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Klinik - was machen die mit ihm?

T
Zitat von WhatHappend:
@alleswirdbesser Wie würde eine Nachricht an mich formuliert sein, wenn eine andere im Spiel ist? Was sind deine Erfahrungen, die mir übrigens sehr ...

Ich finde den Gedanken an eine andere nicht naheliegend. Aus dem was du erzählt hast gibt es für mich keinen Hinweis darauf. Würde dieses Fass nicht auch noch aufmachen.

• x 6 #106


CanisaWuff
Zitat von WhatHappend:
sagte mein Freund da ich ja nicht das Hauptproblem mehr bin wäre auch das Treffen in den Hintergrund gerückt.
Das hat mich sehr verletzt,

Völlig nachvollziehbar. Ich glaube allerdings, dass Du ein wenig trennen musst.
In der Klinik ist er wegen der Depression. Das andere wäre wohl eher eine Paartherapie gewesen.

• x 2 #107


A


Klinik - was machen die mit ihm?

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alleswirdbesser
Zitat von WhatHappend:
@alleswirdbesser Wie würde eine Nachricht an mich formuliert sein, wenn eine andere im Spiel ist? Was sind deine Erfahrungen, die mir übrigens sehr ...

Danke! Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, er hat es nie erwähnt, dass es eine bestimmte Frau war, war aber ständig mit Frauen unterwegs, schickte sogar Bilder und Silvester war eigentlich der Punkt, wo ich ins Zweifeln kam. Ich möchte aber ungern die ganzen Einzelheiten hier posten. Jedenfalls wenn einer es darauf anlegt dein Vertrauen zu missbrauchen, dann schafft er es. Genau deshalb - man vertraut und glaubt.

Er war nur einmal an Weihnachten zu Hause, Liebesbekundungen, ein sehr persönliches Geschenk an mich aus der Klinik mitgebracht, mit eigenen Händen erschaffen, Zukunftspläne, die heile Welt vorgespielt und ich solle mich auf seine Rückkehr freuen. Am Tag der Rückkehr machte er Schluss als wir schlafen gingen. Jahre später habe ich auf Sozial Media seinen Beziehungsstatus entdeckt - Beginn vor Weihnachten.

• x 2 #108


M
Liebe TE,

bei dir dürften ein paar Baustellen vorhanden sein und aus Erfahrung kann ich dir raten, nicht alle auf einmal lösen zu wollen.

Ich habe noch nicht ganz verstanden, was du deinem Partner genau vorwirfst, denn einerseits schreibst du, was für ein liebevoller Vater er ist, andererseits kritisierst du das:

Zitat von WhatHappend:
dass hinter jedem schönen Bild auch harte Arbeit und Anstrengung steckt.

Wieso denkst du, weiß er das nicht? Oder geht es dir um die aktuelle Situation, dass er nicht da ist?

Zitat von WhatHappend:
Dann habe ich mir überlegt, ob ich ein Video vom weinenden Kind schicken soll

Was möchtest du damit bezwecken? Das macht doch nur Druck!

Zitat von WhatHappend:
Unser Kind ist nicht so anstrengend wie er.

Wie jetzt? Ist es der Alltag mit Kind und Arbeit, der dir zu viel ist oder dein Partner?

Du wirfst ihm außerdem vor, zum aktuellen Zeitpunkt nicht an eurer Beziehung arbeiten zu wollen, sagst aber, deine Gefühle für ihn sind schon lange nicht mehr da.

Ich habe auch den leisen Verdacht, dass du dir von seinem Klinikaufenthalt insgeheim erhofft hast, dass er schnell wieder einsatzfähig für euch ist. Nur kann so eine Erkrankung Monate bis Jahre dauern, bis sich eine Besserung einstellt. Diese Möglichkeit musst du akzeptieren.

Was an deinem Alltag überfordert dich momentan am meisten? Du hast geschrieben, es sei die gesamte Babyzeit schwierig gewesen. Ich fürchte, es wird dir nichts anderes übrig bleiben, deinen Alltag in den nächsten Wochen ohne deinen Partner auszurichten. Denn du schreibst selbst, du möchtest ausziehen und zur Ruhe kommen. Auch dann wirst du euren Alltag alleine bestreiten müssen.

Wenn du selbst das Gefühl hast, eure Beziehung ist vorbei und du „brauchst“ ihn nur mehr als Vater, dann geht das gemeinsam im Rahmen einer Mediation an, um auf Elternbasis zusammenzufinden. Aber erst nach seiner akuten Situation.

Ich kann deine Gefühle ein wenig verstehen, denn auch ich hatte mit den gewaltigen Umstellungen zu Beginn als Mutter zu kämpfen. Es kann verdammt anstrengend sein. Was geholfen hat? Nur akzeptieren, dass das Leben jetzt so ist und die Hoffnung, dass es eines Tages auch mal wieder leichter wird, wenn sie älter sind. Und was ganz wichtig war: Sich der Situation stellen und sehen, dass man das alles doch ganz gut wuppt!

