felix
Gast
ich kann dir nur dringend empfehlen, dass du dich von deiner Affäre trennst. Ich habe einen nicht ganz vergleichbaren Fall erlebt, mich in eine Arbeitskollegin unsterblich verliebt (sie sich auch in mich), mich dann von meiner Frau getrennt (sie sich auch von ihrem Mann) und doch gemerkt, dass ich mit der Kollegin keine Beziehung eingehen kann - zu sehr hing und hänge ich an meiner Frau, zu sehr sagt irgendwas in mir, dass ich zu ihr gehöre. Aber das ist ein anderes Thema.
Die Zeit, in der ich der Kollegin täglich begegnet bin, die mich wahnsinnig angezogen hat und zu der ich doch nicht finden konnte, hat mich sehr kaputt gemacht. Mir ging es ähnlich wie du es beschrieben hast - Verlust von Lebensfreude, ständige Traurigkeit, Perspektivlosigkeit. Im Grunde beschreibst du eine Depression. Auch mich hat es letztendlich krank gemacht.
Ich habe die Stelle gewechselt, erst das hat langsam geholfen. Ich konnte mich lange nicht entscheiden, aber ich konnte mich nicht in eine Zukunft mit der Frau einfühlen, in die ich verliebt war. Die tägliche Konfrontation hat mir nicht gut getan und ich glaube, sie wird dir auch nicht gut tun. Das solltest du wirklich überdenken - ich empfehle dir, die Affäre zu beenden, dich einem guten Freund/in anzuvertrauen, der dir über die dann folgende schwere Zeit weg hilft, damit du nach einer bestimmten Zeit wieder anfangen kannst, dich an Dingen zu erfreuen.
Es ist schwer, aber es funktioniert - wenn auch nur langsam.
Viel Glück,
Felix