Hallo Sanne,
mein spontanes Gefühl beim Lesen deines Eingangsposts war, dass dein Kandidat eine brilliante Strategie hat, dir Schuldgefühle zu machen, obwohl er eigentlich die "Fehler" zu verantworten hätte. Mir kommt vor, du bist eine starke Frau, die viel gibt, und hast mehr eingebracht, als er - Gründe hierfür sind erstmal egal, obwohl: EIGENTLICH hilft ein unsentimentaler Blick aus der Vogelperspektive ganz gut, um zu erkennen, wie "Geben und Nehmen" in einer Partnerschaft verteilt sind.
Deine Ansage, er solle doch gehen, wenn es für ihn so unerträglich ist, ist nun wirklich nicht das Gemeinste, das je ein Mensch getan hat

Es zeigt nur, was ich vermute: dass er (ganz gut schmarotzt in seiner Opferrolle und) da gerade mal wieder geklagt und gejammert haben muss, ohne auf dich einzugehen? Vielleicht irre ich mich, aber ich wollte dir mein Gefühl beim Lesen kurz rückmelden. Das hat sich nämlich noch bestärkt, als du schriebst, er hätte dich kurz nach deiner Knie-OP quasi hilflos allein gelassen (wo es mal auf IHN angekommen wäre und er für dich da sein könnte/sollte).
Du bist vll daran gewöhnt, dass du ANDEREN ein Gefühl der Wichtigkeit gibst, aber so bald du dich selbst ausdrückst, vll auch mal spontan, wird das als unwichtig übergangen und die Aufmerksamkeit wieder auf den anderen gelenkt? Wie besser hätte er sich aus der Affäre ziehen können, als mit seinen melodramatischen Ausbrüchen über dich, als die tollste Frau der Welt - die man ja leider leider dennoch allein lassen muss; jetzt, da du eh so kraftlos und "mühsam" wirst ...
Sorry, du hast absolut nichts Böses über ihn gesagt, aber ich mag den jetzt schon nicht mehr
Das mit dem Schreiben halte ich für eine sehr gute Idee! Lasse alles Revue passieren, denn jetzt hast du die Gelegenheit, die Dinge mal in einem anderen Licht zu betrachten und Bilanz zu ziehen, wie es bei euch ablief und wie oft er (wirklich) auf dich eingegangen ist
