Zitat von thegirlnextdoor: Ich finde es ganz schlimm hier immer wieder zu lesen wie leichtfertig die Ärzte Medikamente zur Trennungsverarbeitung verschreiben...
Und ich lese hier wie leichtfertig ungeschulte Menschen über das Handeln von Ärzten urteilen - und das auch noch ohne genaue Details der Diagnose zu kennen.
Ich bin hier im Forum, weil ich als gestandener Mann, Kraft- und Ausdauersportler nach meinem traumatischen Trennungserlebnis wirklich trotz gefestigtem Leben und Umfeld zusammengebrochen bin, eine "Anpassungsstörung" erlitt und das erste Mal in meinem Leben nicht mehr essen konnte deswegen, nicht mehr schlafen konnte und vor allem zitternd und panisch in der Ecke lag (alleine) und in der Akutphase nach der Trennung die Anpassungsstörung mit einer Angststörung und Panikattacken einher ging.
Und das war mit Anfang 30 und das war auch sicher nicht meine erste Trennung.
Und das ist dann auch nicht mehr lustig, sondern das ist sogar lebensgefährlich.
Und darüber zu schwadronieren sich "nicht so anzustellen" ist in etwa so, wie einen depressiven auffordern, doch einfach nicht mehr traurig zu sein.
Für diesen Fall - nämlich zur Behandlung ernsthafter schwerer Angstzustände und Panikattacken - gibt es Medikamente die absolut nur im Notfall verordnen werden sollten und in der Regel auch nur dann und unter strenger Kontrolle verordnet werden in Deutschland.
Auch bei mir war es nur in Verbindung mit einer Reha und in der Akutphase unter strenger Aufsicht das Ultima Ratio.
Es war übrigens trotzdem eine schreckliche Zeit und mit Spaß oder irgendeiner "Leichtfertigkeit" hat das gar nichts zu tun.
Darüber dass sich jeder ab 18 Jahren in DE ohnehin als Alternative täglich mit dem Zell- und Nervengift Alk. zukippen könnte, will ich jetzt gar nicht erst anfangen.
Dro.gen oder Alk. sind NIE eine Lösung!
Und wem es wirklich physisch und psychisch so schlecht geht, der sollte sich unbedingt dringend Hilfe suchen beim Arzt und/oder Therapieeinrichtungen.
Diese Medikamente befinden sich übrigens auf der weltweiten Liste der "unentbehrlichen Arzneimittel".
Ich wünsche niemandem eine vorübergehende oder längerfristige Angststörung.
Aber wer sowas noch nicht durchmachen musste, der kann natürlich leichtfertig darüber reden.