Satine
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Danke, danke, danke! Deine Worte sind einfach immer eine Wohltat.
Der Song "Nichts tut für immer weh" ist übrigens von "Elif". Ich habe mir vor einiger Zeit das ganze Album gekauft, weil ich sie bei "Ina's Nacht" gesehen habe. Tolle Musik und sehr reif für ihr Alter, finde ich. Hör mal rein. Vielleicht gefällt sie dir auch.
@Paulie:
Da kann ich mich nur anschließen ... Du klingst sehr positiv! Weitermachen!
@Eva:
Na, Wellness genossen? Ich könnte das auch mal wieder vertragen, glaube ich. Vielleicht mache ich das mal an dem Wochenende im September, wenn mein Sohnemann beim Papa ist. Haben hier ein schönes Fitness-/Wellnesstempel mit Sauna, Dampfbad, orientalischem Ruheraum, Swimmingpool ... hab ich früher öfter mal gemacht. Kostet zwar auch ne gute Stange Geld pro Tag, aber man gönnt sich ja sonst nix.
@Stupid13:
Ja, stimmt. Du klingst auch wirklich sehr positiv. Das freut mich sehr. Du auch ... bitte weitermachen!
@Susel:
Wie Du Dich verhalten sollst? Lächle und schweige.
Versuche nicht, Dir Hoffnungen zu machen. Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan. Aber nur, weil er Dir erzählt, dass die Next eifersüchtig auf Dich ist (es muss dafür übrigens keinen Grund geben, denn manche Menschen sind auch grundlos eifersüchtig), heißt es nicht, dass er zu Dir zurück will. Sorry, dass ich das so ehrlich sage. Darüber brauchst und solltest Du Dir jetzt keine Gedanken machen. Nix reininterpretieren. Du machst Dich nur verrückt. Wenn er Dich wirklich zurückhaben will, wird er es Dir vermutlich eindeutig zeigen bzw. sagen. Nur sowas dahin sabbeln reicht nicht.
Mein Update:
Ich habe meinen Sohn ja gestern früher von der Kita abgeholt. Er hatte wohl 37.5 °C und mittags wenig gegessen. Außerdem hat er ziemlich geröchelt beim Mittagsschlaf und auch unruhig geschlafen. Als ich ihn abgeholt habe, habe ich mich seit langem mal wieder so richtig glücklich gefühlt. Warum? Na ja, ich habe meinen Sohn Freitag Morgen in die Kita gebracht und seitdem ja nicht mehr gesehen. Er mich ja nun auch nicht. Ich glaube, er hat mich arg vermisst. Er war gerade im Bewegungsraum als ich kam. Ich stand da die ganze Zeit und habe mich mit der Erzieherin unterhalten. Er spielte mit Bällen und war sehr fröhlich dabei. Mich hat er gar nicht bemerkt. Irgendwann rief ich ihn. Er hörte mich nicht. Dann flüsterte ihm eine Erzieherin etwas ins Ohr und er schaute sofort zur Tür. Dann sah er mich. Ich glaube, ich habe meinen Sohn noch nie so glücklich und freudig gesehen. Er strahlte sofort über das ganze Gesicht und rief gleich "Mama". Dann wollte er zu mir laufen, musste dabei aber einige Hindernisse umlaufen. Das sah so süß aus! Und zwischendrin rief er immer wieder "Mama" und schaute zu mir. Dann stürzte er sich in meine Arme. Oh Gott, was war das für ein schönes Gefühl! Jetzt, wo ich es schreibe, bekomme ich einen dicken fetten Kloß im Hals. Mir wird gerade klar, glaube ich, wie sehr ich meine Gedanken und meine Gefühle an meinen Ex gerichtet und meinen Sohn damit vernachlässigt habe. Nicht, dass es ihm schlecht ging, aber ... ich denke ... ich habe ihn nicht mehr richtig wahrgenommen, weil mein Kopf und mein Herz mit so vielen anderen Dingen gefüllt war. Jetzt ist wieder Platz und mein Herz sprudelt einfach über. Unglaublich! Ich habe ihn halt auch sehr vermisst, das ist mir aber erst in dem Moment klar geworden.