• x 6 #109


alleswirdbesser
Übrigens haben sie dort als Gruppe eine Mitpatientin zur Trennung bedrängt, weil ihr Partner sie sehr vermisst hat, viele Nachrichten geschrieben hat und wenn ich mich recht erinnere, betonte, dass er ohne sie nicht kann. Er regte sich total auf, dass der Mann sich so verhielt. Ich dagegen ließ ihn komplett in Ruhe und sagte, er soll mich nur kontaktieren, wenn ihm danach ist. Damit er sich nur auf sich konzentrieren kann und den Aufenthalt für sich nützt.
Unschön wurden die Gespräche erst nach Weihnachten, als wir wenige Male telefoniert haben. Da war er ja schon mit der anderen zusammen, was ich nicht wusste. Offenbar hat mein Bauch auch Alarm ausgelöst, ich wusste nur nicht, was der Grund war. Insgeheim wurde ich auch unsicher und wusste nicht, ob ich es weiter schaffe ihn zu unterstützen. Heute bin ich im Grunde genommen froh, dass er es beendete, ich hätte ihn nicht im Stich lassen können.

• x 1 #110


Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Übrigens haben sie dort als Gruppe eine Mitpatientin zur Trennung bedrängt, weil ihr Partner sie sehr vermisst hat, viele Nachrichten geschrieben hat und wenn ich mich recht erinnere, betonte, dass er ohne sie nicht kann.

Ich hab das Gefühl, dein eigenes Thema holt dich gerade ein.
Es ist aber vielleicht besser, das nicht mit der Situation der TE zu vermischen.
Denn bisher gibt es keinerlei Hinweise auf Fremdgehen.

• x 4 #111


Catalina
Puh, also du bist sauer, weil er in der Klinik ist und du jetzt alleine klarkommen musst. Andererseits sagst du, du bist froh, dass er weg ist und überlegst, dich zu trennen. Mir scheint, du weißt selber gerade nicht so wirklich, was du willst.

Was mir beim Lesen deiner Beiträge aufgefallen ist, ist, dass du gar nicht zu verstehen scheinst, dass dein Mann ernsthaft krank ist, auch wenn man ihm das von außen nicht ansieht. Wäre es leichter für dich zu akzeptieren, wenn er sich ein Bein gebrochen hätte und deshalb ausfallen würde?

Wenn du selber noch nie eine Depression hattest und dir das deshalb nicht vorstellen kannst, sei froh und dankbar. Ich als Betroffene kann dir sagen, dass das wirklich kein Zuckerschlecken ist und eine Therapie sehr viel Kraft kostet.
Zitat von WhatHappend:
Schöne Bilder von Ausflügen bis ich beim letzten Mal dazu geschrieben habe, dass hinter jedem schönen Bild auch harte Arbeit und Anstrengung steckt.

Warum tust du sowas? Würdest du ihm, wenn er mit Gipsbein ausfallen würde, auch dauernd vorhalten, dass er gerade nicht laufen kann und du deshalb alle Wege erledigen musst? Denkst du, er weiß das nicht und hat vermutlich eh schon ein schlechtes Gewissen deswegen? Musst du da noch Salz in die Wunde streuen?
Zitat von WhatHappend:
Dann habe ich mir überlegt, ob ich ein Video vom weinenden Kind schicken soll - was ja auch den realistischen Alltag widerspiegelt aber habs gelassen.

Da fehlen mir echt die Worte. 🤐
Zitat von WhatHappend:
Als ich ca eine Woche später nachfragte, wie es nun um das Treffen bestellt sei, sagte mein Freund da ich ja nicht das Hauptproblem mehr bin wäre auch das Treffen in den Hintergrund gerückt.
Das hat mich sehr verletzt, da ich bereits Notizen für das Gespräch gemacht habe.

Ähm, also das finde ich jetzt wirklich schräg. Du bist verletzt, weil du nicht mehr das Hauptproblem bist? Kann es nicht eher sein, dass es dir nicht passt, nicht in seine Therapie einbezogen zu werden?

• x 5 #112


S
Zitat von WhatHappend:
Ich erwische mich dabei, wie ich permanent auf mein Handy schaue, ob eine Nachricht gekommen ist und habe gleichzeitig die irrationale Angst sie zu lesen. Soweit ist es schon.

