Zitat von Cagy:.. ich finde das hier kaum jemand erkennen will / akzeptieren will das SIE dem TE ganz klar gesagt hat warum es nicht passt ..sie fühlt sich erdrückt durch seine sicher wohlgemeinte und verliebte Dauerverfügbarkeit. Keiner weiss hier genau in wieweit der TE sich tatsächlich so verhalten hat und Empfindungen bzw, ...
Ich denke, das gesunde Maß liegt in der Mitte.
Die beiden werden in eine Dynamik gerutscht sein:
sie zieht sich zurück, er hinterher.
Sie mauert. Er will reden.
Sie triggern sich gegenseitig. Ich vermute bei einer bindungssicheren
Frau würde der TE sich auch viel weniger auf sie fixieren, weil er
die Sicherheit spürte.
Ich denke sie kann jetzt an ihrer Bindungsangst arbeiten.
Er kann an seiner Verlustangst arbeiten.
Es ist kein Weltuntergang wenn jemand geht, der nicht gepasst hat.
Man muss sich auch nicht aufopfern für sonstwen.
Letztlich gehts ja auch um Authentizität. Wenn der TE Gespräche
über Gefühle schätzt, wenn er eine loyale (!) bindungssichere Frau
möchte, muss er das für sich auch zum Standard machen.
Also bei der nächsten Frau mal schauen, ob ehrliche tiefe
Gespräche möglich sind? Kommunizieren, dass man Untreue nicht
tolerieren wird. Dazu muss man halt auch selber wissen wo man
steht und dies adäquat kommunizieren.
Die lösung kann ja nicht sein, der Frau hinterherzurennen und ihr
alles Recht zu machen. Das seh ich genauso.
Verweigerung und ein "dann bin ich halt nimmer hilfsbereit" sind aber
auch nicht hilfreich und passiv aggressiv.
Es geht darum, dass der TE seine Standards kommuniziert und
bereit ist zu gehen, wenn die Frau das absolut nicht matchen kann.
Und auch wenn es hier jetzt nichts mehr wird, kann er üben, indem
er sagt: " ICH gehe jetzt, wenn DU mich nicht willst."
Ich bin bereit an Beziehung zu arbeiten, aber ich renne nicht
hinterher, wenn Du es nicht willst.
Dann verliert SIE nämlich auch ihre "Option" und wird
vielleicht mal nachdenklich.
Ich denke, Authentizität ist besser als jedes Spielchen.
Und wenn das zum Cut führt, super. Dann hat es nicht gepasst.
Was mir auch heute noch sehr hilft, ist wirklich mir einen Raum zu
geben, meine Trigger zu FÜHLEN.
Wenn ich Angst vor Nähe fühle. Fehlende Wertschätzung.
Panik. Verwirrtheit. Das sind ja oft ganz alte Wunden.
Der TE schreibt ja auch, er musst IMMER betteln.
Warum? Weil das einfacher ist, als einmal wirklich den SCHMERZ
zu FÜHLEN, dass man Angst hat, weggestossen, nicht gesehen
und nicht gehört zu werden.
Aber wenn man die Kommunikation vom Trigger trennt, und sich
diesen Raum gibt, kann man hinterher vielleicht ganz aufrecht stehen und
sagen: das möchte ich nicht mehr. Aus diesem Spiel steige ich aus.
Bietet letztlich auch dem Gegenüber die Chance auszusteigen...
Unglücklich sind ja BEIDE an dem Punkt.