Wir waren dann noch kurz einkaufen. Es war so lustig. Er war so süß, hat die ganze Zeit gequatscht. An der Wursttheke gab es auch noch ein Würstchen und an der Kasse hat sich die Kassiererin offensichtlich in ihn verliebt. Er war aber auch wirklich Zucker.
Zu Hause angekommen ... habe ich die Tür aufgeschlossen und ihm den Vortritt gelassen. Es war ja das erste Mal für ihn in der neuen Wohnung mit "Möbeln". Er war neugierig, lief auch gleich los. Ich dirigierte ihn in sein Zimmer und fragte ihn, wo sein "Bär" sei. Er sah ihn, freute sich, zeigte auf ihn und sagte "da!" Dann ging er zur Fensterbank (die ist ganz niedrig, wirklich super für ihn, so kann er rausschauen), sah seine Holzeisenbahn und sagte "oooh!". Und was soll ich sagen? Er fing sofort an zu spielen! Es war großartig. Ich habe mich tierisch gefreut.
Nachmittags hatte er dann 38,5 °C, war aber trotzdem relativ fit. Die Nase läuft halt. Sonst nix. Abendbrot hat er auch gegessen. Dann habe ich ihn abends bettfertig gemacht, Fieber gemessen (nur noch 37.5 °C) und dann ins Bett gepackt. Ich hatte mich rein vorsorglich schon auf eine unruhige Nacht einstellt, zum einen, weil er krank ist und zum anderen wegen der neuen Umgebung. Aber er ist sofort eingeschlafen und hat auch super durchgeschlafen. Heute morgen war er auch wieder ziemlich fit, Fieber hatte er nicht, sondern Normaltemperatur. Also habe ich ihn in die Kita gebracht. Mal sehen. Sollte es wider Erwarten schlechter werden, muss ich ihn halt wieder abholen.
Ich muss echt sagen, ich bin so stolz auf meinen Sohn. Offensichtlich wird er sich gut und schnell einleben in der neuen Wohnung. Das freut mich. Wir haben gestern auch noch kurz unsere Nachbarn kennengelernt. Im Haus wohnen - zumindest was ich bisher mitbekommen habe - vier Kinder, drei davon in dem Alter meines Sohnes. Ich würde mal sagen: Perfekt!
Ich habe gestern Abend nur noch etwas Haushalt gemacht und es mir dann in meinem Sitzsack gemütlich gemacht.
Vorhin kam noch eine Nachricht von meinem Ex, ob unser Sohn wieder krank sei. Die Erzieherin hatte zuerst ihn angerufen (habe sie schon informiert, dass ich jetzt überwiegend unseren Sohn bringe und abhole und sie sich bei mir melden soll). Habe ihn auf den Stand der Dinge gebracht. Dann fiel mir ein, dass er sich immer noch nicht endgültig zu meinem Besuchsplan geäußert hat. Habe ihm nochmal geschrieben und ein paar Fragen gestellt. Alles nett, freundlich und entspannt natürlich. Außerdem habe ich ihn gebeten, doch meine Fragen und ungeklärte Termine kurzfristiger zu beantworten, damit ich nicht immer nachfragen muss. Noch keine Antwort ... kommt aber bestimmt noch.
