Knox
Gast
Danke für Deine Antwort.
Du hast recht - ich habe natürlich selbst Anteil an dem ganzen Geschehen, und Du kannst Dir sicher sein, dass ich es schon tausendmal bereut habe, durch mein Verhalten meiner Tochter geschadet zu haben.
Es ist aber so: Wir hatten ja die Vereinbarung, dass sich jeder vom Partner trennt. Er wusste, dass das in meinem Fall sehr viele Probleme mit sich bringen würde, hat auch hautnah die Reaktion meines Mannes miterleben dürfen. Und als ich meine Familie vor seinen Augen in Stücke zerlegt hatte, ist er zu seiner Familie zurück gegangen. Wenn er doch schon länger Zweifel hatte, hätte er es doch sagen können. Dann wäre meine Trennung später und sehr viel friedlicher verlaufen. Er hatte mich aber durch die Beteuerungen seiner Liebe und Treue darin bestärkt, mich zu trennen. Das finde ich schon ziemlich bitter.
Ja, meine Kontaktversuche grenzen an Stalking. Ich habe ihn in diesen Nachrichten aber nicht angefleht, zurückzukommen, und ihm nicht einmal Vorwürfe gemacht (außer in der ersten Mail, und auch da nur sehr moderat), sondern wollte lediglich von ihm hören, dass er nun nicht böse auf mich ist. Ich wollte ein bisschen inneren Frieden haben und habe mir gewünscht, dass er wenigstens freundlich an unsere Beziehung zurückdenkt, weil sie mir doch so unglaublich viel bedeutet. Er war in dieser Zeit auch mein bester Freund. Ich habe ihn lediglich gefragt, ob wir nicht in Gedanken Freunde bleiben können.
Zum Thema "gestandene Frau" - vielleicht hast Du in meinem ursprünglichen Beitrag gelesen, dass ich selbst auch Asperger-Autistin bin (mit einem GdB von 50). Ich habe große Probleme im Umgang mit Gefühlen. Und ich bin darauf angewiesen, dass andere Menschen offen und vor allem ehrlich mit mir reden, da ich kaum "Zwischentöne" verstehen kann. Und mein Freund ist ja Psychologe und Experte für Autismus. Niemals wäre ich davon ausgegangen, dass er nicht ehrlich zu mir sein könnte.
Vielleicht verstehst Du meine Fassungslosigkeit und Naivität nun ein bisschen besser.