avocadox
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nun ja, wie du weißt, hat es mir nach der Trennung den Boden unter den Füßen weggerissen, weil ich nicht damit gerechnet hätte, dass du so schnell das Handtuch wirfst und alles wegschmeißt was wir uns aufgebaut haben. dennoch war das der Fall. Du hast keinen Ausweg mehr gesehen und hast das aus deinem Leben entfernt, was am Leichtesten entfernbar war - MICH!
Ich habe immer versucht, dir die Sterne vom Himmel zu holen, dir zu zeigen, was für ein fantastischer Mensch du bist. und wir beide wissen, dass es funktioniert hat. Selbst als wir gemeinsam entschieden haben, meine Wohnung und mein Leben in einer 1,5h entfernten Stadt aufzugeben und zusammenzuziehen, habe ich das aus vollster Überzeugung getan, weil ich an deiner Seite sein wollte und du mir das Gefühl gegeben hast, das selbe zu wollen.
Ich war mir unterbewusst der Konsequenz klar, was passieren würde, wenn es mal zu dem Punkt kommt, an dem ich nun bin. hätte aber nicht gedacht, dass es kurz danach schon so weit kommt.
Ich habe erkannt, dass ich es Dir anscheinend nicht wert war, eine gemeinsame Lösung zu finden, obwohl du dies am Wochenende davor noch behauptet hast (Wohnsituation).
Liebe kann Berge versetzen, aber in unserem Fall leider nichtmal ein Papiertaschentuch.
Lange habe ich die Fehler ausschließlich bei mir gesucht, habe mich nächtelang gequält,weil ich nicht verstanden habe, warum du mich nach allem was wir gemeinsam durchgestanden haben, wegwirfst wie eine heiße Kartoffel. bis ich verstanden habe, dass das eigentliche Problem nicht bei mir liegt, sondern die Summe aus allem ist, was in diesem Mehrgenerationenhaus passiert ist.
Ich weiß, ich habe dir gezeigt, was da eigentlich abgeht und immer versucht, dir beizustehen. Trotzdem muss ich dir sagen, du hast mir seeeehr seeeehr weh getan. Nicht, weil ich von jetzt auf gleich keine Wohnung mehr habe, oder weil ich jetzt wieder eine neue Arbeit suchen muss, sondern, weil ich dadurch eine meiner wichtigsten Vertrauten verloren habe. ich hatte immer das Gefühl, dir alles sagen zu können, und du mich nie verurteilst, hatte immer das Gefühl, du stehst hinter mir.
Wie du weißt, muss ich meine Zelte hier abbrechen, da ich sonst nie zur Ruhe komme. wenn du diese Zeilen liest, ist es, für mich Zeit Abschied zu nehmen, von Dir, meiner Erfahrung mit Großfamilie und vor allem auch vom unmittelbaren Zusammenleben mit einem Kind.
Lass Dich nicht unterkriegen, bleib stark, denk nach bevor du handelst und behalte Dir immer dein Lächeln. Vergiss nie, dass man alles schaffen kann, wenn man nur möchte. egal wie viele Steine man in den Weg gelegt bekommt - auch aus Steinen wurden Schlösser gebaut.
In Liebe, K.

