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Ich will wer anderes sein

Diandra
Zitat von CanisaWuff:
Naja ..Du kannst sie halt nicht alle töten.

Kill Bill war einer meiner Lieblingsfilme.

x 1 #46


Diandra
Zitat von Talia_:
Achja: dein Kopf lügt dich an! Sag dem Bruder mal, dass er die Klappe halten soll

Sicher, dass es nicht mein Herz ist?

x 2 #47


A


Ich will wer anderes sein

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Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Und ich dachte echt ich hätte etwas gewonnen. Es war unbeschreiblich besonders was ich hatte. Und trotzdem ist der Schein für die Tonne. Gerade da ...

Ich weiß kein Trost, wenn ich jetzt mit, trag es als schöne Erinnerung in deinem Herzen, um die Ecke komme...Deshalb lasse ich das 🤪

Aber...Nur weil der besondere letzte Schein kein Langstrecken Schein war, heißt das nicht das kein vergleichbar toller Schein mehr kommt, der sich dann aber lohnt.

x 4 #48


Vajana
Zitat von Diandra:
Und ihr gebt deshalb nicht auf? Ich will ja gerade aufgeben. Und ich hab eigentlich echt Kampfgeist.

Also ich nicht! Ich habe vor 15-20 Jahren gedacht ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr. Und dann wurde ich wütend, so richtig! Ich hab laut gesagt: Und das solls jetzt gewesen sein? Mit der Kack Vergangenheit und diesen Gemeinheiten? Soll das jetzt echt schon mein ganzes Leben gewesen sein! Oh nein! SO billig wird das Leben nicht mit mir fertig! Das kann einfach noch nicht alles gewesen sein. Und ich hatte Recht. Noch immer bin ich chaotisch, nicht perfekt oder mit Wundergaben gesegnet. Und hab noch sehr oft gesagt nöö das wars jetzt nicht is noch viel zu kacke alles da muss mir dad Leben schon mehr bieten. Aber mir sind mittlerweile auch tolle Sachen passiert...

x 4 #49


Vajana
Zitat von Diandra:
Und ich dachte echt ich hätte etwas gewonnen. Es war unbeschreiblich besonders was ich hatte. Und trotzdem ist der Schein für die Tonne. Gerade da ...

Hattest du denn nichts besonderes? Eine schöne Zeit gab es, oder nicht? Man weiss ja nie wo die Reise so hingeht. Ich weiss natürlich auch nicht was war. Ob du betrogen und belogen wurdest oder dein Lottoschein einfach abgelaufen ist mit einem bedauern.

x 3 #50


Diandra
Ich bin halt jemand der nachdenkt. Viel. Ausgiebig. Und ich habe das Gefühl, dass wenn ich es einmal laufen lasse, nicht kontrolliere, einfach genieße, dass gerade dann etwas idiotisches rauskommt. War es auch.

Ich habe die Grenzen falsch gezogen. Der Lottoschein war nicht registriert und hatte keine Gewinnchance. @CanisaWuff hat recht und es ist auch das was ich als meine neue Klarheit bezeichne. Ich fühle mich immer noch klar. Aber ich bereue das erste mal in meinem Leben etwas. Das ist es glaube ich. Ich würde es gerne rückgängig machen wenn ich könnte. Dieses Gefühl ist neu für mich.

x 2 #51


Mira_
Zitat von Diandra:
Sicher, dass es nicht mein Herz ist?



Ich sage dir mal was ich glaube:

Das Herz denkt nicht, weil Denken eine Funktion des Verstandes ist. Gedanken entstehen im Gehirn. Dort bewerten wir, vergleichen, erinnern uns, zweifeln, urteilen. Genau daher kommen Sätze wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich hätte anders handeln müssen“. Das sind mentale Prozesse, keine Gefühle.

Gefühle selbst sind viel einfacher und unmittelbarer. Sie sind da, ohne Erklärung, ohne Begründung. Liebe zum Beispiel bewertet nicht. Sie sagt nicht warum oder ob du sie verdienst. Sie ist einfach. Deshalb fühlt sie sich weich, ruhig und still an.


Gedanken können starke körperliche Reaktionen auslösen. Herzklopfen, Enge in der Brust, Wärme, Zittern. Das Nervensystem reagiert auf Gedanken, als wären sie real. Und weil diese Reaktionen spürbar sind, glauben wir, sie kämen „aus dem Herzen“.

Das Herz es spricht keine Sprache, stellt keine Forderungen und erhebt keine Anklage. Wenn etwas laut, fordernd, ängstlich oder verletzend ist, kommt es fast immer aus dem Kopf und nicht aus dem Herzen.

Das Herz fühlt.
Der Kopf erklärt.
Und wir Menschen hören oft eher auf die Erklärung als auf das Gefühl.

Also? Lass dir keinen Stuss von deinem Kopf erzählen.

x 7 #52


Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Ich bin halt jemand der nachdenkt. Viel. Ausgiebig. Und ich habe das Gefühl, dass wenn ich es einmal laufen lasse, nicht kontrolliere, einfach ...

Etwas zu bereuen kann sich sch... anfühlen aber vielleicht wird das Gefühl mit der Zeit weniger präsent bei dir....

