Ich finde es ja ganz interessant, wie sich festgeklopfte Glaubenssätze, die in diesem Forum vorherrschen, teilweise eklatant widersprechen.
Da gibt es zum einen den oft zitierten Glaubenssatz: Ihr müsst reden. Viel reden. Reden hilft eigentlich gegen alles. Wessen Beziehung kaputtgeht, der hat wahrscheinlich einfach nicht genug geredet.

An anderer Stelle hört man hier immer wieder gern: Vergiss die Worte! Taten zählen! Ein paar schmalzige Worte sind schnell dahingeredet.
In diesem Zusammenhang, den der TE hier beschreibt, frage ich mich, obwohl ich nicht an Glaubenssätze glaube, was das Reden eigentlich bringen soll?
Diese Frau benimmt sich über einen längeren Zeitraum völlig spooky und unberechenbar und zwar mehrmals hintereinander.
Anstatt das wenigstens selbst einzusehen und irgendeine möglichst plausible Erklärung für ihr seltsames und respektloses Verhalten zu liefern (und zwar ernsthaft und von sich aus), kommt sie mit Tränen in den Augen an und will offenbar für irgendetwas (man weiß nicht für was) bemitleidet werden.
Aha.
Wieso glaubt irgendjemand, dass es dem Te hier nützt zu reden? Weil sie dann ganz plötzlich einsehen könnte, dass sie sich völlig daneben benimmt? Weil sie plötzlich sagen könnte: Ach ja. Jetzt, wo du es erwähnst, sehe ich es. War völlig schräg von mir.
Wieso glaubt irgendjemand hier, dass es die Aufgabe des Te ist, sich um irgenwelche spekulierten Blockaden von ihr zu kümmern, von denen sie selbst kein Wort erwähnt?
Lieber TE: Wenn du eine Beziehung möchtest, in der deine Partnerin sich immer wieder völlig spooky, respektlos und daneben benimmt und dir dafür mit irgendwelchen Tränen hinterher noch Schuldgefühle machen will (und glaub mir, so ein Verhalten verschwindet nicht plötzlich von Zauberhand), dann nur zu: Stürz dich rein in diese Beziehung! Versuch, ihre Blockaden zu lösen. Rede dir den Mund fusselig. Lass dir ein schlechtes Gewissen machen. Immer und und immer wieder.
Falls du das lieber nicht willst, empfehle ich dir ernsthaft, die Finger von dieser Frau zu lassen und ihr weiträumig aus dem Weg zu gehen.