S
sternchen33
Gast
Hallo Ihr Lieben!
Ich lese auch schon eine Weile hier mit und leide und trauere mit Euch.
Ich habe mich nun entschlossen, meine Geschichte zu schreiben, obwohl sie in ähnlicher Form sicher schon hunderte Male hier geschrieben wurde. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch mir jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen würde!
Ich bin seit 4 Wochen auch eine Getrennt-Lebende. Und es ist die Hölle!
Ich war mit meinem Mann über 10 Jahre zusammen, davon 7 verheiratet. Es lief leider schon die letzten 2 Jahre nicht mehr so gut, da er sich mit Begeisterung in ein neues Hobby stürzte, welches ich nicht teile. Er hatte immer weniger Zeit für mich und nahm auch kaum Rücksicht auf meine Bedürfnisse.
Dann heuer, Anfang des Jahres bekam er gesundheitliche Probleme. Aufgrund eines erhöhten Blutdruckes hat er sich zu einem Hypochonder entwickelt. Es ging soweit, dass er Antidepressiva nehmen musste um diese Ängste vor Krankheiten, Herzinfarkt etc. in den Griff zu bekommen. Diese Zeit war für mich sehr anstrengend, da ich ihn eigentlich immer mit Samthandschuhen anfassen musste. Von da an hat er sich total verändert. Er war nur noch unterwegs immer in dem Glauben, jeden Tag das möglichst beste für seine Gesundheit zu tun. Ich war nur noch nebensächlich. Er ist total egoistisch geworden und hat sich nur noch um sich selbst und sein Wohlergehen gekümmert.
Ich habe oft versucht mit ihm zu reden, dass ich über diese Entwicklung so traurig bin und dass mir so vieles fehlt in unserer Beziehung. Da bekam ich immer nur zu hören, dass ich neidisch bin und ihm nichts gönne.
Er hat mich soviel alleine gelassen, dass ich dann auch eifersüchtig wurde. Was wiederum zu Streit führte. Er hat mir aber geschworen, dass es keine Andere gibt. Ich hoffe es. Sonst wäre es für mich noch schlimmer zu ertragen.
Ich habe mir sehr viel von ihm gefallen lassen, warscheinlich weil ich ihn einfach noch so sehr liebe.
Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass er dann nach ein paar Monaten das Antidepressiva einfach abgesetzt hat oder ob er da schon nicht mehr glücklich mit mir war. Jedenfalls von da an ging es bergab. Wir haben nur noch gestritten, manchmal wurde es richtig heftig.
Ich habe mich immer wieder zu verbiegen versucht, weil ich es ihm nur recht machen wollte. Aber manchmal nahm einfach die Wut überhand und ich hab ihn mit Vorwürfen überschüttet.
Zuletzt war es so, dass er sich immer mehr von mir zurückgezogen hat.
Ich habe ihn gefragt was los ist und er sagte mir dann vor 4 Wochen, dass er nicht weiss, wie es mit uns weitergehen soll. Er könne nachts neben mir nicht mehr schlafen, weil er immer Angst habe, ich würde ihm gleich wieder alles Mögliche vorwerfen. Er sagte, er ist schon nervös, wenn er von der Arbeit heimfährt und weiss, er trifft gleich auf mich. Weil ich ihn immer so fertig mache. (Dabei wollte ich doch nur, dass unsere Ehe für mich auch schön ist). Es ist ihm unangenehm von mir berührt zu werden. Seine Gefühle wären abgekühlt. Er glaube nicht, dass es mit uns noch eine Zukunft hat usw.
Ich war wie gelähmt. Nach 3 Tagen Schockzustand habe ich ihn dann rausgeworfen. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen, mit ihm unter einem Dach zu wohnen und zu wissen, dass er mich nicht mehr liebt. Bis er eine neue Wohnung hatte, hat er auf einem Campingplatz campiert. Er war natürlich zu stolz, zu seinen Eltern zu gehen, wo er ein Zimmer hat. Es soll ja auch niemand von seinen Problemen wissen. Er ist einfach so verdammt stolz.
Vor einer Woche hat er seine Sachen hier abgeholt. Er hat dann auch gesagt, dass er jetzt erst gemerkt hat, dass er sich in unserer Wohnung immer nur als Gast gefühlt hat und das er gerne etwas eigenes haben möchte. Warum hat er nie mit mir darüber geredet? Ich hab doch gemerkt, dass er sich hier nicht wohlfühlt. Hab es sogar mehrmals erwähnt....
