ItsMeJosie
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Ich habe mich vor ein paar Monaten von meinem Freund getrennt. Wir waren in einer toxischen On-Off-Beziehung mit vielen Problemen. Jetzt bin ich endgültig weg von ihm und das ist gut. Ich hatte eine kleine Hochphase und habe endlich etwa Ruhe und Frieden gefunden und bin stabiler geworden.
Nun hatte sich was mit einem Arbeitskollegen entwickelt. Ich war beeindruckt. Hübsch, klug und endlich jemand der sein Leben im Griff hat. Er ist sehr liebevoll, reflektiert und ich habe das sehr genossen. Weil wir beide frisch getrennt waren, war ich vorsichtig , auch wegen meinen Erfahrungen aus meiner vorherigen Beziehung. Wir hatten so eine klassische Kennenlernphase. Dann hat sich etwas Distanz eingeschlichen wegen seiner Klausurphase. Für mich war Nähe zulassen schwer. Vieles lief sehr zögerlich und mit viel Distanz dazwischen, gerade das Schreiben. Aber wenn wir uns gesehe haben war es immer schön und auf Augenhöhe. Tiefe Gespräche und Nähe, warme Worte und Gesten. Es war efrischend. Ruhig. Respektvoll. Eine Kennenlernphase wo ich mich mal nicht reinstürze, mich nicht aufopfere klammere und Hals über Kopf verliebe. Ich dachte da kann was richtig stabiles und gesundes draus wachsen. Aber ja wir haben wenig geschrieben und uns selten gesehen. Irgendwas hat gefehlt. Für mich war das okay, vielleicht sollte das noch kommen. Ich habe genossen wie es war. Ohne Druck. Vor nicht mal einer Woche hatte ich ihm zu meinem Geburtstag eingeladen. Es war ruhig und schön. Dann gestern der Cut der zwar nicht abwegig war aber mich doch überrascht getroffen hat. Er hat gesagt, dass er mich schätzt, ich hübsch bin und auch eigentlich das was er sich beziehungsmäßig wünscht und trotzdem läuft das schon eine Weile und er hat sich nicht verliebt. Für eine Beziehung braucht er mehr als das, deswegen setzt er den Cut. Er möchte eine Freundschaft, wenn ich das möchte und damit fallen dann romantische und sexuelle Sachen weg. Ich verstehe das. Er war ehrlich und fair. Trotzdem tut es weh. Er ist wirklich ein toller Mann. Es war erfrischend anders. Er hatte das vereint was ich mir gewünscht habe, Intellekt, gleiche poltische Ausrichtung, liebevoll und hat sein Leben im Griff. Aber es sollte wohl nicht sein. Ich bin dankbar für die Erfahrung aber auch traurig und irgendwie fühlt sich das alles surreal an. Ich denke das sollte mich nicht so mitnehmen und trotzdem tut es weh. Vielleicht hat jemand ein paar aufbauende Worte für mich? Ich wäre sehr dankbar.
Manchmal denke ich mir, hätte ich mehr Nähe gezeigt vielleicht wären wir dann jetzt woanders. Ich wollte mich nur nicht wieder verlieren. Es ist so schade. Ich hätte mir das so gewünscht und gegönnt.
Und jetzt muss ich wieder loslassen. Irgendwie fühlt es sich an als war ich nicht genug. Als habe ich eine gute Chance kaputt gemacht in dem ich nicht genug investiert habe, um damit es reicht und das macht mich wütend auf mich selbst.