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Klinik - was machen die mit ihm?

Ouabain
Hallo @WhatHappend ,

Deine Instinkte schlagen Alarm . Das ist fast immer ein schlechtes Zeichen. Leider.

Aber warum diese dringende Wohnungssuche? Der Alltag, so wie er jetzt ist, belastet Dich doch schon genug.

Du sagst, Du kannst notfalls zu Deinen Eltern ziehen. Klingt nach einer sicheren Bank. Da es Dir aktuell so schlecht geht - könntest Du vielleicht für eine Woche oder so dort unterschlüpfen?

Könnten Deine Eltern Dir das Kind ein wenig abnehmen, so dass Du etwas durchatmen kannst?

Vielleicht beruhigt sich die Situation in Deiner Beziehung ja wieder. Wenn nicht, hast Du alle Ressourcen, um auch das zu packen.

Du darfst Dich jetzt nur nicht so panisch auspowern. Versuch, runter zu kommen. Das ist im Moment das allerwichtigste

• x 2 #31


Kroenchen_richten
Sorry, was er da macht ist kein Kuraufenthalt, wo man dann zwischendurch entspannt das Wochenende bei der Familie verbringt um dann montags nur ein paar Entspannungskurse besucht.
Gleich dem Partner der TE einen Kurschatten zu unterstellen sehe ich auch kritisch.
Der Prozess scheint ja jetzt erst richtig bei ihm loszugehen. Depressionen verschwinden auch nicht nur weil man in einer Klinik ist.
Ein Exfreund von mir war mehrfach in Kliniken, hat seit Jahren Depressionen. Er ging aus Liebe zu mir und Rücksicht gegenüber meinen Kindern. Er sah sich nur als Belastung für uns.
In schlimmen Phasen hat er sich komplett zurückgezogen. Da ging nichts mehr. Trotz Tabletten.
Und gute Phasen wo er nahezu überquoll und sehr aktiv war. Das konnte sich aber abrupt ändern.
Depressionen sind kein Schnupfen. Auch keine Laune oder mal eben aus Absicht.
Je mehr er kritisiert und gedrängt wird umso eher kommt absoluter Rückzug und Abwehr. Bringt ihn nicht weiter und dich auch nicht.

Klar Job, Kind und Haushalt ist nicht leicht allein, kann man sich aber erleichtern, nicht nur mit Hilfe vom Partner.
Ich hatte zwei Windelpupser, plus ein Schulkind, ein Haus in völlig neuem Umfeld umzubauen/renovieren, und der Mann war im Ausland. Da war nur alle 3 Monate Papa am Wochenende da.

Da hilft z. B. mehr Kleidung kaufen um nicht täglich waschen zu müssen, lernen 5 gerade sein zu lassen (schöner Wohnen kann auch in 2 Jahren wieder einziehen), bügeln nur wenn es angezogen wird usw. , nicht zu viel Programm machen zu wollen, perfekt ist gestrichen und lernen flexibler zu sein.
Stress macht man sich selber. Oft weil man meint alles muss erledigt sein, perfekt und nach Schema.

Was würde sich denn ändern, wenn du jetzt auszieht?
Wäre auch nicht sofort Hilfe da um den Alltag zu meistern.

Es gibt Haushaltshilfe, Babysitter, Tagesmütter. Alltagshelfer, Leihomas....

Oder ein Wochenende zu deinen Eltern.

Da kommt von dir an ihn eine Menge Druck und Vorwürfe, meine Meinung. So kommt er aus den Depressionen sicher nicht raus.
Was jetzt für ihn zählen muss, Hilfe, vielleicht besser damit klarkommen, Auslöser finden, Strategien finden etc., aber nicht Vorwürfe, Druck, Wochenendarbeit.

Bezüglich Handy, kann auch sein, dass sie die Handynutzung einschränken. Hier in unsere Klinik ist das Programm, die werden nur für eine kurze Zeit ausgegeben.

Lass ihn einfach in Ruhe, nicht bombardieren und keine Erwartung haben/stellen.
Das hilft ihm sich nicht in die Ecke gedrängt zu fühlen und dir weil ohne Erwartung keine Enttäuschung.
Wenn was für dich im Alltag zu viel ist, lass es liegen, Füße hoch, Entspannungsbad wenn das Kind schläft.

Ihr habt das gemeinsam entschieden mit der Klinik, also trag das bitte auch mit.