Als er seine Sachen packte, hat er dann geheult und so Sachen gesagt wie "Ich hab uns noch nicht abgeschrieben" oder "vielleicht können wir irgendwann mal wieder" und unser Hochzeitsbild hat er auch mitgenommen. Ich konnte an diesem Abend keinen klaren Gedanken mehr fassen und hab nur geweint. Stundenlang.... Warum sagt er solche Sachen? Soll ich jetzt hier sitzen und warten, bis er weiss, was er will. Warum sagt er nicht einfach, dass er mich nicht mehr liebt? Mir so Bröckchen hinzuwerfen ist echt fies. Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr!
Ich weiss vom Kopf her eigentlich, dass er nicht gut für mich ist. Dass ich jemanden verdient habe, der mich besser behandelt und auch mal auf meine Bedürfnisse eingeht. Nur mein Herz weiss bzw. will es nicht wahrhaben.
Es ist jeden Tag ein Auf und Ab an Gefühlen. Ich würde gerne wissen, wo ich grad in meiner Verarbeitung stehe. An manchen Tagen denke ich, dass das alles nur ein Albtraum ist, dann denke ich wieder ich bin so besser dran. Ich vermisse ihn so schrecklich. Und ich kann einfach nicht aufhören mir zu sagen, dass er bestimmt bald zurückkommt. Dabei will ich das nicht glauben. Ich möchte mich von ihm lösen können, sonst ist die Enttäuschung später nochmal so groß. Ich weiss nur nicht wie!
Letzte Woche war ich bei meiner Ärztin, mir wurde eine mittel-schwere Depression diagnostiziert. Ich nehme nun ein hochdosiertes Johanniskraut ein.
Ich habe ihn sofort bei Facebook blockiert und alle unsere Chats und SMS-Verläufe der letzten Jahre gelöscht. Das ist mir nicht mal schwergefallen.
Ich traue mich kaum aus der Wohnung, weil ich immer Angst habe, ihm irgendwo zu begegnen. Wird das jemals wieder anders sein?
Ich möchte so gerne wieder unbeschwert sein. Ich denke ständig nur an ihn. Was er wohl macht?
Warum kann ich nicht wütend sein? Er hat mich so oft vor den Kopf gestossen!
Habe in diesen 4 Wochen 8 Kilo abgenommen. Alles ist so anstrengend. Dabei muss ich funktionieren. Ich habe einen 13jährigen Sohn, für ihn muss ich stark sein. Aber wie soll ich das, wenn ich an manchen Tagen kaum aus dem Bett komme?
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute, denen es ähnlich geht und die mir ein wenig über die schwere Zeit hinweg helfen. Ich wäre wirklich dankbar!
LG
Ich lese auch schon eine Weile hier mit und leide und trauere mit Euch.
Ich habe mich nun entschlossen, meine Geschichte zu schreiben, obwohl sie in ähnlicher Form sicher schon hunderte Male hier geschrieben wurde. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch mir jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen würde!
Ich bin seit 4 Wochen auch eine Getrennt-Lebende. Und es ist die Hölle!
Ich war mit meinem Mann über 10 Jahre zusammen, davon 7 verheiratet. Es lief leider schon die letzten 2 Jahre nicht mehr so gut, da er sich mit Begeisterung in ein neues Hobby stürzte, welches ich nicht teile. Er hatte immer weniger Zeit für mich und nahm auch kaum Rücksicht auf meine Bedürfnisse.
Dann heuer, Anfang des Jahres bekam er gesundheitliche Probleme. Aufgrund eines erhöhten Blutdruckes hat er sich zu einem Hypochonder entwickelt. Es ging soweit, dass er Antidepressiva nehmen musste um diese Ängste vor Krankheiten, Herzinfarkt etc. in den Griff zu bekommen. Diese Zeit war für mich sehr anstrengend, da ich ihn eigentlich immer mit Samthandschuhen anfassen musste. Von da an hat er sich total verändert. Er war nur noch unterwegs immer in dem Glauben, jeden Tag das möglichst beste für seine Gesundheit zu tun. Ich war nur noch nebensächlich. Er ist total egoistisch geworden und hat sich nur noch um sich selbst und sein Wohlergehen gekümmert.
Ich habe oft versucht mit ihm zu reden, dass ich über diese Entwicklung so traurig bin und dass mir so vieles fehlt in unserer Beziehung. Da bekam ich immer nur zu hören, dass ich neidisch bin und ihm nichts gönne.
Er hat mich soviel alleine gelassen, dass ich dann auch eifersüchtig wurde. Was wiederum zu Streit führte. Er hat mir aber geschworen, dass es keine Andere gibt. Ich hoffe es. Sonst wäre es für mich noch schlimmer zu ertragen.
Ich habe mir sehr viel von ihm gefallen lassen, warscheinlich weil ich ihn einfach noch so sehr liebe.
Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass er dann nach ein paar Monaten das Antidepressiva einfach abgesetzt hat oder ob er da schon nicht mehr glücklich mit mir war. Jedenfalls von da an ging es bergab. Wir haben nur noch gestritten, manchmal wurde es richtig heftig.
