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Ich will wer anderes sein

Vienne
@Diandra

Ich möchte dich gerade mal ganz vorsichtig in den Arm nehmen, liebe @Diandra...

Ich denke, dass wir alle im Leben mal an einen Punkt geraten, an dem wir uns fragen, wie könnte es zu der Situation kommen, in der wir uns befinden, wo hätten wir abbiegen sollen.
Und dazu kommt vielleicht eine unglaubliche Erschöpfung...

Vielleicht könntest du dir eine Auszeit nehmen?

Sinnieren, was so deine Träume wären?

Vielleicht ein sabbatical nehmen... etwas komplett Anderes zur Neuorientierung wagen.
Neuen Input einsaugen.
Was meinst du?

Ich habe das Gefühl, du hast verloren, dich selbst zu spüren. Und bist auf der Suche nach dir.
Das kann durchaus ein schmerzhafter, ehrlicher Prozess sein. Zugleich aber eben auch reinigend.
Es ist gut zu erkennen, dass man Bilanz ziehen kann. Ein Aufräumen. Denn darin liegt ein Neuanfang.
Ein neues Formen der Zukunft.
Und das ist gut so.

x 3 #241


Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Ich weiß ich muss mich hier nicht verteidigen. Aber wenn ich gerade etwas bin, dann sehr deutlich und ehrlich gegenüber meinem Mann. Es ist klar: ...

Das freut mich das du dich besser fühlst.
Ich denke die Klarheit tut dir gut. Auch alles mit deinem Mann zu klären und auch hier etwas zu verändern. Du merkst es braucht Veränderung und diese gehst du an. Ich denke, danach wird es dir viel besser gehen.

Und das Schritt für Schritt. Einer nach dem anderen, ohne Druck.

x 3 #242


A


Ich will wer anderes sein

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Sonnenschein85
Zitat von Vienne:
@Diandra Ich möchte dich gerade mal ganz vorsichtig in den Arm nehmen, liebe @Diandra... Ich denke, dass wir alle im Leben mal an einen Punkt ...

Da kann ich nur zustimmen. Es wirkt etwas als hättest du dich selbst verloren und suchst wieder nach dir.

Jetzt kam viel auf einmal, was dich aus der Bahn geworfen hat. Aber wenn du langsam anfängst Dinge aufzuarbeiten und vor allem dir den Druck raus nimmst das du schnell wieder "funktionieren " musst, dann wird 2026 sicher dein Jahr. 🙂

x 3 #243


Diandra
Hallo ihr Lieben.

Heute war viel besser. Das merke ich auch meist dran, dass ich Spaß mache in anderen Threads.

Ich habe also ein super Konzept solange es mir gut geht. Aber überhaupt keinen Plan, wenn nicht. Ich bin dann blind. Nichts tut mir dann gut und das finde ich unerträglich.

Zitat von Vienne:
Ich habe das Gefühl, du hast verloren, dich selbst zu spüren. Und bist auf der Suche nach dir.

Ja. Ich bin dann auf der Suche nach mir. Schon immer, wie ich mit tiefer Enttäuschung und Traurigkeit umgehe. Als Teenager hörte ich einfach auf zu reden und dachte nach, ständig. Und diese Strategie behielt ich lange bei. Bis ich es eben anders machte, nach meiner Therapie und ich diesen Raum hier fand, an den ich mich aber auch extrem vorsichtig rantastete. Aber trotzdem hilft mir absolute Vermeidung mit dem Thema dann am allermeisten. Aber immer ist das auch nicht möglich. Und dann zweifele ich an allem und bin überfordert.

Zitat von Vienne:

Ich möchte dich gerade mal ganz vorsichtig in den Arm nehmen, lieb

Und danke, ja, das hilft. Wie es viele hier getan haben. Früher hörte ich einfach nur, dass müsse man aushalten, so ist das Leben. Und ja, natürlich stimmt das. Aber es muss ja auch Strategien geben ohne etwas Positives in dem Erlebten finden zu müssen? Ich habe mich eine zeitlang in radikaler Akzeptanz geübt. Habt ihr damit Erfahrung? Oder kennt jemand noch andere Wege? Ich meine Verarbeitung liest sich immer so einfach. Aber mich selbst zerfleischte ich genug.

Macht auch nichts wenn euch nichts dazu einfällt. Und ja, vielleicht muss ich in guten Zeiten mehr für die schlechten vorbauen mit etwas mehr Selbstfindung. Habt ihr dazu Ideen?


