Liebe Knox,
bei mir kommt das jetzt so bißchen an, ob du gar nicht so wirklich gewollt bist, aus deiner Situation rauszukommen!
Für allen und jeden hast du jede Menge Ausreden und Erklärungen parat.
Auch deine Krankheit, vielmals sorry, aber die trägst du ganz vorne als Schutzschild.
Obwohl du, so meine Meinung, durchaus in dem was du schreibst, so einiges aussortieren kannst!
Du sprichst dir selbst jegliche Fähigkeiten ab, entmündigst dich, suchst dir irgendwelche Lücken, wo man sich verstecken kann. Hauptsache, du hast deine Ruhe in deinem Schmerz und es ist wie es ist!
So auch hier:
Zitat von Knox:Vielleicht nutzen mir all diese Erkenntnisse beim Verarbeiten dieser Situation. Meine Gefühle werden dadurch allerdings nicht verschwinden.
Du hast also schon festgelegt und dir vorgenommen, diese Gefühle für diesen, entschuldige, ganz und gar nicht liebenswerten Mann, werden nicht verschwinden!
Also werden sie auch nicht, denn du willst, dass sie bleiben. Mit dem Ganzpaket inklusive - Schmerz, Trauer, Wehmut.
Wo soll denn dir dann eines Tages besser gehen?
Ich könnte jetzt dich nach Plänen und weiteren Vorgehensweisen fragen, aber hast du darauf eine Antwort?
Irgendwie plätschert das alles so vor sich hin, schön nachweinen, schön über andere nachdenken, warum sie das und dies, aber wo bist DU und DEIN Tun in dieser NachGeschichte?
Ist dein Anteil nur der Schmerz und die Verzweifelung, die du mit Würde auszutragen bereit bist?
Kann man nicht dabei belassen - was passiert ist, ist passiert?
Wie sieht es mit deiner Ehe aus? Auch wenn Du viel schreibst wie wütend dein Mann war, was auch sehr nachvollziehbar ist. So lese ich auch anderes von ihm. Ihm bist weder du noch eure Tochter gleichgültig, er tut da mehr als du selbst. Was hättest du nur gemacht, wenn er nicht da wäre?!
LG Gästin