Esquire
Mitglied
- Beiträge:
- 5
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 1
- Mitglied seit:
Ich bin seit etwas über einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Er wohnt 40 km weit weg.
Wir haben uns beim Kennenlernen gleich gut verstanden und waren uns bereits am zweiten Abend sicher, dass wir zusammen sein wollten. Wir waren über eine längere Zeit sehr verliebt. Konnten nicht genug von einander bekommen und haben uns daher trotz der räumlichen Distanz so oft es ging gesehen. Er hat mir soviel gegeben, hat sich so sehr bemüht, war total zärtlich. Wir haben jeden Abend oft stundenlang miteinander telefoniert. Natürlich haben wir die drei Tage am Wochenende total genossen, haben zusammen etwas unternommen, sind viel spazieren und tanzen gegangen, in den Urlaub gefahren . . . alles super.
Da ich viel mehr Zeit habe (Teilzeitjob) als er, war ich mehr bei ihm.
Als wir ein Jahr zusammen waren, hat er mir einen riesigen rote Rosenstrauß mitgebracht. Ich weinte vor Glück. Er war immer so aufmerksam, schickte viele Nachrichten. Ruft jeden Abend an und morgens kommt immer eine Nachricht "Guten Morgen Schatz". Sie wiederholt sich aber ich freute mich immer riesig.
Mir ist schon bewusst, dass diese Verliebtheit abkühlen wird und so war es dann auch. Ich habe öfter Zweifel angemeldet, aus Angst ihm würde das alles zuviel, er räumte diese aber immer aus dem Weg und sagte, er freue sich, wenn ich kommen würde.
Nun ist es seit ein paar Wochen irgendwie alles anders. Wir telefonieren zwar wie immer jeden Abend, aber die Gespräche sind etwas gezwungen. Auch die Nachricht am Morgen kommt wie gewohnt. Ansonsten ist alles merklich weniger geworden. Im Laufe des Tages kommt keine Nachricht, wenn ich schreibe, kommt nur ein Küsschen als Antwort.
Ich bin eigentlich oft sehr eifersüchtig, was er überhaupt nicht mag und er wird auch merken, dass ich nicht gut allein sein kann. Er hat mir auch schon gesagt, dass er trotz seiner positiven Art manchmal Schwierigkeiten hat mit meiner negativen Art.
Er erzählt in letzter Zeit öfter mal, dass die Wochenenden alleine ruhiger waren. So muss er alles an Hausarbeit usw. in der Woche erledigen um die Wochenenden dann mir zu widmen. Auch in der Woche sehen wir uns kaum noch, die Ferne wird vorgeschoben, ich fahre auch in der Woche eigentlich nicht mehr hin, traue mich nicht.
Es ist alles sehr abgekühlt, er fasst mich nicht mehr oft an und Zärtlichkeiten sind sehr viel weniger geworden. Er gibt sich einfach nicht mehr soviel Mühe.
Wahrscheinlich macht mich das Alles unzufrieden und wir haben deshalb schon ein paarmal Auseinandersetzungen gehabt. Einmal war es kurz vor der Trennung aber ich habe gesagt, wir können das doch jetzt nicht aufgeben, wir lieben uns doch.
Wir hatten also vor 3 Wochen eine richtige Krise und ich habe das Gefühl, seitdem ist der Wurm drin. Vielleicht mögen wir beide nicht mehr richtig was sagen um nichts falsch zu machen.
In mir sieht es so aus, dass ich Bauchweh habe. Ich weiß nicht, was ich tun soll? Soll ich die ganze Geschichte abtun und sagen, nach einem Jahr wird es nun mal weniger. Soll ich ihn ansprechen, auf die Gefahr hin, dass er wieder sagt, dass ich unzufrieden bin. Oder er macht Schluss?
Oder soll ich es beenden, damit es nicht mehr ganz so doll weh tut.
Ich möchte, dass alles wieder so ist, ich möchte mit ihm zusammen sein, sowie es vor ein paar Wochen war. Habe ich eine Chance?
Ich freue mich auf Eure Antworten und Meinungen