Tiffany78
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mir platzt bald der Kopf, deswegen habe ich mich entschlossen hier meine Sorgen und Ängste rauszulassen.
Wo soll ich anfangen. Ich dachte eigentlich, dass ich eine glückliche Ehe bzw. Beziehung führe. Wir sind 15 Jahre zusammen und davon 5 Jahre verheiratet. Haben einen wundervollen 4-jährigen Sohn und nun bin ich so durcheinander, weil ich alles in Frage stelle. Ich muss dazu sagen mein Mann ist mein erster richtiger Freund gewesen und er war es halt, mit ihm wollte ich alt werden. Ich frage mich, was wir in den 15 Jahren eigentlich so erlebt haben, oftmals denke ich, wir haben nur nebenher gelebt. Sicherlich wir haben ein Haus gebaut und waren so abgelenkt und unser Sohn hat uns auch auf Trap gehalten. Ich frage mich ständig was macht unsere Beziehung aus, was schweißt uns zusammen, was ist unser Ding. Ich muss dazu sagen, dass wir uns in der Beziehung unterschiedlich entwickelt haben, das denke ich zumindest jetzt. Wir haben einen Ehevertrag und er hat alles (Eigenheim, Immobilien, etc.), für ihn ist es aber so, als ob alles uns beiden gehört, leider empfinde ich das anders. Darüber habe ich mir erst jetzt Gedanken gemacht, weil ich immer unglücklicher geworden bin. Dazu kommt noch, dass ich direkt von seiner Familie umgeben bin. Ich habe nichts gegen sie, aber irgendwie fühle ich mich nicht mehr frei. Aber umziehen, was bringt das? Tja und bei seinen letzten Immobilienprojekt ist es passiert. Wir haben so sehr nebenher gelebt, dass ich einen anderen Mann, ohne es gewollt zu haben, in meine Leben gelassen habe. Durch ihn habe ich erstmal angefangen drüber nachzudenken was nicht stimmt und habe mich erstmals gefragt was will ich eigentlich im Leben. Ist das Leben so wie ich es jetzt führe, das was ich will? Immer das Gleiche Arbeit, Kind, Hauhalt, Garten, Couch... Man ist sich näher gekommen, hat füreinander Gefühle entwickelt, aber mit ihm geschlafen habe ich nicht. Wir haben viel geredet, das tat mir gut. Und nun ein dreiviertel Jahr ist rum und dieser Mann ist nicht mehr da. Es war besser getrennte Wege zu gehen, ich konnte den Schritt der Trennung von meinen Mann nicht tun. Es ist ja ein Kind da.
Mit meinen Mann habe ich schon Monate nicht mehr geschlafen, es geht nicht mehr. Er meint, wenn das nicht mehr das ist was ich will soll ich doch gehen, er hält mich nicht auf, da er möchte, dass ich glücklich bin. ich stehe fassungslos da und frage mich, ist das wirklich eine WG in der wir leben und wie lange ist das schon so? Wenn ja, warum haben wir das nicht mitbekommen?... Ich könnte noch viel mehr schreiben... Ich weiß nicht mehr weiter... ich sehe immer meinen Sohn und denke, so schlimm ist es nun auch nicht. Aber immerhin wollten wir uns schon vier mal trennen und haben immer wieder einen Rückzieher gemacht. Meine Bekanntschaft hat immerhin bewirkt, dass ich jetzt meinen langegehegten Wunsch, dem Tennisspielen, nachgehe. Das hatte ich vollkommen vergessen, dass das mein Traum war. Ich habe mich ganz schön hängen lassen in den letzten Jahren, habe alles vernachlässigt, es ja so bequem. Ein leben im goldenen Käfig, der mir nicht gehört. Und jetzt versuche ich diese alten Schalen loszuwerden und mich zu befreien, wieder aktiv am Leben teilnehmen... aber geht das überhaupt in dieser Konstellation?
