Woelkchen98
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ich habe mir nun doch überlegt meine Geschichte in diesem Forum niederzuschreiben.
Ich habe einfach so viele Gedanken und Fragen in meinem Kopf und würde mich über ein Austausch mit gleichgesinnten freuen.
Also.
Meine Beziehung ist nun seit fast 3 Wochen beendet. Der Schlussstrich ging "offiziell" von ihm aus. Aber ich fange erst einmal von ganz vorne an. Wir waren jetzt genau ein halbes Jahr zusammen. (Trennung erfolgte am Halbjährigen). Ich habe aber so eine intensive Beziehung noch nie erlebt. Ich muss dazu sagen das ich schon sehr jung angefangen habe Beziehungen zu führen, da ich leider immer versucht habe durch einen Partner, mein "unglückliches Seelenleben" aufzuwerten. Dadurch habe ich meinen Partnern leider immer viel zu viel Macht über mich gegeben und mich immer emotional abhängig gemacht.
Die Trennungen waren deshalb immer ganz furchtbar für mich, jedes Mal dachte ich, ich sterbe daran. Die einzige Lösung war es immer, schnell jemand neues zu finden damit ich dieses "Loch" stopfen kann. (Ich weiß, ist nicht der richtige Weg für mich aber meistens der "leichteste" zumindest bis die Person wieder weg ist und ich wieder am Boden bin. (Teufelskreis)
Auf jeden Fall war ich immer so das ich Trennungen nicht akzeptieren konnte, und wie ein bettelnder Hund hinterher gerannt bin und mich so erniedrigt habe, dass ich mich selbst im Spiegel nicht mehr anschauen konnte. Bin leider am Ende auch immer zu einem "kleinen Psycho" mutiert. Tagelang vors Haus gefahren, gefleht, geschrien, geweint. bis ich so sehr am Boden lag das auch irgendwann verstanden habe das ich mich zurückziehen muss. Leider bestätige ich dadurch meine Ex-Partner immer wieder "die richtige Entscheidung getroffen zu haben" da man mich leider nur noch auf den Teil am Ende reduziert hat. Eigentlich bin ich eine sehr selbstbewusste, offene, lebensfrohe junge Frau. Nur durch diese blöden Verlustängste, mache ich immer selbst klein und am Ende bleibt nichts mehr davon übrig. Viel zu schlimm ist der Gedanke einen Menschen zu verlieren, den ich liebe. Auch eine Therapie habe ich dies bezüglich schon gemacht und dachte auch ich hätte es im Griff aber sobald wieder jemand da ist, verfalle ich sofort in alte Muster.
Aber zurück zum Thema. mein Exfreund und ich kamen seeehr schnell zusammen. (1 Woche ca?). Wir haben uns übers Internet kennengelernt, uns getroffen und es war wie "Liebe auf den ersten Blick". Sein Charme und seine Art zu reden (er war auch von Beruf Verkäufer) hat mich fasziniert. Er war ein Gentlemen wie er im Buche steht. Tür aufhalten usw. Außerdem hatte er wahnsinnigen Humor, wir haben stunden mit einander gelacht. Mich hat es sofort erwischt. Danach ging alles ganz schnell, jeder Tag wurde gemeinsam verbracht und wir schwebten wirklich auf Wolke 7, ich konnte mein Glück kaum fassen! Man muss dazusagen das ich zu der Zeit arbeitslos war und er war der einzige Mann den das nicht "gestört" hat er war denke ich sogar im nachhinein froh das ich so viel Zeit für ihn hatte.
