Zitat von Kaumzuglauben:Und was ist mit ihr? Fragt jemand sie, ob sie kann? Mir ist das hier zu einseitig. Sie muss unendliches Verständnis und Rücksicht zeigen, er ist ...
Das ist schlecht zu vergleichen, weil eine Depression keine „ich kann nicht mehr, aber ich muss, also mache ich weiter“ Krankheit ist.
Es ist nicht das „normale“ wir Mütter gehen an unsere Grenzen, gehen arbeiten, sind allein mit den Kids, stemmen sämtliche Termine, machen den Haushalt und fallen Abends erschöpft aufs Sofa und stehen morgens trotzdem wieder auf.
Hast Du schon mal einen geliebten Menschen verloren und erinnerst Dich an das Gefühl? So können sich Depressionen anfühlen. Du schaffst die einfachsten Dinge nicht mehr. Du hast nicht mal die Kraft, um Dich aufzuregen, dass Du hängen gelassen wirst. An dieser Krankheit sterben Menschen. Nicht, weil sie sich nur zusammenreißen müssen und dann geht es schon weiter. Sondern, weil sie keinen Sinn mehr sehen, ihr Leben fortzuführen.
und niemand redet das, was sie durchmacht, klein. Wir sind hier aber nicht beim Whataboutism. Man kann sich mit einer schweren Depression nicht mal um sich selbst kümmern. Geschweige denn, um das Wohlergehen der anderen.
Also muss sie sich um sich selbst kümmern. So wie er es für sich macht. Er will heilen. Sie ist auf dem Weg der Findung dahin.
Dennoch fehlt in meinen Augen das Verständnis für die Krankheit. Denn, was helfen Videos vom weinenden Kleinkind? Was helfen ihm Vorwürfe, weil er heilen will?
Wenn sie eine Panikattacke hat (die, by the way dringend besprochen werden sollten, denn auch in einer Panikattacke kann sich niemand um ein Kleinkind kümmern!) hilft es auch nicht, wenn Außenstehende sagen: „Reiss Dich mal zusammen jetzt!“