Thegirlnextdoor
Gast
Aber wo ich deinen Anspruch "zu hoch" finde ist die Tatsache, dass du erwartet hast, dass der Mann all dein Gemecker und deinen Terror toleriert und dennoch bei dir bleiben mag. 🤔
Du schreibst, du hattest eine überbehütete Kindheit.
Wie waren deine Eltern so - wurden dir Grenzen gesetzt?
Deutlich mitgeteilt, wenn es "Zuviel" war?
Oder waren deine Eltern sehr gutmütig und (wie man heute sagt) "bedürfnisorientiert" unterwegs, und du standest nonstop im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit..?
(Bin Pädagogin und das ging mir beim Lesen deines Textes als erstes durch den Kopf...)
Du sagst, du benimmst dich in den Beziehungen nicht gut, wenn es nicht nach deinen Vorstellungen geht (wie ein kleines Kind, das gerade mal nicht bekommt, was es haben möchte?) und die Männer mutieren zu Är...en... meine Vermutung: aus purer Hilflosigkeit. Denn was will man machen, wenn man etwas nicht zu leisten vermag und ein anderer immer und immer wieder fordert, bohrt und tritt? Am Ende bleibt einem ja nur, zu gehen.
Gutmütige Eltern tun das natürlich nicht - daher vielleicht die Missannahme (falls man es so erlebt hat), man könne es mit dem Partner genauso machen, dessen Liebe sei am Ende auch so unerschütterlich..?
Gehst du denn mit deinen Freunden auch so um, dass es da Drama und Meckern gibt, wenn deine Erwartungen nicht erfüllt werden, oder verhältst du dich da anders..?
Wenn ja, warum...?
Bitte - diese Fragen müssen hier alle nicht öffentlich beantwortet werden. Es sollen nur Anregungen zum Nachdenken und für eigene Überlegungen sein.
Kann ja auch sein, dass ich absolut falsch liege (ich kenne dich ja nicht und kann nur von dem ausgehen, was du hier bisher berichtet hast, was auf der einen Seite einiges, auf der anderen Seite aber natürlich nicht viel war.)
Dass du eine Therapie machst, ist auf jeden Fall sehr gut... da sollte doch auch noch einiges klarer werden.