5carlett
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Gestern haben mein Mann und ich es noch geschafft, uns ohne unser Kind im Haus hinzusetzen und über unsere Eheprobleme zu sprechen, die leider in den Augen meines Mannes keine Probleme sind. Ich habe ihn gebeten eine Eheberatung mit mir zu machen, damit wir sehen, wo wir im Moment stehen und wo wir bei der Bewältigung ansetzen können. Davon will er allerdings nichts wissen, wie soll ihm denn jemand helfen können, der uns gar nicht kennt? Von außenstehenden möchte er keine Hilfe annehmen, das sei nur eine Sache zwischen mir und ihm.
@Grace_99
Da hast du Recht, Grace. Er reitet nur darauf rum. Ich versichere ihm, dass es außer ein bisschen Geplänker nichts mehr war und ich die Notbremse noch rechtzeitig gezogen habe weil ich eben nicht wegen ein bisschen Kribbeln unsere Ehe gefährden möchte. Aber um ehrlich zu sein frage ich mich auch, warum erst ein anderer Mann mir Aufmerksamkeit schenken muss, ehe ich sehe, nach was ich mich in meiner Ehe sehne? Im Unterbewusstsein habe ich die Leere schon eher bemerkt aber sie versucht mit einem zusätzlichen Nebenjob, Nähen, Malen, mehr Lesen usw zu füllen, was mir nicht gelungen ist. Eine Zeit lang wollte ich sogar noch ein zweites Kind um mich innerlich wieder mehr zu spüren
Ich frage mich, ob ich auch ohne den Kontakt zu meinem Ex die Ehe so in Frage gestellt hätte.
Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
@_Tara_
Ich liebe meinen Mann wie einen Bruder. Ich respektiere ihn, halte ihm den Rücken frei, kümmere mich um unser Kind, den Haushalt und die Finanzen. Aber Liebe ist es keine. Nachdem wir mit 20 geheiratet haben ist aus der verrückten Verliebtheit keine profunde Liebe geworden. Mit der Zeit kommt das bestimmt, dachte ich mir. Wenn wir erst ein Kind haben verändern wir uns und finden als Eltern bestimmt zusammen. Miese Falle. Es passierte nicht. Also war meine nächste Hoffnung vor anderthalb Jahren das Eigenheim. Da würden wir alle Hände voll zu tun haben und unsere gemeinsamen Zeile würden uns schon zusammenschweißen und die Liebe erwecken. Es passierte nichts.
Wenn er mich berührt, spüre ich manchmal, dass es nicht richtig ist, dabei nichts zu spüren, es aber wegen ihm dann doch zuzulassen. Ich möchte es nur schnell hinter mich bringen und das spürt er und hat es versucht anzusprechen. Ich hingegen habe die Zeit abgesessen mit der Hoffnung auf Besserung, die bis jetzt nicht einsetzt.
Mein Mann liebt mich, das sagt er mir oft und er begehrt mich auch s.uell. Das macht die Sache um so schwieriger.
@Ricky
Ich bedanke mich für deine ehrlichen Worte.
Natürlich weiß mein Mann schon seit Jahren, dass mit meiner Gefühlslage ihm gegenüber etwas nicht stimmt. Ich habe es des öfteren angesprochen, auch eher um eine Eheberatung gebeten. Von seiner Sicht aus würden mir Freunde und Hobbies fehlen. Er konnte und kann das nicht verstehen. Er ist in seiner Rolle als Arbeiter und Hauptverdiener so festgefahren, dass er alles ander versucht auszublenden. Er sagt, alles andere muss auch ohne ihn funktionieren.
Ein kleines Beispiel: Wegen meiner Autoimmunerkrankung habe ich regelmäßig Blutuntersuchungen. Das letzte Mal wurde ein Mangel erkannt, der sich auch auf die Gemütslage auswirkt und zu Depressionen führen kann - also wurde ich medikamentös behandelt. Ich hatte in der Anfangsphase wirklich ein Hochgefühl und war ausgelassener, hatte mehr Power. Mein Mann war sichtlich erleichtert und meinte nur nach dem Motto: na siehst du, dann hattest du die ganze Zeit davor nur einen Mangel und keine Probleme mit mir!
@Sick @ysabell
In der Tat, die gibt es. Mein Mann kommt aus Rumänien, er und seine Familie sind sehr sehr gläubig, das Versprechen "bis das der Tod euch scheidet" ist für ihn heilig. Eine Trennung, Scheidung kam und kommt in seinen Familienkreisen (im Gegensatz zu meinen) nicht vor. Was ich nicht so recht begreifen kann. Die Unzufriedenheit kommt dann in vielen für uns bekannten Fällen durch Alk. und häußlicher Gewalt zum Ausbruch aber eine Trennung? Niemals! Wie steht man denn dann vor seiner Familie, der Gemeinde und vor allem vor Gott da?
Es ist nicht leicht für mich einen Schluss-Strich zu ziehen. 9 Jahre sind eine lange Zeit und unser Kind braucht doch Mama und Papa und eine bestehende Familie. Vielleicht ist es auch noch zu früh um einen klaren Entschluss zu fassen. Ich weiß es nicht
@Grace_99
Zitat:Dein Mann wird jetzt (so vermute ich) nur auf der Sache mit dem Ex rumreiten, den Rest wird er ausblenden - ob damit was gewonnen ist - glaube kaum.