Zitat von Vienne:
Vielleicht ein sabbatical nehmen... etwas komplett Anderes zur Neuorientierung wagen.
Neuen Input einsaugen.
Was meinst du?

Ich habe meine Arbeitszeit schon etwas reduziert. Es war einfach zuviel. Aber ich frage mich wie findet man sich selbst? Wann hab ich mich gefunden? Oder ist der Struggle einfach ewig und auch normal? 🤔🙄

Na gut, in diesem Sinne schlaft mal gut 💫 .

#244


Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Hallo ihr Lieben. Heute war viel besser. Das merke ich auch meist dran, dass ich Spaß mache in anderen Threads. Ich habe also ein super Konzept ...

Das freut mich sehr. Immer weiter. Schritt für Schritt. 🙂🍀

x 1 #245


Heffalump
Zitat von Diandra:
Aber überhaupt keinen Plan, wenn nicht. Ich bin dann blind. Nichts tut mir dann gut und das finde ich unerträglich.

Wir sind als Menschheit nicht mehr so gewohnt, das Negative auszuhalten. Es wird ja auch von allen Ecken was anderes suggeriert
Zitat von Diandra:
Aber trotzdem hilft mir absolute Vermeidung mit dem Thema dann am allermeisten

Vermeiden ist ein Bumerang, kommt immer zurück
Zitat von Diandra:
Aber immer ist das auch nicht möglich. Und dann zweifele ich an allem und bin überfordert.

Weil du es nicht gerne zulässt und dich von dir selbst runterziehen lässt. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Wissen wir alle.

Und Selbstzweifel sind normal, sie sollten dich halt nicht bremsen
Zitat von Diandra:
Ich meine Verarbeitung liest sich immer so einfach. Aber mich selbst zerfleischte ich genug.

Ich kenne viele, denen ergeht es genauso. Mich eingeschlossen. Wobei ich aber auch gelernt habe, das nicht ich immer die Ursache bin
Zitat von Diandra:
Aber ich frage mich wie findet man sich selbst? Wann

Vielleicht ist es nicht gegeben, das wir uns selbst finden, sonst würden wir unser Leben lang es nicht versuchen. Wenn du dich gefunden hättest, würde deine Entwicklung stagnieren und das ist auch nicht so schön.

Das ist, als ob du jedes Jahr zum selben Ort, selben Zeitpunkt, selbes Hotel, die selben und immer gleichen Leute triffst. Fad und auf Dauer eher ermüdend statt erholsam

x 3 #246


hotte
Liebe @Diandra

ich habe gerade diesen Thread gesehen und mir sind die parallelen aufgefallen. Ich denke mir so häufig "Ich wär so gerne normal". Nichtmehr dieses übersensible Etwas das immer alles und jeden bewertet und von einem Gefühl zum nächsten schwingt.

Ich habe für mich nun erkannt das vieles davon durch Traumatas der Vergangenheit kommt und das meine eigene Beziehungsgeschichte mich an den Rand (oder sogar bis zur) Selbstaufgabe gebracht hat.

Ich habe schon vor einer Weile gelernt mit triggern und ähnlichem umzugehen indem ich mich dann bei den Kleinigkeiten (wie smileys, kommentaren oder ähnlichem) einfach gefragt habe ob es auch eine andere Erklärung als die die mich gerade runter zieht geben könnte. Das hat mir meisstens geholfen.

Aber ich kann dich soooooooo gut nachvollziehen. Gerade aktuell, wo ich überwiegend mit unangenehmen emotionen zu kämpfen habe ist das regelrecht ermüdend und laugt den ganzen Körper aus.

Ich habe pläne für mich gemacht... ein neuer Therapeut und dazu noch ein intensiv coaching. Es gibt wege da raus.... ich bin ganz sicher.....

x 4 #247


Diandra
Guten Abend.

Ich habe nochmal nachgedacht.

Und vielleicht sollte ich dieses Konzept der allzeit währenden Mitte loslassen. Ich denke ich werde nie so in mir ruhen, dass ich das einfach an mir vorbeiziehen lassen kann. Beziehungsweise, ich glaube es ist schlimmer. Ich mag Emotionen, auch dieses wilde, ungestüme was manchmal in mir ist. Was ich immer kontrollieren musste. Ich bin in meiner Traurigkeit impulsiv. Ich denke ich muss mich darin auch ausleben, damit es dann vielleicht besser wird.

