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Ich will mir keine Hoffnung machen

ralf5357

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Hallo zusammen,
Meine Freundin hat sich vor kurzem von mir getrennt. Habe direkt allen Kontakt und alle Erinnerungen aus meinem Leben verbannt, das hilft mir immer am besten.
In mir habe ich aber leider immer noch die Hoffnung, dass sie mich vermisst und zu mir zurück kommen möchte.
Hat jemand einen Tipp, wie man solche Gefühle vermindern kann? Ich möchte mir einfach keine Hoffnung machen und erneut verletzt werden, weil es mir eigentlich soweit wieder recht gut geht.
Danke euch allen.

25.04.2020 11:49 • x 1 #1


Flocke_


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Hallo Ralf,

ich glaube nur ein neuer Partner an ihrer Seite würde die Hoffnung einstampfen, bis dahin muss man den Zustand wohl so hinnehmen, bis er sich von selbst auflöst.

25.04.2020 12:02 • x 4 #2



Ich will mir keine Hoffnung machen

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Sonnenblume53


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Hallo Ralf

Zitat von ralf5357:
Hat jemand einen Tipp, wie man solche Gefühle vermindern kann? Ich möchte mir einfach keine Hoffnung machen und erneut verletzt werden, weil es mir eigentlich soweit wieder recht gut geht.


zusätzlich zu allem, was Du machen kannst - ablenken, Sport, ect. - vielleicht noch ein kleiner Psychotrick: Das Unbewusste versteht keinerlei Negation.

Statt "ich möchte mir KEINE Hoffnung machen" heißt es für dieses leider "ich möchte mir Hoffnung machen."

Du kannst Dir helfen, indem Du andere Affirmationen benutzt. Z.B.:

"Ich bin glücklich." "Mein Leben ist wunderschön." So in dieser Art. Kurz, knapp, positiv.
Wobei die "ich bin" - Affirmationen am Stärksten wirken sollen.

Und dann vertrau der Zeit, die Dir ebenso helfen wird.

Alles Gute!

25.04.2020 12:10 • x 5 #3


OxfordGirl

OxfordGirl


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Zitat von Flocke_:
ich glaube nur ein neuer Partner an ihrer Seite würde die Hoffnung einstampfen

Das sollte eigentlich irrelevant sein. Die beiden gehen getrennte Wege, und das permanente Kreisen um die Ex, ob und mit wem sie zusammen ist, ist kontraproduktiv.
Zitat von ralf5357:
und erneut verletzt werden

Ich würde dir raten, in die Zukunft zu schauen, denk mal 1 oder 2 Jahre weiter, und stell dir vor, wie es wäre, eine Partnerin gefunden zu haben, die zu dir passt und dich eben nicht verletzen wird.

25.04.2020 12:18 • x 3 #4


Plentysweet

Plentysweet


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Zitat von ralf5357:
Ich möchte mir einfach keine Hoffnung machen und erneut verletzt werden, weil es mir eigentlich soweit wieder recht gut geht.

Dann befolge konsequent diesen Deinen eigenen Vorsatz. Bleib bei der Kontaktsperre und lenke Deine Gedanken und Taten auf ein selbstbestimmtes Leben ohne sie. Mit der Zeit wird dieses Vermiss-gefühl besser- die Zeit arbeitet für Dich. Nutze sie positiv und für Dich selbst !

25.04.2020 12:30 • x 4 #5


Flocke_


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Zitat von OxfordGirl:
Das sollte eigentlich irrelevant sein. Die beiden gehen getrennte Wege, und das permanente Kreisen um die Ex, ob und mit wem sie zusammen ist, ist kontraproduktiv.


Sollte es ja sowie dass das Leben weitergeht, auch andere Mutter schöne Töchter haben und was einen nicht umbringt stärker macht.

Dass bei Verlassenen allerdings rationales Denken wegfällt, hast du außer Acht gelassen.

25.04.2020 12:37 • x 1 #6


OxfordGirl

OxfordGirl


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Zitat von Flocke_:
Dass bei Verlassenen allerdings rationales Denken wegfällt, hast du außer Acht gelassen.


Also: lieber in der Opferhaltung warten und regelmäßig schauen, ob die Ex einen neuen hat, und dann kann man abschließen? So interpretiere ich deinen Rat, und das finde ich eben nicht zielführend.

25.04.2020 12:52 • x 1 #7


ralf5357


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Erstmal ganz lieben Dank an alle... Hätte nie gedacht, dass man so schnell so viele Antworten bekommt
Ich bin wohl einfach noch zu sehr in eine Zukunft mit dieser Frau verliebt, da ich unsere gemeinsame, wenn auch kurze, Zeit unfassbar schön und vertraut angefühlt hat.
Dass mit der Zeit auch wieder die Sonne aufgeht ist mir bewusst, das weiß ich leider aus Erfahrung
Mein Problem sind auch vor allem Leute die mir sagen:Kämpfe. Ich denke aber, dass sich zu distanzieren erstens fairer ist und zweitens deutlich schwieriger als andauernd der Person zu schreiben und daher der eigentliche Kampf ist.