Ich habe mich immer wieder zu verbiegen versucht, weil ich es ihm nur recht machen wollte. Aber manchmal nahm einfach die Wut überhand und ich hab ihn mit Vorwürfen überschüttet.
Zuletzt war es so, dass er sich immer mehr von mir zurückgezogen hat.
Ich habe ihn gefragt was los ist und er sagte mir dann vor 4 Wochen, dass er nicht weiss, wie es mit uns weitergehen soll. Er könne nachts neben mir nicht mehr schlafen, weil er immer Angst habe, ich würde ihm gleich wieder alles Mögliche vorwerfen. Er sagte, er ist schon nervös, wenn er von der Arbeit heimfährt und weiss, er trifft gleich auf mich. Weil ich ihn immer so fertig mache. (Dabei wollte ich doch nur, dass unsere Ehe für mich auch schön ist). Es ist ihm unangenehm von mir berührt zu werden. Seine Gefühle wären abgekühlt. Er glaube nicht, dass es mit uns noch eine Zukunft hat usw.
Ich war wie gelähmt. Nach 3 Tagen Schockzustand habe ich ihn dann rausgeworfen. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen, mit ihm unter einem Dach zu wohnen und zu wissen, dass er mich nicht mehr liebt. Bis er eine neue Wohnung hatte, hat er auf einem Campingplatz campiert. Er war natürlich zu stolz, zu seinen Eltern zu gehen, wo er ein Zimmer hat. Es soll ja auch niemand von seinen Problemen wissen. Er ist einfach so verdammt stolz.
Vor einer Woche hat er seine Sachen hier abgeholt. Er hat dann auch gesagt, dass er jetzt erst gemerkt hat, dass er sich in unserer Wohnung immer nur als Gast gefühlt hat und das er gerne etwas eigenes haben möchte. Warum hat er nie mit mir darüber geredet? Ich hab doch gemerkt, dass er sich hier nicht wohlfühlt. Hab es sogar mehrmals erwähnt....
Als er seine Sachen packte, hat er dann geheult und so Sachen gesagt wie "Ich hab uns noch nicht abgeschrieben" oder "vielleicht können wir irgendwann mal wieder" und unser Hochzeitsbild hat er auch mitgenommen. Ich konnte an diesem Abend keinen klaren Gedanken mehr fassen und hab nur geweint. Stundenlang.... Warum sagt er solche Sachen? Soll ich jetzt hier sitzen und warten, bis er weiss, was er will. Warum sagt er nicht einfach, dass er mich nicht mehr liebt? Mir so Bröckchen hinzuwerfen ist echt fies. Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr!
Ich weiss vom Kopf her eigentlich, dass er nicht gut für mich ist. Dass ich jemanden verdient habe, der mich besser behandelt und auch mal auf meine Bedürfnisse eingeht. Nur mein Herz weiss bzw. will es nicht wahrhaben.
Es ist jeden Tag ein Auf und Ab an Gefühlen. Ich würde gerne wissen, wo ich grad in meiner Verarbeitung stehe. An manchen Tagen denke ich, dass das alles nur ein Albtraum ist, dann denke ich wieder ich bin so besser dran. Ich vermisse ihn so schrecklich. Und ich kann einfach nicht aufhören mir zu sagen, dass er bestimmt bald zurückkommt. Dabei will ich das nicht glauben. Ich möchte mich von ihm lösen können, sonst ist die Enttäuschung später nochmal so groß. Ich weiss nur nicht wie!
Letzte Woche war ich bei meiner Ärztin, mir wurde eine mittel-schwere Depression diagnostiziert. Ich nehme nun ein hochdosiertes Johanniskraut ein.
Ich habe ihn sofort bei Facebook blockiert und alle unsere Chats und SMS-Verläufe der letzten Jahre gelöscht. Das ist mir nicht mal schwergefallen.
Ich traue mich kaum aus der Wohnung, weil ich immer Angst habe, ihm irgendwo zu begegnen. Wird das jemals wieder anders sein?
Ich möchte so gerne wieder unbeschwert sein. Ich denke ständig nur an ihn. Was er wohl macht?
Warum kann ich nicht wütend sein? Er hat mich so oft vor den Kopf gestossen!
Habe in diesen 4 Wochen 8 Kilo abgenommen. Alles ist so anstrengend. Dabei muss ich funktionieren. Ich habe einen 13jährigen Sohn, für ihn muss ich stark sein. Aber wie soll ich das, wenn ich an manchen Tagen kaum aus dem Bett komme?
Vielleicht gibt es hier ein paar Leute, denen es ähnlich geht und die mir ein wenig über die schwere Zeit hinweg helfen. Ich wäre wirklich dankbar!
LG