Er stellte mich seiner Familie, seinen Freunden vor und redete recht schnell davon mir dieses Jahr noch einen Antrag zu machen und das er endlich die Frau gefunden hat mit der er Kinder will. (oh man, beim schreiben fällt mir auf wie naiv ich eigentlich war) Und er war der Erste Mann mit dem ich mir das wirklich vorstellen konnte. Er war auch immer sehr emotional hat für einen Mann viel geweint vor allem wenn es um mich ging. Alleine der Gedanke mich zu verlieren, führte dazu das er weinen musste. Außerdem war er seehr liebe und aufmerksamkeitsbedürftig. Aber da ich das auch bin, passte es eigentlich. Doch nach den ersten Monaten voller Glück, kam auf einmal die Kehrwende. Ein wenig Alltag kehrte ein und dies zog die ersten kleinen Probleme mit sich. Der erste richtige Streit kam und seine Reaktion war ein Schlag ins Gesicht. Es war kein schlimmer Streit, etwas belangloses wo man hätte in paar Minuten klären können. Stattdessen wirft er mir am selben Tag meine Sachen in den Garten und verkündet in den sozialen Medien sofort er sei Single ? Ich habe die Welt nicht verstanden. Da ich dann aber wieder "gekämpft habe" und es klären wollte, war es dann auch wieder "gut" und es lief weiter. nur wusste er dann er kann alles mit mir machen und verlor den Respekt vor mir. Mit der Zeit habe ich gemerkt das er mich klein halten möchte. Vor Freunden wurden immer Späße auf meine Kosten gemacht, dadurch hat er sich "größer" gefühlt. Er hat mich wegen Kleinigkeiten zur Sau gemacht ich sei zu dumm für alles. er hat mir Freunde schlecht geredet und wollte das ich den Kontakt aufs mindeste beschränke. Er akzeptierte nicht wenn ich einen Abend für mich sein wollte, er verlangte das ich jede Nacht bei ihm schlafe. (Ich hatte wirklich auch das Gefühl das er viel mehr abhängig ist von mir wie ich von ihm, weil ich sein zentraler Lebensmittelpunkt war und ich mich aber noch um andere Dinge gekümmert habe und eben nicht meine Freunde aufgegeben) Draußen war er immer der lauteste musste sich beweisen. Er hatte auch ein riesen Ego und dachte von sich er wäre echt Adonis schlecht hin, was er aber nicht war. (Sagten auch meine Freunde, und Familie) und Daheim war er ein kleines zerbrechliches "Baby".
Irgendwann fand ich noch raus das er mich belügt und übers Geschäftshandy mit einer anderen schrieb.
Das hat mir so weh getan! Habe gesagt er soll es lassen und nach ewiger Diskussion meint er, er lässt es. aber ich musste echt für kämpfen. Nur war es damit für mich nicht "gut" das Vertrauen war weg. ich habe mich ein wenig zurückgezogen.
Das war drei Tage vor unserem halbjährigen. Habe ihm noch (so gut wie ich bin) ein wundervolles persönliches Geschenk gemacht und trotz allem gehofft wir machen uns einen schönen Tag. Doch er meldete sich nicht. irgendwann schrieb ich ihm ob wir uns sehen und er meinte nur "nein kein bock auf dich heute, ich sch. auf den Tag". ich war am Boden und flehte ihn an. er meinte ok wir treffen uns Abends. Und ich war froh, ihn einfach doch noch sehen zu können. nur leider hatte er andere Pläne. Wir trafen uns und er schmiss mir mein Zeug vor die Füße. Ich bin komplett zusammen gebrochen, habe sofort angefangen mich zu übergeben. seine Aussage dazu war nur " und wenn du verreckst" es ist mir egal! und ist weg gefahren.
Danach habe ich eine uncoole Aktion gebracht, bin zu ihm heim (hatte noch die Schlüssel) und habe alles verwüstet was mit uns zutun hatte (Bilder usw) ich war soooo verletzt und nicht mehr Herr meiner Sinne. er nahm mir die Schlüssel ab und hat mich rausgeworfen. Danach war over. Er blockierte und löschte mich über all und seitdem ist auch Funkstille.
Das ist jetzt 3 Wochen her. alle sagen sei froh das er weg ist er hat am Ende sein wahren Charakter gezeigt.
Aber ich bin so am Ende das ich sogar über einen Klinik Aufenthalt nachdenke, konnte nicht arbeiten und bin in eine tiefe Depression gerutscht. ich verstehe es einfach nicht! Wir waren so glücklich, verliebt, hatten Urlaube gebucht. und er wirft mich wegen "Kleinigkeiten" so weg?
Ich weiß das ich froh sein müsste das er weg ist. aber trotzdem vermisse ich ihn und hoffe das er zur Besinnung kommt und mich vermisst. er ist wie eine Dro. für mich und der Entzug ist gnadenlos.
Schon mal Danke für jeden der sich diesen Roman durchlesen wird.
Bin dankbar für jede Meinung und Ratschläge!
Ganz liebe Grüße
Woelckchen98