Zitat:Versuch den fe**sch doch als Angewohnheit zu sehen. In deinem Fall halt als eine schlechte Angewohnheit.
Ich denke das der Fetish abseits vom 6uellen Kick bei Dir auch noch ein anderes Bedürfnis befriedigt. Was das ist darüber solltest Du versuchen Dir klar zu werden.
Sobald Du das eigentliche Bedürfnis erkennst kannst Du versuchen das auf eine andere Art zu befriedigen.
Ich seh das so wie bei einem Alk.. Ihm gehts nicht um den Alk. sondern darum daß er für einen kleinen Augenblick im Rausch ein wenig Glück verspürt. Das er dabei langfristig immer Depressiver wird sieht er nicht.
Würde er erkennen, daß ihm andere Dinge mehr Zufriedenheit bringen, dann würde es ihm besser gehen.
Danke Stern. Schwer, meinen F* als schlechte Angewohnheit zu sehen.
Stell es Dir so vor: vor mir steht der Mann, der mich wie kein anderer anmacht. Die Lust in mir ist kaum auszuhalten...und dann funktioniert es wieder nicht. So als würde man jemanden berühren wollen...aber einem fehlen die Hände...Regelmäßig treibt es mich so zur Verzweiflung, dass ich ihn oder mich selbst schlagen möchte.
Ich kann mich also nicht auf die Suche nach der 6-Problemlösung machen und gleichzeitig eine Beziehung führen weil dieses Thema zerstörerisch ist.
Was könnte das eigentliche Bedürfnis sein? Ich weiß nicht, ob der Vergleich mit dem Alk. passt denn bis auf das S Problem bin ich ein sehr zufriedener Mensch.
Zitat:Genau wie Stern schon beschreibt , dneke ich, dass Du damit andere Defizite zu kompensieren versuchst!
Ein fe**sch ist es dann, wenn es Spaß macht, man dazu steht, mit ähnlich gearteten Menschen gern interagiert und sich auch nicht hinterher oder gar vorher bereits schlecht damit fühlt!
Erlebt man nur für einen kurzen Moment ein Hochgefühl, empfindet es als Zwang (wie Du ja selbst schreibst) jedoch vorher nachher und zwischendurch als abnormal, fühlt sich schlecht, will das gar nicht ist es eher eine Sucht!
Herauszufinden was genau kompensiert werden soll, ist ein langer Weg und führt häufig weit in die Vergangenheit, erfordert Hilfe und kann oft schmerzhaft und verzweifelnd sein...
Wenn man aber wirklich will ist alles möglich!
Ob es tatsächlich ein Defizit ist...etwas, das ich kompensiere...Ich weiß nicht...Ein Bedürfnis ist es in jedem Fall.
Hilfe habe ich mir bereits geholt...mein Therapeut sagte, dass sich so ein F* kaum wegtherapieren lässt...Verhalten kann man ändern...z.B. bei Suchtproblematiken lernen auf andere Weise Befriedigung zu finden...aber die Lust ist so ziemlich festgelegt. Ich will mich damit nicht abfinden.
Ich möchte keine Details preisgeben aber eines ist mir schon klar. Ich habe in meiner Kindheit immer Extreme erlebt, "Existenzielles"...Jeder Tag war ein existenzieller "Kick", eine Art Überleben. Diesbezüglich bin ich desensiblisiert. Mein Therapeut erklärte mir, dass die Erregungsschwelle bei Menschen wie mir sehr hoch sei...Geht man schon ein Leben lang durchs Feuer, fühlt man nicht mehr viel wenn man lediglich in der Nähe des Feuers ist. Ich habe eine Beziehung hinter mir, in der es ganz anders war...auch im Bett...ich war nie befriedigt. Ich nahm an, man könne Gefallen an anderem finden...es langweilt mich.
Ich leide nicht weil ich mich abnormal fühle, sondern weil ich 6uell eingeschränkt bin. Nicht der 6 an sich kickt mich, sondern dieser F*. DAS empfinde ich als Einschränkung.
Ich fühle mich nur schlecht weil der Mann, den ich liebe meinen F* nicht teilt bzw. ich auf andere Weise keine Befriedigung finden kann....Die nicht funktionierende 6ualität uns trennt. Dass der 6 uns trennt quält mich.
Einer Sucht geht man ja auch kontinuierlich nach. So ist es bei mir nicht. Ich kann auch über einen längeren Zeitraum ohne 6 auskommen aber wenn ich begehre, dann geht es eben nur auf diese Weise.
Danke euch allen vielmals. Mich macht das Thema fertig. Ich klinke mich mal aus.