Rina
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Ich setz den Thread einmal hier rein, weil es glaube ich vor allem um meine Gefühlswelt geht.
Mein Ex hat sich vor drei Monaten nach 18Jahren Beziehung und 13 Jahren Ehe von mir getrennt( wir sind beide 37). Die Beziehung war schon länger problematisch aber ich hab es tatsächlich erst gecheckt, dass er sich trennt als er sagte wir können ja Freunde bleiben. Wir haben einen Sohn (12 Jahre).
Ich bin quasi gleich ausgezogen, hab für ein paar Wochen in einer WG gewohnt, dann meine eigene Wohnung bezogen. Zwei Wochen nach der Trennung ( ich war anfangs wirklich ein nervliches Wrack) hab ich wieder angefangen zu arbeiten. Mein Sohn wohnt bei ihm und ist alle zwei Wochen bei mir.
Ca. Einem Monat nach der Trennung kam raus das er mit einer Frau aus unserem Freundeskreis fest zusammen ist. Sie wohnt zumindest am Wochenende jetzt fest in meinem alten zu Hause.
Unser Sohn kommt mit der Situation klar, befindet sich eh in der Vorpubertät und da wir immer sehr eng mit einander waren klappt es ganz gut mit dem Kontakt und mir gelingt es vor allem gut ihn nicht mit meinem gekränkten Ego etc. Zu belasten wenn er hier ist. Aber klar immer wenn ich ihn zu seinem Vater gebracht habe zerreißt es mir das Herz. Und mir fällt es schon schwerr.
Als ich meine Wohnung eingerichtet und renoviert habe hat mir ein Freund aus dem gemeinsamen Freundeskreis geholfen. Und ich hab angefangen Gefühle für ihn zu entwickeln und es lief auch schon was zwischen uns. Leider ist es so dass er weiter weg wohnt. Und er selber ganz klar sagt er hat mich gern ist für mich da, aber er denkt nicht das es Sinn macht jetzt was festes anzufangen. Seh ich aus so. Dafür ist für mich auch noch viel zu sehr angesagt die Vergangenheit und vor allem meinen Anteil an der Situation aufzuarbeiten (also was die Trennung von meinem Ex angeht)
Soweit die Theorie aber mein Herz spielt verrückt. Letztes Wochende hab ich mit ihm Zeit verbracht. Es war schön, irgendwie romantisch keine Ahnung. Einfach zwanglos und ohne irgendwelche Liebesschwüre oder sowas. Wir haben was unternommen aber auch gekuschelt und geknutscht. Dieses Wochenende war mein Sohn bei mir. Das erste Mal gab es für mich Momente die sich echt nicht gestellt und wirklich schön angefühlt haben. Gleichzeitig ist es aber auch sehr schwerr zu ertragen dass er sich sehr an meinem Ex orientiert. Aber objektiv betrachtet geht es meinem Sohn gut. So gut wie es einem halt gehen kann in dem Alter wenn sich die Eltern trennen. So nun ist er wieder weg und ich musste sehr weinen bin traurig. Kann es schwerr ertragen ihn gehen zu lassen. Würde ihn liebsten hier festtackern.
Und so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich mich irgendwie in eine Situation gebracht habe wo ich jetzt jedes Wochenende eine Art Verlust erlebe. Und prinzipiell sehne ich mich ja nach Sicherheit und Heimat.
In meiner neuen Wohnung fühle ich mich wohl. Alleine sein krieg ich auch gut hin. Der Mann ist ( was wohl auch logisch ist) ein ganz anderer Typ als mein Ex. Hat viel Weitsicht, gibt mir einen Ort zum anlehnen. Aber wenn es mir wie jetzt geht also wegen meines Sohnes einfach sehr kämpfe merke ich einfach wie schwerr es mir vom Herzen die Situation zu tragen.
Ich weiss selber dass das alles sehr frisch ist, allein der ganze Akt der Wohnungsuche, mit meinem Sohn umgehen, mich zu orientieren war ein riesen Kraftakt.
Ich weiss einfach nicht ob ich mir einen Gefallen damit tue wenn ich mich weiter mit ihm treffe. Ich hab zwar nicht den Eindruck dass er meine Situation ausnutzt, aber wenn es mir nicht gut geht bin ich schon eifersüchtig und das obwohl wir ja keine Beziehung führen. Und ich vom Kopf her auch weiss dass es für mich erstmal besser ist alleine klar zu kommen und an der Situation wachse.
Mein Mann weiss von der Affäre( wie gesagt alles ein Freundeskreis) aber mein Sohn nicht, weil es da ja nun auch nichts offizielles zu verkünden gibt.
Ich weiss im Moment einfach nicht ob ich so weiter machen sollte oder mich auf Job und meinen Sohn konzentrieren. Andererseits tut dieser Mann mir sehr gut, hilft mir sehr mich zu fokussieren und gibt mir das Gefühl ein wertvoller Mensch zu sein. Ich wünschte einfach ich hätte nicht so sehr das Bedürfnis ein Label auf das alles zu kleben und könnte ein wenig lockerer lassen. Und würde nicht dauernd denken mir bricht das Herz vor Traurigkeit.