Rumo
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weiß garnicht so recht wie ich einsteigen soll, bin jetzt die letzten Tage stiller Mitleser gewesen aber würde gerne meine Geschichte über das Ende der knapp 6-jährigen Beziehung loswerden
Rückblickend hat es wohl schon seit einigen Monaten gekriselt, weniger gemeinsame Zeit, s..uell ziemliche Flaute, vemehrte Stille im Alltag aber ich hab das alles auf ihren Stress zum Ende ihres Studiums geschoben, habs wahrscheinlich übersehen wollen. Sie hatte sich davor körperlich sehr verändert, fast 30 Kg in wenigen Monaten abgenommen, Sport und Ernährung haben einen immer größeren Raum in ihrem Leben eingenommen.
Hatten Ende letzter Woche wieder einen größeren Streit um eines unserer Reizthemen (grob skizziert der Vorwurf ihre Freunde sind ihr wichtiger als ich) und am nächsten Tag - musste schon länger geplant beruflich verreisen - hat sie gesagt das sie in sich gehen muss und gucken was sie will, es gibt einen Altersunterschied von knapp 7 Jahren bei uns (ich Mitte 30 sie Ende 20). Für die Zeit wo ich verreist war hatten wir schon so eine Art Kontaktsperre vereinbart damit sie (und auch ich) einigermaßen zurückgezogen nachdenken können. War in den 4 Tagen völlig fertig, hab ständig überlegt wie das Gespräch ablaufen würde, hatte keinen Appetit mehr und war ständig nur am Weinen oder völlig apathisch.
Hatte ihr bei meiner Rückkehr vorgeschlagen das wir ergebnisoffen zur Paarberatung/-therapie gehen weil ich sie noch sehr liebe und auch bereit wäre an mir zu arbeiten. Sie sagt ich bin ihr noch wichtig aber für eine Partnerschaft wäre nicht mehr genug Gefühl da, hat nach langem zögern zumindestens vorläufig zugestimmt das wir wenigstens versuchen die Trennung professionell begleiten zulassen, mir ist wichtig zu wissen warum sich die Dinge so entwickelt haben wie sie es haben.
Unser Leben ist halt sehr verknüpft, haben jetzt seit 4 Jahren eine gemeinsame Wohnung (sie ist aktuell zu einer Freundin gegangen) - leider auch mit gemeinsamen Mietvertrag - , bin im Prinzip wegen ihr (war damals arbeitstechnisch für mich einfacher als für sie) in eine andere Stadt gezogen und hab hier halt vorallem ihren Freundkreis gehabt, die Freunde von früher die ich hier hatte sind alle weggezogen (aber nicht fürchterlich weit). Morgen wollen wir uns treffen und besprechen wie es jenseits der Beziehungsebene , also mit Wohnung, Einrichtung und so weitergeht, hab das Gefühl das die technischen Details (wie in der Beziehung auch schon) an mir kleben bleiben und hab gerade sowieso irre viele Bälle zu jonglieren (u.a. wichtige berufliche Prüfung steht an, hab da auch formalen Stress mit einem Zulassungamt mit) und hab einen irren Bammel vor dem Gespräch, bin unruhig, fahrig, hoffe
das wir irgendwie zu einer für beide Seiten vernünftigen Lösung kommen
Ich würde die Wohnung gerne behalten weil ich zum Einen gerade nicht noch zusätzlich zu nagendem Liebeskummer und beruflichen Herausforderung mich um eine neue Bleibe und die Auflösung der alten Bleibe kümmern kann und möchte (unser Vermieter ist auch eher schwierig das kommt noch belastetend dazu), zum Anderen gefällt mir das Viertel und die Lage sehr, die Einrichtung ist sowie zu knapp 85%-90% eh meine, hatte vorher schon eine eigene Wohnung und sie hat noch bei ihren Eltern gewohnt deswegen hab ich die meisten Dinge schon in die gemeinsame Wohnung wie Küche Waschmaschine Bett und so mitgebracht hatte und hab auch die größeren finanziellen Mittel und deswegen die meisten großen Anschaffungen gemacht und auch schon immer den größeren Teil der Miete sowie das ganze Drumherum (Strom, Internet, Versicherungen) gezahlt.
War für mich auch eigentlich nie das große Thema - ich hab halt normal verdient und sie hat Teilzeit gemacht und studiert, (hätte mir manchmal gewünscht das es mehr wertgeschätzt würde aber hab schon erkannt das ich so nicht hätte denken dürfen - wenn ich es nicht hätte machen wollen hätte ich es sagen müssen) hatten mal angesprochen ob wir das nicht anders verteilen wo sie jetzt fertig ist, hat sie auch eigentlich auch nichts grundsätzliches gegen gesagt wollte aber halt noch ein bisschen den größeren finanziellen Spielraum auskosten.
Jetzt fühl ich mich ausgenutzt, hab Angst das sie auf der umgehenden gemeinsamen Kündigung besteht, bin einfach nur aufgerissen und kaputt.
Danke für Zuhören
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