Da hast du Recht, Grace. Er reitet nur darauf rum. Ich versichere ihm, dass es außer ein bisschen Geplänker nichts mehr war und ich die Notbremse noch rechtzeitig gezogen habe weil ich eben nicht wegen ein bisschen Kribbeln unsere Ehe gefährden möchte. Aber um ehrlich zu sein frage ich mich auch, warum erst ein anderer Mann mir Aufmerksamkeit schenken muss, ehe ich sehe, nach was ich mich in meiner Ehe sehne? Im Unterbewusstsein habe ich die Leere schon eher bemerkt aber sie versucht mit einem zusätzlichen Nebenjob, Nähen, Malen, mehr Lesen usw zu füllen, was mir nicht gelungen ist. Eine Zeit lang wollte ich sogar noch ein zweites Kind um mich innerlich wieder mehr zu spüren
Ich frage mich, ob ich auch ohne den Kontakt zu meinem Ex die Ehe so in Frage gestellt hätte.
Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
@_Tara_
Zitat:Eine Frage an Dich, @5carlett : liebst DU Deinen Mann noch?
Ich liebe meinen Mann wie einen Bruder. Ich respektiere ihn, halte ihm den Rücken frei, kümmere mich um unser Kind, den Haushalt und die Finanzen. Aber Liebe ist es keine. Nachdem wir mit 20 geheiratet haben ist aus der verrückten Verliebtheit keine profunde Liebe geworden. Mit der Zeit kommt das bestimmt, dachte ich mir. Wenn wir erst ein Kind haben verändern wir uns und finden als Eltern bestimmt zusammen. Miese Falle. Es passierte nicht. Also war meine nächste Hoffnung vor anderthalb Jahren das Eigenheim. Da würden wir alle Hände voll zu tun haben und unsere gemeinsamen Zeile würden uns schon zusammenschweißen und die Liebe erwecken. Es passierte nichts.
Wenn er mich berührt, spüre ich manchmal, dass es nicht richtig ist, dabei nichts zu spüren, es aber wegen ihm dann doch zuzulassen. Ich möchte es nur schnell hinter mich bringen und das spürt er und hat es versucht anzusprechen. Ich hingegen habe die Zeit abgesessen mit der Hoffnung auf Besserung, die bis jetzt nicht einsetzt.
Mein Mann liebt mich, das sagt er mir oft und er begehrt mich auch s.uell. Das macht die Sache um so schwieriger.
@Ricky
Zitat:Also bevor jetzt hier der Shitstorm losgeht, sollte mal nachgedacht werden: Was willst Du wirklich? Willst Du die Ehe oder nicht? Denn "auf den Tisch hauen", wird automatisch dazu führen, dass er vollkommen dicht macht. Und ganz ehrlich? Vollkommen zu Recht. Alle anderen schreien hier nach der "unabhängigen Frau" in Dir, aber seien wir ehrlich? Vorher hat die ja auch offenbar nie den Mund aufgemacht. Woher also hätte er es wissen sollen? Raten? Gedanken lesen?
Ich bedanke mich für deine ehrlichen Worte.
Natürlich weiß mein Mann schon seit Jahren, dass mit meiner Gefühlslage ihm gegenüber etwas nicht stimmt. Ich habe es des öfteren angesprochen, auch eher um eine Eheberatung gebeten. Von seiner Sicht aus würden mir Freunde und Hobbies fehlen. Er konnte und kann das nicht verstehen. Er ist in seiner Rolle als Arbeiter und Hauptverdiener so festgefahren, dass er alles ander versucht auszublenden. Er sagt, alles andere muss auch ohne ihn funktionieren.
Ein kleines Beispiel: Wegen meiner Autoimmunerkrankung habe ich regelmäßig Blutuntersuchungen. Das letzte Mal wurde ein Mangel erkannt, der sich auch auf die Gemütslage auswirkt und zu Depressionen führen kann - also wurde ich medikamentös behandelt. Ich hatte in der Anfangsphase wirklich ein Hochgefühl und war ausgelassener, hatte mehr Power. Mein Mann war sichtlich erleichtert und meinte nur nach dem Motto: na siehst du, dann hattest du die ganze Zeit davor nur einen Mangel und keine Probleme mit mir!
@Sick @ysabell
Zitat:Gibt es da auch kulturelle Hintergründe wegen einigen Reaktionen?
In der Tat, die gibt es. Mein Mann kommt aus Rumänien, er und seine Familie sind sehr sehr gläubig, das Versprechen "bis das der Tod euch scheidet" ist für ihn heilig. Eine Trennung, Scheidung kam und kommt in seinen Familienkreisen (im Gegensatz zu meinen) nicht vor. Was ich nicht so recht begreifen kann. Die Unzufriedenheit kommt dann in vielen für uns bekannten Fällen durch Alk. und häußlicher Gewalt zum Ausbruch aber eine Trennung? Niemals! Wie steht man denn dann vor seiner Familie, der Gemeinde und vor allem vor Gott da?
Es ist nicht leicht für mich einen Schluss-Strich zu ziehen. 9 Jahre sind eine lange Zeit und unser Kind braucht doch Mama und Papa und eine bestehende Familie. Vielleicht ist es auch noch zu früh um einen klaren Entschluss zu fassen. Ich weiß es nicht

