Zitat von ma24: ich glaube nicht, dass sie das sieht
Aber ist das dann nicht sogar noch schlimmer?
Das heißt ja, dass sie
dich überhaupt nicht sieht.
Sie ist zufrieden und bemerkt nicht, dass du neben ihr unglücklich bist.
Wobei es ja nun wirklich kein Hexenwerk wäre, sich das denken zu können, oder? Selbst, wenn du es ihr nicht explizit gesagt hast. Nur die allerwenigsten Menschen möchten dauerhaft ohne emotionale, geistige und körperliche Nähe leben. Von den fehlenden gemeinsamen Unternehmungen mal ganz zu schweigen.
Zitat von ma24: Ich meine nur, dass meine Neigung zur emotionalen Abhängigkeit die jetzt bestehende Situation mit herbeigeführt hat.
Das verstehe ich sehr gut. Es ist eine Erklärung dafür, wie du da hineingeraten bist.
Und was kann dich deiner Meinung nach wieder herausführen?
Denn nichts ist in Stein gemeißelt. Auch Kindheitsprägungen müssen dich nicht ein Leben lang leiten.
Zitat von ma24: Auch meine Frau hat in gewisser Weise auch diese "Mutter" - Funktion.
Und auch das ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn sie diese Funktion in manchen Bereichen hat, dann ist es an dir, dich von ihr abzunabeln.
Oder willst du auf ewig in der Rolle verharren?
Wann willst du etwas ändern, wenn nicht jetzt, da du das Problem doch offenbar sogar schon erkannt hast?
Ist dir übrigens aufgefallen, dass du auf meine Frage nach deinen übermäßigen Schuldgefühlen überhaupt nicht eingegangen bist?
Ich nenne sie übermäßig, weil du meiner Ansicht nach nichts anstrebst, was völlig drüber wäre und wofür du überhaupt Schuldgefühle haben musst.
Du bist emotional am Verhungern, du möchtest so nicht mehr leben und du hast ein paar Minimalbedürfnisse nach Nähe.
Deine Frau will oder kann dir das nicht geben.
Es gibt nicht den geringsten Grund Schuldgefühle zu haben, wenn du dein Leben dergestalt ändern möchtest, dass diese Minimalbedürfnisse erfüllt werden.
Ich frage also noch einmal: Wieso hast du so ein unverhältnismäßig schlechtes Gewissen?