25.04.2020 13:00 • x 1 #8


ralf5357


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Zitat von OxfordGirl:

Also: lieber in der Opferhaltung warten und regelmäßig schauen, ob die Ex einen neuen hat, und dann kann man abschließen? So interpretiere ich deinen Rat, und das finde ich eben nicht zielführend.


Regelmäßig schauen ob sie einen neuen hat würde mich innerlich zerfressen, dann kann ich ja an nichts anderes mehr denken und mich von ihr lösen

25.04.2020 13:02 • x 2 #9


Emma75

Emma75


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2018
Zitat von ralf5357:
Meine Freundin hat sich vor kurzem von mir getrennt. Habe direkt allen Kontakt und alle Erinnerungen aus meinem Leben verbannt, das hilft mir immer am besten.

Du bist offensichtlich ein Mann der Tat und wünschst Dir sehr, dass Deinem radikalen Ausmisten der Erinnerungen auch ganz schnell Dein Herz folgt und die Hoffnungsgefühle 'abschaltet'. Leider ist die schlechte Nachricht, dass die Verarbeitung einer Trennung eben seine Zeit dauert und Du die typischen Phasen der Trauer durchlaufen musst - jede in dem Tempo, die sie gerade braucht. Gerade bist Du noch ganz im Modus 'es wahr haben wollen', und ja, dass fühlt sich furchtbar an, gerade wenn man gerne aktiv an Dingen arbeitet (und das lese ich bei Dir heraus). Nimm Deine Gefühle wahr, hör in Dich hinein und lasse auch negative Gefühle zu. Ab und zu Sehnsucht, dann wieder Schmerz und Tränen - alles normal. Klar gehört Ablenkung auch dazu, aber je bewusster Du die Trauer zu lässt, desto schneller geht sie auch vorbei. Von diesem 'kämpfen' Ratschlag halte ich nur bei langjährigen Partnern was, die nach 20 Jahren mal in eine Krise rutschen. Du machst das schon alles richtig - nur Geduld musst Du mit Dir haben!

25.04.2020 21:49 • x 3 #10


ralf5357


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Zitat von Emma75:
Du bist offensichtlich ein Mann der Tat und wünschst Dir sehr, dass Deinem radikalen Ausmisten der Erinnerungen auch ganz schnell Dein Herz folgt und die Hoffnungsgefühle 'abschaltet'. Leider ist die schlechte Nachricht, dass die Verarbeitung einer Trennung eben seine Zeit dauert und Du die typischen Phasen der Trauer durchlaufen musst - jede in dem Tempo, die sie gerade braucht. Gerade bist Du noch ganz im Modus 'es wahr haben wollen', und ja, dass fühlt sich furchtbar an, gerade wenn man gerne aktiv an Dingen arbeitet (und das lese ich bei Dir heraus). Nimm Deine Gefühle wahr, hör in Dich hinein und lasse auch negative Gefühle zu. Ab und zu Sehnsucht, dann wieder Schmerz und Tränen - alles normal. Klar gehört Ablenkung auch dazu, aber je bewusster Du die Trauer zu lässt, desto schneller geht sie auch vorbei. Von diesem 'kämpfen' Ratschlag halte ich nur bei langjährigen Partnern was, die nach 20 Jahren mal in eine Krise rutschen. Du machst das schon alles richtig - nur Geduld musst Du mit Dir haben!


Super geschrieben von dir - trifft es ziemlich genau.
Ich versuche auch meine Trauer irgendwie rauszulassen, was mir aber schwer fällt, da ich an sich erstaunlich gut drauf bin. Klingt komisch und ich kann es auch nicht wirklich gut beschreiben. Ich wäre gerne "trauriger"- hoffe du verstehst was ich meine

26.04.2020 00:25 • x 2 #11


Emma75

Emma75


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2018
Zitat von ralf5357:
Ich wäre gerne "trauriger"- hoffe du verstehst was ich meine

Ja ich verstehe was Du meinst. Vielleicht ist die Endgültigkeit noch nicht wirklich bei Dir angekommen und die Trauer kommt nach. Andererseits ist es manchmal so, dass man selbst spürt, dass es eigentlich besser ist und dann die Trauer gar nicht so schlimm ist, wie befürchtet. Bei mir war das gerade so. Ich hatte furchtbare Angst vor Trauer und vor allem vor einem Rückfall (den gab es in dieser Beziehung öfter), aber Pustekuchen! Mir geht es sehr viel besser als in der Beziehung, aber das war schon sehr speziell und schon lange klar, dass das nix taugt.

26.04.2020 09:30 • x 2 #12


ralf5357


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Zitat von Emma75:
Ja ich verstehe was Du meinst. Vielleicht ist die Endgültigkeit noch nicht wirklich bei Dir angekommen und die Trauer kommt nach.


