Snape, jedesmal ein bisschen sterben, wenn er dir Liebeserklärungen macht und gleichzeitig jede Hoffnung auf ein gemeinsames Leben nimmt?
Ist es denn nicht langfristig doch besser einmal richtig zu "sterben " und die endgültige Trennung durchzuziehen?
Ja, es ist ein langer schmerzvoller Weg durch einen tiefen schwarzen Abgrund. Es hat bei mir weit über ein Jahr gedauert. Über ein Jahr voller Tränen, voller Schmerzen und Zweifel. Aber es hat sich letzten Endes gelohnt. Jetzt bin ich frei von dem Mann, den ich nicht haben konnte, blicke ohne Schmerzen und Bitterkeit auf unsere gemeinsame Zeit zurück. Die auch viele wunderschöne Momente bot, die ich nicht missen möchte mit einem wunderbaren Mann.
Geholfen hat in der schlimmen Zeit einzig das Wissen tief in meinem Inneren, dass ich nur diesen Weg gehen kann, wenn ich je wieder ein zufriedenes Leben führen möchte. Dieses Wissen, dass der andere Weg (es so lassen wie es ist ) mich mehr und mehr unglücklich machen würde, hat mich auch in den dunkelsten Stunden nicht verlassen. Das wird auch dir gelingen, wenn du es wirklich willst. Allein der Wille muss stark sein.
Am Ende wartet ein besseres und würdigeres Leben. Und erst dann bist du innerlich bereit, den richtigen Mann kennenzulernen, der irgendwo noch auf dich wartet.
Du hattest geschrieben, dass du mit Menschen arbeitest, bei denen du Zuversicht und Wärme geben musst? Also mit kranken oder bedürftigen Menschen?
Das kann eine gute Chance sein, anderen Trost zu spenden, denen es auch schlecht geht. Es lenkt den Fokus von den eigenen Problemen weg und gibt das Gefühl, Stärke vermitteln zu können.
Freundinnen hast du, die dich in der Freizeit in eine positive Atmosphäre bringen können.
Ein Tagebuch führen hat mir sehr geholfen über 2 Jahre. .. schöne Bücher mit einem extra dafür angeschafften Füller geschrieben. Jeder Tag mindestens eine Seite, unterlegt mit Sprüchen, Zitaten, Bildern und Briefen an IHN (natürlich nicht abgeschickt

) Eine Chronik der Seele...
vor einigen Wochen habe ich sie mir nochmal angesehen... da erkennt man den Fortschritt, auch wenn er fast unmerklich gekommen ist, es wird besser.
Ich wollte die Bücher noch behalten, an die habe ich mich die ganze Zeit geklammert. Die waren mein Rettungsanker...
Vor ein paar Tagen hab ich sie feierlich verbrannt. Ich brauche sie nicht mehr. Jetzt bin ich frei.
Das kannst du auch schaffen. Wenn du es wirklich willst.
In einem Beziehungsdreieck leiden alle. Nur der Stärkste der drei schafft den Absprung. Er schafft es nicht, sie schafft es nicht. Aber wie wäre es mit dir?
Dir alles Gute