Ist es besser? Ja. Durch absolute Ruhe vor irgendwelchen Triggern. Das funktioniert in diesem Fall ganz gut. Und nur so kann ich das tatsächlich vergessen, wobei, ich vergesse fast nichts. Aber ich kann es ablegen, in einer Schublade weit hinten im Kopf.

Und ich mag mein Mäuerchen. Es bleibt. So ein wenig Eisklotz sein schützt schon auch ganz gut und eigentlich weiß ich wie das geht.

Ich bin also noch ein wenig traurig und widme mich dafür wieder anderen, wichtigeren Dingen. Und hoffentlich muss ich nichts davon mehr bereuen.

Ich danke euch nochmal für eure Hilfe.

x 4 #248


Vienne
Zitat von Diandra:
Es war einfach zuviel. Aber ich frage mich wie findet man sich selbst? Wann hab ich mich gefunden?

Durch Glauben an sich selbst findet man sich.

Ich kann deine tiefe Verzweiflung fühlen...und möchte dich gern abermals in den Arm nehmen...und dir Ruhe geben.

Es ist ein Tal...aber du wirst auch wieder die Bergspitze erklimmen.
Es ist eine Frage der Zeit....

x 1 #249


Shum
@Diandra Sagen dir die Begriffe Schattenarbeit und Integration etwas?

Zitat von Diandra:
Ich mag Emotionen, auch dieses wilde, ungestüme was manchmal in mir ist. Was ich immer kontrollieren musste. Ich bin in meiner Traurigkeit impulsiv. Ich denke ich muss mich darin auch ausleben, damit es dann vielleicht besser wird.


Lies das nochmal, was du geschrieben hast. Besonders den ersten Satz. Wie schön ist diese Aussage bitte? 😊

x 1 #250


Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Guten Abend. Ich habe nochmal nachgedacht. Und vielleicht sollte ich dieses Konzept der allzeit währenden Mitte loslassen. Ich denke ich werde nie ...

Du magst Emotionen und wieso solltest du sie dann unterdrücken oder als negativ werten? Und Niemand ruht immer völlig ausgeglichen in sich.

Und irgendwie mag ich Menschen mit Emotionen. Das macht einen Menschen doch aus.

Das du dich von allen Triggern gelöst hast ist gut. Traurig darfst du auch sein. Und es wird besser, wie du siehst. Und irgendwann wird es ok sein. Und sogar gut. 🙂

x 1 #251


Diandra
Zitat von Anja184:
Ich hab da einen ganz tollen Buchtip für dich. Immer wenn ich denke das mein Leben gerade doof ist dann lese ich etwas darin und schöpfe wieder ...

Ich habe es gerade als gebundene Version bestellt. Ich mag diese farbig bedruckten Seiten sehr. Ich bin gespannt. Brauche ja eine Beschäftigung für den Zug 🙂 . Ab morgen muss ich wieder arbeiten. Oder ich darf 🙂 wieder arbeiten.

x 2 #252


Diandra
Zitat von Shum:
Sagen dir die Begriffe Schattenarbeit und Integration etwas?

Tatsächlich nein, noch nicht gehört.

Zitat von Sonnenschein85:
Du magst Emotionen und wieso solltest du sie dann unterdrücken oder als negativ werten?

Das wurde mir so beigebracht. Ich war eigentlich sehr ruhig als Kind, habe aber durchaus Temperament. Ich habe es halt zu sehr verinnerlicht, dass das unerwünscht ist. Ich glaube auch nicht mal, weil meine Eltern so streng waren, sondern eher, weil ich so sensibel auf Vorgaben/Wünsche anderer reagiere und dauernd mein Umfeld beobachte. Und dann komme ich in eine Schleife. Ich will das nicht unterdrücken, aber ich sollte. Macht ja schon auch oft Sinn, erst zu denken und dann zu handeln. Aber manchmal muss es trotzdem raus. Siehe mein Eingangstext. Normalerweise formuliert man das nicht so. Aber in meiner Traurigkeit fühlt es sich genauso an. Aber das kennen doch sehr viele hier, das hat es mir gezeigt.

x 1 #253


L
Nur mal so eine Anregung: Für einen Menschen, der manchmal meint, im Leben alles falsch entschieden zu haben, machst du aber einen verdammt netten, liebenswerten Eindruck.

Und dafür hast du dich ja auch entschieden. Und dagegen, verbittert und bösartig zu sein.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und dass du glücklich wirst. Ein erster Schritt dazu ist hinzunehmen, dass man gar nicht immer glücklich sein kann.

x 4 #254


Shum
Sorry falsches Thema

#255


A


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