Lisa90
Gast
nun bin ich seit 1. Oktober getrennt. Wir waren ein Jahr zusammen und die Trennung kam für mich mehr oder weniger überraschend. Meine Geschichte habe ich auch hier im Forum schon einmal geschrieben, da ich auch durch die Situation, dass wir uns jeden Tag sehen und zusammen in Projekten für die Uni arbeiten. (Titel im Forum: "Ich muss ihn jeden Tag sehen", ich darf leider keinen Link anhängen)
Naja daher ist es mit Kontaktsperre eher schwierig. Wir verstehen uns soweit sehr gut. Klar, bin ich innerlich noch etwas aufgewühlt, aber ich denke da wir unseren Alltag miteinander verbringen (bis zu 9 Std am Tag) hat keiner was davon wenn wir nicht positiv miteinander umgehen. Mir geht es sicherlich nicht besser wenn ich verbittert und wütend durch die Gegend laufe. Naja...
Aber irgendwie würde ich das Jahr gerne gut beenden und würde mich für die sehr guten Zeiten in dem Jahr bei ihm bedanken. Für seine UNterstützung, da ich die ersten Semester ohne ihn bei weitem nicht so gut geschafft hätte (er hat schon eine Ausbildung und wir haben als Team sehr sehr gut zusammen gelernt.)
Und vor allem dafür, dass er für mich da war während meiner Krankheit. Im zweiten Semester wurde ein gutartiger Tumor am Knochen über dem Ohr diagnostiziert und das war zwar nicht schlimm, aber zährend und schmerzhaft. Auch nach der OP, die erst nach dem Semster stattfand und ich doch lange krankgschrieben war, war er immer da für mich und hat sich rührend gekümmert. Bei all den Arzt und Klinikbesuchen, bei denen er dabei war, denn ich hab wohl nie richtig deutlich gemacht wie viel mir das bedeutet hat und wie dankbar ich dafür war.
Ich weiß, dass es nicht in meiner Hand liegt, dass er zurückkommt. Auch wenn innerlich ein Teil von mir hofft dass der alte Er wiederkommt. Seit der Trennung hat er sich etwas verändert (ist nicht allein meine Meinung). Er geht viel feiern, was er eher vorher ungern gemacht hat, auch unter der Woche. Das hängt wohl alles auch ein bisschen mit einem Alten Freund zusammen aus der Jugend der im Oktober auf einmal wieder aufgetaucht ist. Den neuen Ihn möchte ich gar nicht mehr, der auch schon unsere Trennung so verkorkst hat.
Generell würde ich mich einfach im Rückblick für die positiven Zeiten bedanken, aber ich weiß nicht wie es aufgenommen wird. Ich will mich nicht anbiedern oder dass es als peinlich angesehen wird. Würdet ihr es tun? Oder soll ich es lieber lassen?
Meine Familie und Freunde sind sehr negativ ihm gegenüber eingestellt aufgrund des seltsamen Endes, von daher kann ich da niemand um Rat fragen.