• x 7 #32


A


Klinik - was machen die mit ihm?

x 3


AmeiseNextDoor
Ich bin sehr sehr gespannt wie die Sache ausgeht... aber die Vorwürfe an die TE finde ich auch nicht fair. Ihr geht es selbst ziemlich schlecht, was ihr Nervensystem betrifft (Dauerstress, Panikattacken, keine Resilienz mehr etc)... aber das scheint in diesem Kontext nicht zu interessieren. Dabei ist sie komplett alleine fürs Kind zuständig.
Was, wenn sie auch zusammen klappt..? Hilfe organisieren klingt hier immer so leicht. In manchen Fällen und für manche scheint das gut zu klappen, ist aber leider auch nicht immer und in jedem Fall so.
Ich verstehe die TE sehr gut.
Und - keine Ansprüche haben, den anderen pampern... das ist alles sehr leicht, wenn man keine gemeinsamen Kinder hat. Dann kann ja auch jeder machen was er möchte. Mit Kindern... sehr schwierig. Geht es beiden schlecht bekommt der Mann meiner Beobachtung nach meist mehr Schonung. Weil es ja eh selbstverständlich ist, dass die Frau Kind/er und den Rest macht. Die soll mal nicht rumheulen. Diese Form der Misogynie ärgert mich immer etwas.

• x 6 #33


Heffalump
Zitat von AmeiseNextDoor:
Weil es ja eh selbstverständlich ist, dass die Frau Kind/er und den Rest macht

Ja wird allgemein so angenommen.
Als sie beide das Kind planten, war er schon angezählt.
Wir Mütter wissen, das Kinder haben, durchaus Ressourcen frisst, nicht nur Geld. Zeit, Liebe und Geduld.

Da trennt sich Spreu von Weizen. Mein Ex hat immer betont, mit Kleinkindern kann er nicht. Aber die dreifach Belastung: Kind, Haushalt und Arbeit für Lohn, kann dich zur körperlichen und geistigen Erschöpfung führen.

Deswegen, Pausen sind wichtig. Diese zu generieren, nicht nur Aufgabe des Partners ist. Und wenn dieser auch einen Ausnahmezustand hat, muss man andere Wege gehen.

• x 2 #34


CanisaWuff
Liebe TE, ich kann Dich so gut verstehen. Eigentlich funktionierst Du nur noch.

Das wird aber nicht ewig so weitergehen und in 10 oder 15 Jahren wirst Du Dich selbst fragen, wie Du das geschafft hast.

Ja, er ist krank und er hat sich nun durch den Therapieplatz Hilfe gesucht und vermutlich tut es ihm gerade gut, dass der Druck bei ihm weg ist.
Wie es Dir geht interessiert den Arzt in der Klinik nicht, muss es auch nicht, denn er hat seinen Patienten.

Schau auf Dich und mache Dinge, die Dir gut tun. Fahr zu Deinen Eltern, vielleicht findest Du in Deiner Nähe allein erziehende Mütter oder eine andere Gruppe bei der Du selbst ein wenig entspannen kannst.
Wenn Du genug Geld hast, dann leiste Dir eine Haushaltshilfe und vielleicht ein oder zweimal in der Woche ein Kindermädchen.

Gestalte Du Dein Leben ohne Rücksicht auf Deinen Mann. Er ist krank...OK, aber das bedeutet nicht, dass Du für ihn Dein Leben opfern musst.

Ich selbst habe manchmal depressive Phasen...so fühlt es sich jedenfalls an. Da möchte ich keinen sehen und nicht reden. Einfach nur ich sein. Vermutlich fühlt er das gerade in der Klinik.

Mach keine Vorwürfe an ihn und Dir selbst bloß kein Kopfkino, wegen Kurschatten. Das Kopfkino ist wieder Stress für Dich und den kannst Du nicht gebrauchen und ändern kannst Du an der ganzen Lage auch nichts.

Du schreibst, dass Du seit kurzem wieder arbeitest. Würde sich denn Deine Arbeit überhaupt mit einem Umzug zu Deinen Eltern verbinden lassen?

Ehrlich gesagt, ich glaube Deine Ehe ist am Ende. Egal wie er von der Klinik zurück kommt. Wirklich ohne die Depression wird er nicht sein, Du dagegen gehst auf dem Zahnfleisch und würdest gerne Hilfe haben und damit treibst Du ihn dann vermutlich wieder zurück in seine Krankheit.

Zitat von WhatHappend:
Ich leide unter nervösen Zuständen, besitze keine Resilienz mehr, habe Panikattacken (wo ich momentan nur gegen die Symptome kämpfe), dieser Mensch zieht mich seit Monaten mit runter aber ich gebe nicht auf, weil ich Verantwortung für ein Kind habe. Ich kann nicht sagen: "ich kann nicht mehr", denn ich MUSS.

Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Versuch für Dein Kind stark zu sein. Nicht für Deinen Mann und nicht für Deine Ehe. Auch wenn Du verheiratet bist, in Deinem Leben bist Du die Nummer eins und es muss Dir gut gehen, damit Du stark für Dein Kind bist. Das braucht Dich nämlich wirklich. Dein Mann kommt auch ohne Dich klar.
Zitat von WhatHappend:
Bin ich froh, dass ich nicht Problem Nummer 1 bin? Also ehrlich gesagt habe ich mir von Anfang an nicht den Schuh angezogen

Es ist egal, ob Du Problem Nummer 1 bist oder Problem 300. Er arbeitet in der Klinik nun seine Probleme auf und auch wenn er für sich erkennt, dass ihm Problem 300 nicht gut tut, wird er sich entsprechend verhalten.
Zitat von WhatHappend:
Ich kann dieses hin und her bald nicht mehr.

Du kannst jetzt schon nicht mehr. Du bist ein Zombie ..kenne ich nur zu gut. Fang an Dein Leben nur noch nach Dir und Deinem Kind auszurichten.
Zitat von WhatHappend:
. Er hat zu mir gesagt, es ist für mich da... Jetzt muss ich andere bitten zu helfen.

Das macht die Krankheit und gesprochen sind Worte schnell. Verabschiede Dich davon und fordere es nicht ein.
Das ist Punkt, den Du vermutlich irgendwann auch verzeihen kannst, aber Du wirst es nicht vergessen und wirst ihm nie wieder unbeschwert vertrauen können. Denn alles könnten nur leere Worte sein.
Zitat von WhatHappend:
Leider müsste ich aus der Wohnung raus und vorsichtshalber werde ich das jetzt in Angriff

Du hast geschrieben, dass es Dir finanziell nicht schlecht geht, dann dürfte es kein Problem sein eine Wohnung zu finden.
Zitat von WhatHappend:
Wir haben in vielerlei Hinsicht keine gesunde Basis mehr. Zuviel kaputt gegangen.

Die Ehe ist durch. Das wird sich nicht mehr reparieren lassen.
Zitat von WhatHappend:
Ich möchte, dass er Zeit mit seiner Tochter verbringt, damit sie nicht wieder fremdelt aber das scheint ja schon aus seinem Kopf raus zu sein.

Was Du möchtest ist nicht wichtig. Er trifft die Entscheidung und nur weil er Depressionen hat wurde ihm nicht das Recht zum Denken entzogen. Daher kann er sich diese Gedanken auch selbst machen. Das musst Du nicht für ihn übernehmen. Deine Rolle ihm Gegenüber ist Partnerin zu sein (oder Ex Partnerin) aber Du bist nicht seine Mama.
Zitat von Kroenchen_richten:
lernen 5 gerade sein zu lassen

Genau so👍
Zitat von Kroenchen_richten:
Stress macht man sich selber. Oft weil man meint alles muss erledigt sein, perfekt und nach Schema.

Und nochmal.👍

• x 2 #35


Arnika
Wenn er eine schwere Depression hat, ist die potentiell lebensgefährlich. Es ist also besonders wichtig, dass er sich jetzt auf sich selbst konzentriert. Und sich nicht auch noch ein schlechtes Gewissen einreden lässt. Also kurz: Lass ihn doch einfach mal in Ruhe! Wenn ihr euch trennt, stehst du doch auch die meiste Zeit alleine mit dem Kind da… Alles Gute euch allen!

• x 5 #36


B
Zitat von AmeiseNextDoor:
Ich bin sehr sehr gespannt wie die Sache ausgeht... aber die Vorwürfe an die TE finde ich auch nicht fair. Ihr geht es selbst ziemlich schlecht, was ...

Ich finde auch. Die Te steht auch enorm unter Stress und Druck, hat im Moment die alleinige Verantwortung für das Kind.

Ich selbst habe einen Fall im Bekanntenkreis gehabt. Die Frau war wegen starker Depressionen in einer Klinik. Nach dem Aufenthalt hat sie sich von ihrem Partner getrennt. Die beiden hatten keine Kinder, aber waren einige Jahre zusammen gewesen..

Sie sage damals, sie habe in der Klinik viel reflektiert und auch Zeit gehabt sich mit ihren Bedürfnissen zu beschäftigen. Sie wurde nicht beeinflusst, was ihre Trennungsgedanken anging, allerdings hat der Abstand zum Partner und das Fokussieren auf sich selbst ihr gezeigt, was sie wirklich möchte.