Das könnte leider sein - leise Hoffnung macht man sich noch, obwohl man eigentlich weiß, dass es kein Zurück geben wird. Das zieht einen dann nochmal zusätzlich runter, weshalb ich ja ursprünglich diesen Beitrag geschrieben habe - ich kann es mir selber nicht "ausreden"

26.04.2020 11:03 • x 2 #13


ImKreis


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Ich denke, man kann seinen Gefühlen in dieser Trennungsphase nicht trauen.

Ich selbst bin 4 Wochen getrennt. Dachte im letzten Jahr immer wieder an Trennung, war todtraurig in der Beziehung und alles war ungut. Wenig fassbar, aber ungut. Aber ich hätte meine Ex nie im Stich gelassen.Ich habe sie finanziell unterstützt und sie wurde schwer krank und ich wollte für sie da sein. Danach überdachte sie alles und landete bei einem Sandkastenfreund von vor 40 Jahren im Bett und einer Beziehung, die objektiv gesehen nur schlechte Vorzeichen hat, sie aber sicher sehr zusammenschweißt. Trotz der (auch finanziellen) Sicherheit durch mich schlägt die neue Verliebtheit ALLES!

Und nun? Objektiv bin ich gut dran! Ich musste sie nicht im Stich lassen und bin die quälende Beziehung los. Mein Hirn hat Recht! Doch plötzlich bin ich traurig und fertig, weil sie mich zurück gelassen hat. Aus ihrem Leben verbannt. Obwohl ich im letzten Jahr oft genau so traurig und fertig war und mich fragte, wie ich aus dieser Beziehung entkommen kann. Der Grund ist Eifersucht und Angst vorm alleine sein! Das Gefühl ist aber plötzlich, sie ist die Einzige und meine große Liebe. HOFFNUNG kommt auf. Keine guten Ratgeber!

Ihre Worte bei der Trennung, das ist MOMENTAN so und wir haben MOMENTAN keine Chance und wir sehen uns nicht so BALD! Und ich will mit Dir befreundet sein (aka Dich weiter im Leben haben). Was löst das aus? Das Gefühl, es wird wieder mal irgendwann. Das Gefühl, sie will mich irgendwie noch. Das Gefühl Hoffnung. Aber das ist Quatsch. Mein Kopf weiß es. Eine Frau, die sich trennt hat das lange überlegt. Auch unsere Beziehung war am Anfang schwer. Sie war dennoch 4 Jahre glücklich und 2 weiter unglücklich. Warum sollte es mit ihm anders sein. Das Gefühlt trügt, denn es macht Dir etwas vor. Der Kopf weiß.

Daher sind die Gefühle, dass alles gut wird vor allem Angst, Schmerz und Trost. Aber sie trügen. Und im Endeffekt ist es oft besser so wie es ist. Lasst die Gefühle, dass alles einmal gut war und es schön war und es Liebe war zu! Das stimmt. Aber es WAR! Meist will man dorthin zurück. Und oft ist das lange her. Vor allem, wenn schon ein Next im Spiel ist. Dorthin gäbe es kein Zurück. Dorthin, wo euer Gefühl hin will. Ein Zurück gäbe es nur dahin, wie es zu Ende war. Wenn es überhaupt ein Zurück gäbe. Und dort wollt ihr meistens nicht hin. Und kämt ihr dahin, wie ginge es euch dann nachein paar Tagen oder einer Woche?

Also ist Hoffnung zielführend? Nein. Aber ein kleiner Trost.

07.05.2020 13:58 • x 2 #14


Chrissi26

Chrissi26


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Also, ich weiß, was es heisst, zu kämpfen, Hoffnung zu haben...
Hatte das alles fast zwei Jahre lang. Ich habe alles gegeben, ausgehalten und immer wieder gehofft. Kurzfristig hilft einem die Hoffnung, langfristig macht sie einen kaputt. Mit meinen Erfahrungen jetzt kann ich Emma nur zustimmen, bei Paaren, die nach langen Jahren mal in eine Krise rutschen, finde ich Kämpfen und die Hoffnung auf jeden Fall ok,bei allen anderen, lasst die Finger davon. Es erspart euch eine Menge Leid, verbunden mit viel Energie und Nerven...

Und, Ralf, lass dir wirklich Zeit, wie meine Vorschreiber schon geraten haben. Es geht nicht von heute auf morgen, aber lenk dich gut ab und ganz wichtig ist absolute Kontaktsperre. Ich hab es lange nicht wahrhaben wollen, aber es hilft wirklich und kommt zur Ruhe. Und wenn sie sich meldet, bitte sie höflich , dich nicht mehr zu kontaktieren, damit du besser drüber weg kommst. Auch ich bin noch nicht über den Berg, aber ich bin ruhiger und froh, nichts mehr zu hören, damit ich loslassen und heilen kann.

Ich wünsche dir alles Gute.

07.05.2020 16:36 • x 2 #15



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