Lisa85
Gast
ich führe schon seit ein paar Jahren eine Beziehung, wenn man es so nennen möchte, mit einem
verheirateten Mann. Er hat am Anfang gleich gesagt, das er eine Frau hat. War ich eh schon über beide Ohre seit Monaten in Ihn verliebt, das kann man sich nicht aussuchen. Er hätte mir da alles erzählen
können, wäre lächelnd mit Ihm gezogen. Nun ja. das war hier schon oft Thema (Moral & Anstand), das muss an der Stelle auch nicht wieder durchgekaut werden. Ich will darüber auch nicht "jammern".
Das es so ist, haben wir beide entschieden.
Er tut wirklich viel dafür, das es mir gut geht, nimmt sich Zeit. Wir verstehen uns,haben die gleichen
Interessen , können ewig reden und ,wenn wir zusammen sind fühl ich mich zuhause.Wir sehen uns eigentlich mind. 5-6 Tage die Woche,auch mal spontan.
Mein Problem bei der Sache sind aber die kleinen "Kränkungen" ,die so ein Leben als Zweitbeziehung so mit sich bringt. Ich weiss worauf ich mich eingelassen habe, ich kann aber nicht leugnen, das mich vieles verletzt. Wenn ich weiss, das er erst mit seiner Frau nen Ausflug ins Grüne macht ,und dann kommt er zu mir und "ich bin dran" . So kleine Tritte in die Magengegend. Ich stau das alles innerlich immer auf
und könnte Ihm so viel sagen, was mir nicht passt,was er sein soll - und wenn er fragt was los ist kommt keine Wut oder Traurigkeit sondern ich bekomme einen riese Kloß im Hals und behaupte es ist nichts. Ich kann das nicht, habe noch nie geweint,wenn er im Raum ist, immer sofort Gespäche abgebrochen, wenn ich gemerkt habe , das ich emotional werde. Ich "schmolle" dann in seinen Augen
und er hat keinen Plan was er gemacht hat, wie auch. Wenn ich so drauf bin ist das einfach eine riesen Ansammlung an Kleigkeiten, die für Ihn warscheinlich lächerlich sind.
Ich verlier so langsam meine Freude an Dingen wie gemeinsam essen gehen, weil ich nicht weiß warum wir es tun. Um was zu festigen, was zu halten, was zu feiern?
Ich fühle mich wie irgendwie wie im Film "Täglich Grüßt das Murmeltier" , der Tag kann so schön,intensiv und ereignisreich sein wie er will - wenn am nächsten Morgen der Wecker klingelt ist rein garnichts in meinem (Liebes)leben vorwärts gegangen. Ich würde einfach so gerne mal wirklich offen mit Ihm darüber reden und "schwach" sein, aber ich finde keinen Ansatz. Für Ihn kommt das irgendwie völlig aus dem Zusammenhang ,dabei grübel ich schon seit Monaten vor mich hin. Hat jemand Ansätze ,wie man über den eigenen Schatten springen kann? Den knoten aus dem Hals/Bauch bekommt?
hier lesen hilft immerhin bei meiner selbstreflektion.vielleicht hilft es ja meine Gedanken auch mal in Worte fassen zu können. Wenn ich schon nicht weiß was ich will, wie soll er es dann..