Und viele Menschen bereuen Dinge....

x 3 #53


Diandra
@Sonnenschein85
Ich habe noch nie etwas bereut. Eben weil ich immer etwas Gutes daraus ziehen konnte. Irgendwas. Könnte ich theoretisch auch. Aber praktisch schau ich nur auf einen Scherbenhaufen. Keine Ahnung, ja vielleicht ist es auch zu ernüchternd, zu frisch, zu bescheuert gewesen. Aber ich weigere mich richtiggehend irgendwas, außer Dummheit und Idiotie, daraus zu ziehen. Ich mag es nicht als schön abspeichern. Ich will es als Lektion behalten.

x 2 #54


M
Zitat von Diandra:
Ich will zurück ins Jahr 1988.



Was war denn 1988 anders/besser? Smile

x 3 #55


Diandra
@Multiversum
Ich war sieben und glücklich🙂.

x 3 #56


Diandra
Und jetzt kann ich nicht schlafen wegen dem Mist. 🙄🙄🙄

Ich habe die letzten 4 Wochen wahnsinnig gut geschlafen. Was war das schön.

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Diandra
Ja, ok. Ich sehe es ein. Es wird mal wieder Zeit für die Auflösung von Gefühlen. 'Negative Gefühle in Freude verwandeln'. Brauchte ich das letzte mal vor 12 Jahren. Aber es hat immerhin geholfen. Ich musste keinen Frieden mit dem Menschen machen, aber ich hab mir selbst verziehen. Vielleicht klappt das diesesmal ja auch.

x 1 #58


Sonnenschein85
Zitat von Diandra:
Und jetzt kann ich nicht schlafen wegen dem Mist. 🙄🙄🙄Ich habe die letzten 4 Wochen ...

Oh. Das nervt. Wenn man nicht schlafen kann. Ist denn etwas konkret vorgefallen, weil es dich diese Nacht so sehr umtreibt? Im Vergleich zu den letzten Wochen, wo du gut geschlafen hast?

Und nein, man muss keinen Frieden mit dem Menschen schließen. Selbst verzeihen klingt gut. Sein Leben ohne die Person leben und dich selbst glücklich machen, das ist das/ein Ziel.

x 2 #59


W
Zitat von Diandra:
ch habe mein ganzen Leben gestaltet. Ich bin irgendwie müde davon. Ich habe alles aus mir rausgeholt. Alles was ging. Die wunderbar beste Version meiner selbst bin ich in manchen Bereichen geworden. Und niemals dachte ich, dass mich etwas dazu bringt diesen Glauben ans Gestalten zu verlieren. Zumindest nicht in Beziehungen. Also ja, hab keine Erwartungen, dann wirst du auch nie enttäuscht. Aber dann bin ich auch tot.

Womöglich ist gerade das der Fehler: alles gestalten zu wollen (woher das Gestaltungsmodell und wozu?). Das Leben ist meines Verständnisses nach ein Fluss, mit alle seinen Wirbeln und Tiefen und Seichtigkeiten und Wasserfällen und ruhigem Fließen usw.
Du bist, wie Du schreibst, die wunderbar beste Version Deiner Selbst geworden, aber dennoch willst Du offenbar mit Dir selbst gar nichts mehr zu tun haben.
Ich frage mich, hast Du Dich bei der Gestaltung Deiner wunderbarsten Vision Deiner selbst tatsächlich nach Dir selber, nach dem, was in Dir selber liegt, gerichtet, oder nach Versionen von Dir, die sich an anderen orientiert haben, also von denen Du nur dachtest, sie wären die besten Versionen Deiner selbst, weil diese irgendwelchen Leuten oder Schablonen gefallen?
Das wäre nämlich ein grundlegender Fehler, der nur zur Frustration führen kann.
Du bist um Deiner selbst willen auf dieser Welt, und Dein So-Sein braucht letztlich gar niemandem zu gefallen. Es ist nicht Deine Aufgabe, anderen zu gefallen, sondern Deine Aufgabe ist, zu dem zu werden, was Du bist, also tatsächlich bist.
Mir fällt dazu immer wieder nur der Vergleich ein: Wenn der Same eines Gänseblümchens in ein Feld von Sonnenblumen fällt, dann ist es nicht der Lebenssinn des Gänseblümchens, auch eine Sonneblume zu werden, sondern eben ein Gänseblümchen (und etwas anderes würde einem Gänseblümchen zum Glück auch gar nicht einfallen ...).
Der Mensch aber mit seinem zwanghaften Kollektivsinn meint immer, er müsse dieses und jenes werden, damit er der Herde gefällt oder zumindest von ihr akzeptiert wird. Mitnichten! Das Einzige, was wirklich zählt und den jeweiligen Daseinssinn entspricht, ist, das zu werden und gedeihen zu lassen, wozu man eigentlich da ist, also - um nochmals auf den Blumenvergleich zu kommen - den Samen wachsen zu lassen, der in einem eingepflanzt ist. (Ich bin ja alles andere als ein Gottesmensch - aber man kann auch sagen: Werde das, wozu Gott Dich gemeint hat.)
Im Übrigen ist das Schöne im Leben ja nicht der Einheitsbrei, der ohnehin nur Übelkeit verursachen würde, sondern es ist eben die Vielfalt - diese ist nämlich der Reichtum der Existenz!

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