Verstehe ich nicht. Dieser Mann ist nach deiner Beschreibung so furchtbar, er ist anstrengender als das Kind, du hast keine Gefühle mehr für ihn, hast vor dich zu trennen um zur Ruhe zu kommen, wieso hast du dann Angst vor seiner Nachricht und fragst nach, wie du erkennen kannst, ob es eine andere gibt? Wenn er so schlimm ist und du keine Gefühle mehr für ihn hast, dann dürfte es doch egal sein, wenn er jemand anderen gefunden haben sollte. Unabhängig davon, gibt es dafür noch überhaupt keine Anzeichen. Ich kann dir wirklich nicht folgen.

• x 8 #113


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Ich hab das Gefühl, dein eigenes Thema holt dich gerade ein. Es ist aber vielleicht besser, das nicht mit der Situation der TE zu vermischen. Denn ...

Sie hat mir eine Frage gestellt. Aber gut, ich ziehe mich besser zurück. Ja, hier weiß man nicht, was los ist, es muss kein Kurschatten im Spiel sein. Deswegen empfehle ich abzuwarten und erstmal nichts unternehmen, weder Trennung noch Umzug.

• x 1 #114


FoolishHeart
Zitat von alleswirdbesser:
erstmal nichts unternehmen, weder Trennung noch Umzug.

🎯

• x 1 #115


Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Sie hat mir eine Frage gestellt. Aber gut, ich ziehe mich besser zurück.

Das war nicht böse gemeint!

• x 2 #116


Birkai
@WhatHappend in deinem Eingangsbeitrag schriebst du, dass kaum noch Gefühle da sind. Hast du das mal für dich sortiert? Willst du diese Beziehung denn überhaupt weiter führen? Das ist aus meiner Sicht eine Frage, mit der du dich beschäftigen solltest.

Die Belastung mit Kleinkind gerade nach der Elternzeit kann schon immens sein. Als ich in der Woche mit meinen Kindern allein war, hab ich immer geschaut, was wirklich in dem Moment wichtig war. Man muss in der Situation lernen mal was liegen zu lassen. Da es finanziell möglich war, kam einmal die Woche ein Babysitter. Die Zeit kann man dann für sich nutzen. Oft habe ich auch einfach nur Zeit raus gearbeitet, damit ich im Falle von Termindruck oder unvorhergesehenen Themen mal eine Stunde früher gehen konnte. Die Fremdbestimmung wird dich mit Kindern immer begleiten und hier für sich selber eine Akzeptanz zu finden, ist extrem wichtig. Alles andere schafft Unzufriedenheit.

Wie sieht denn dein soziales Umfeld aus? Hast du Menschen mit denen du dich austauschen kannst? Für mich war dies extrem wichtig und ich glaube nicht, dass ich diese fordernde Zeit ohne meine Freunde durchgestanden hätte. Nicht um Hilfe zu leisten, sondern für die Seele.

• x 2 #117


B
Zitat von WhatHappend:
Er hat zu mir gesagt, es ist für mich da... Jetzt muss ich andere bitten zu helfen.

Dein Partner ist krank, er nimmt Medikamente. wieso glaubst du, dass du von ihm Unterstützung bekommst?

du musst dir ganz klar machen, dass du nicht viel Unterstützung von ihm bekommen wirst.

hast du denn irgendwelche Leute, die dir helfen können? Verwandtschaft oder so?

du kannst doch gucken, ob es nicht Leute gibt so online Anzeige, die gerne als Oma oder Opa einspringen würden. ich hab das von Freunden gehört. Das war ganz wunderbar. ich selber zum Beispiel würde es auch machen weil ich neu in der Gegend bin, wo ich jetzt lebe. Selbstverständlich muss man genau prüfen, wenn man sein Kind liebt, aber Ich hab einfach das Gefühl, dass du sehr Überfordert bist nicht nur er.
Wie hier schon alle geschrieben haben,: Andere hätten viel mehr Verständnis für den Kranken Mann . Du hast große Verständnis, weil du selber an deinem Limit bist.
Such dir Hilfe und mach dir Gedanken, wie du dich selbst entlasten kannst.

Du hast geschrieben, dass du zu deinen Eltern könntest? Vielleicht ist das ja eine gute Idee, Auch wenn es beengt ist, aber du könntest so das Kind etwas verteilen auf mehrere Personen. Sorry, für die Ausdrucksweise. Bei mir fällt grad nichts Besseres ein

• x 2 #118


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Das war nicht böse gemeint!

Ich habe es verstanden und auch nicht so aufgefasst.

• x 2 #119


K
Zitat von Catalina:
Ich als Betroffene kann dir sagen, dass das wirklich kein Zuckerschlecken ist und eine Therapie sehr viel Kraft kostet.

Und du denkst, für den Partner ist es leichter? Der muss sein eigenes Leben, dass Leben vorhandener Kinder auf die Reihe bekommen und dann noch den depressiven Partner "durchziehen". Und hat keinen Ausweg, keine Auszeit. Der gesunde Part MUSS funktionieren.

• x 3 #120


A


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