Ich glaube aber das bei einer stabilen Beziehung ein Klinik Aufenthalt nicht dazu führt, dass man sich entfremdet. Wenn vorher schon Probleme da waren in der Beziehung, kann ich mir vorstellen, dass der Klinik Aufenthalt da auch Veränderung bei ihm auslösen kann. Was aber nicht heißt das er sich trennt. Es kann sich auch positiv auswirken. Dass er stabiler wird und ihr euch wieder annähern könnt. Vielleicht braucht er wirklich gerade nur alle Kapazitäten für sich. So eine Depression ist nicht rational erklärbar. Und man empfindet leider Dinge anders und für manche schwer nachvollziehbar.

Ich verstehe, dass man sich hilflos fühlt "zuzusehen", wie der Partner auf Abstand geht.
De Depression erklärt viel von seinem Verhalten, aber heißr trotzdem nicht, dass der andere alles aushalten/hinnehmen muss.

Se ist wahrscheinlich auch erschöpft emotional und die Angst, dass sich nichts verändert oder man sich mehr entfremdet ist für mich nachvollziehbar.
Ich würde mir selbst auch psychologische Unterstützung holen und Hilfe. Gleichzeitig versuchen dem Partner die Zeit zu geben, die er braucht. Den Fokus eher auf mich selbst und das Kind legen, auch wenn es schwer ist. Aber so auch emotionale Kapazitäten für sich nutzen.
Nicht Jede Absage versuchen persönlich zu nehmen. Oder als Abweisung zu interpretieren. Sondern versuchen zu verstehen, dass es vielleicht einfach gerade bei ihm "nicht geht". Gleichzeitig würde ich aber auch klar kommunizieren das man selbst am Limit ist und es einem ebenfalls nicht gut geht damit. Nicht, um Druck aufzubauen. Aber damit auch er Verständnis für dich hat. Und auch deine Perspektive sehen kann.

• #37


FoolishHeart
Hallo @WhatHappend

Du bist schon länger hier im Forum... Ich habe mir mal deine früheren Themen angesehen... Aus meiner Sicht ergibt sich ein bisschen sowas wie ein Muster...

Du bist auf der Suche, hast aber bisher wenig Glück gehabt. Und wenn es nicht so läuft, wie es soll trennt man sich eben... (Bitte nicht als Vorwurf missverstehen!)

Das hat - bisher - mehr oder weniger funktioniert. Jetzt kann es aber nicht mehr funktionieren, denn ihr habt ein Kind. Du fühlst dich überfordert - nachvollziehbar. Du forderst Unterstützung - nachvollziehbar. Und jetzt kommt das Aber: Was tust du selbst, um das Problem anzugehen? Dein Partner hat psychische Probleme und ist in Therapie. Und das bedeutet, dass du die Verantwortung übernehmen musst, so, als gäbe es ihn nicht. (Nur für den Fall, das du denkst, ich weiß nicht wovon ich rede: Ich habe zwei Söhne, einer davon psychisch besonders, alleine groß gezogen und bin voll berufstätig...) Gehe zum Amt und informiere dich. Werde selbst aktiv, um Unterstützung zu finden. Erwarte nicht von ihm, das er in seinem jetzigen Zustand die Probleme löst, dafür musst du jemand anderen finden (Familienhilfe, Freunde, Familie, Kollegen) Und für dein eigenes psychisches Problem: Such dir auch professionelle Hilfe. Ohne die schaffst du das nämlich nicht - ich spreche aus Erfahrung.

Komm raus aus dem Loch und fange an, Probleme zu lösen.

Alles Gute...

• x 3 #38


Brennessl
liebe @WhatHappend !


ich verstehe deinen ärger und dass du dich im stich gelassen fühlst, möchte dir aber gerne sagen, dass ich sein verhalten in der reha ist auch gut nachvollziehen kann.

ich selbst war vor jahren nach einem zusammenbruch wegen völliger überarbeitung auch mit depressionen und anderen diagnosen 8 wochen in einer psychoreha und ich kann dir nur sagen, das ist wie eine andere welt.

die ersten tage sind schwer (ich dachte ich bin im falschen film), man kennt niemanden, hat keine ahnung was auf einen zukommt und bekommt einen straffen tagesplan. und der hats echt in sich, den ganzen tag termine, kaum zeit zum auspannen dazwischen, wirklich sehr anstrengend und fordernd.

Zitat von WhatHappend:
Seit einigen Tagen ist alles anders. Er ist wie ausgewechselt. