifenden Momentum antreibt ist der erneute Zweifel am TE, am Mann. Weil er schon wieder so unsicher wird, dass er sich sogar durch ehemalige Konkurrenz verunsichern lässt. Das killt die ANziehungskraft, das macht Frauen wütend!

28.11.2016 17:16 • x 1 #13


Blanca

Blanca


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Zitat von Urmel_:
Wenn Anziehungskraft das Problem in einer Partnerschaft ist, dann kann man als Mann diese grundsätzlich vergessen.

Als Frau oder als Zwitter auch. Da wird dann höchstens noch 'ne nette WG draus - was ab einem gewissen Alter auch nicht das Schlechteste ist.

Zitat:
Denn: Gefühle sind nicht verhandelbar.

Eben.

28.11.2016 17:26 • x 2 #14


Blanca

Blanca


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Zitat von Irrlicht:
Jetzt macht es wenig Sinn auf der "Schuldfrage" rumzureiten.

Ich hatte bislang nicht den Eindruck, daß der TE dies tut bzw. vorhat?

28.11.2016 17:29 • x 1 #15




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