Tara1
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erst einmal meinen ganz herzlichen Dank für Eure Antworten und Eure Hilfe. Ohne die wäre ich nicht jetzt an diesem Punkt.
Langsam, wenn auch nur ganz langsam akzeptiere ich die Trennung. Ich habe mich sehr genau über das Krankheitsbild (Burn-out) informiert. Er hat eine schwere Depression. Und die Trennung von mir, war wohl auch ein wenig typisch für dieses Krankheitsbild. Ich hätte nichts tun können. Und auch jetzt kann ich nichts machen. Nur er kann sich selber helfen. Wenn er nicht will, sind mir die Hände gebunden. Ich habe verstanden, dass mich keine Schuld trifft.
Und jetzt kann ich langsam loslassen. Denn wenn ich ganz ehrlich bin, eine solche Depression kann sehr lange dauern. Monate vielleicht Jahre. Und es ist sehr sicher, dass er nicht mehr der Selbe sein wird und auch die Depression wieder kommen kann. Ich habe mich ständig gefragt, ob ich dass will. Nein, ich will es nicht. Immer in der Angst, dass alles wieder ertragen und erleiden zu müssen.
Es schmerzt immer noch und zwar sehr. Heute habe ich die Automarke, die er fährt, ständig gesehen, jedesmal habe ich einen Stich gefühlt. Aber es ist besser, ich habe eine innere Akzeptanz. Ich hoffe nur, dass ich nicht einen Rückfall erleide. Kann ja immer noch kommen. Bin immer noch sehr traurig, aber ich hoffe nicht mehr. Ich glaube, wenn man nicht mehr hofft, dann lässt man langsam los.
Ich ordne mein Leben gerade neu, nach Wochen voller Starre und nichts machen können.
Drückt mir bitte die Daumen, dass das bittere Ende nicht doch noch kommt und ich wieder im Tränenmeer versinke.
Liebe Grüße