Tja, ansonsten hatte ich heute morgen noch ein paar Gedanken im Auto ... Ich glaube schon, dass ich letztendlich froh bin, dass er sich von mir getrennt hat. Ich hätte wohl niemals den Mut gehabt. Allerdings bin ich auch immer noch wütend und vor allem enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass er solange wohl unglücklich war, aber nie, wirklich niemals etwas gesagt hat. Nicht mal ansatzweise. Stattdessen setzt er sich hin und trennt sich. Ohne Wenn und Aber. Keine Chance. Nicht mal richtig geredet haben wir bzw. selbst das eine Gespräch, welches wir geführt haben, hat mich nicht richtig weitergebracht, weil er selbst so Vieles nicht weiß oder nicht wissen oder sagen will. Keine Ahnung! Ich glaube, ich bin gar nicht verletzt darüber, dass er mich nicht mehr will, sondern dass wir (er, ich, unser Sohn) es ihm offensichtlich nicht Wert genug waren, alles was möglich ist, zu versuchen. Ich glaube wirklich, er war lange unglücklich, ließ es aber laufen. Habe ich ja auch getan, ehrlich gesagt. Allerdings habe ich mich nicht getrennt. Na jedenfalls sah er den Umzug wohl als letzte Chance. Der Chance gab er ganze vier Wochen! Dann fing er an, sich seiner Kollegin zuzuwenden, indem er ständig mit ihr schrieb. Nochmal vier Wochen später fing er etwas mit ihr an. Darüber bin ich wirklich sauer. Ich habe von ihm mehr erwartet. Er ließ sich auf sie ein und sagte sich dann wahrscheinlich, dass er unsere Beziehung beenden muss, weil ihm das zeigt, dass die Gefühle nicht mehr so sind wie sie sein sollten. Er läuft davon, anstatt sich unseren Problemen zu stellen. Ich bin immer noch der Meinung, wir hätten es wenigstens versuchen müssen. Wir sind eine Familie, wir sind verheiratet. Wir sind ja nicht erst seit drei Monaten zusammen gewesen. Das wäre er uns allen schuldig gewesen.
Dann habe ich darüber nachgedacht, dass es ja nunmal so ist wie es ist. Ich kann die Vergangenheit nicht verändern. Ich darf wütend, traurig, enttäuscht und verletzt sein. Aber ... trotzdem bleibt es wie es ist. Ich muss damit leben. Wir alle müssen das. Also sage ich mir ... er hat in meinen Augen Fehler gemacht (ich natürlich auch!). Meine und vor allem seine Fehler kann ich nicht korrigieren. Aber ich kann ihm verzeihen. Ich kann ihm verzeihen, dass er Fehler begangen hat. Ich muss es sogar. Anderenfalls werde ich nie wieder richtig glücklich werden. Nobody's perfect. Er nicht, ich nicht. Niemand! Menschen machen Fehler. Vielleicht wird er es irgendwann selbst so sehen. Vielleicht aber auch nicht. Das ist egal, zumindest für mich. Und dann habe ich gedacht, dass ich ihm irgendwie auch dankbar bin. Nicht, dass er mich verlassen hat, sondern dass er mir durch die Trennung die Möglichkeit gegeben hat, mich selbst wieder neu zu finden, zu erkennen, wie stark ich bin. Ich hätte das nicht für möglich gehalten. Ich bin überrascht, wieviel Kraft, Energie, Optimismus, Zuversicht in mir steckt. Wie hätte ich das sonst jemals herausfinden sollen? In der laufenden Beziehung? Mit Sicherheit nicht.
Was auch immer mir das Alles bringen wird für die Zukunft ... es ist gut, dass es passiert ist. Es macht mich stärker und unabhängiger. Ich bin glücklich mit mir selbst, glaube ich. So wie ich bin. Mit all meinen Fehlern. Ich kann damit leben, weil ich auch sehe, was für Stärken ich besitze.
Ja, das wollte ich mal loswerden. Solche Gedanken habe ich beim Autofahren!
Ich weiß, dass die traurigen Momente immer wieder kommen werden, weil das Geschehene auch traurig war.
Aber was ist daran schlimm?
Mein Lebensplan wurde durcheinander gebracht.
Was soll's?
Ich bin flexibel und anpassungsfähig.
Machen wir halt einfach einen neuen Plan!
In diesem Sinne, meine Lieben, Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist !
Don't dream it ... be it !
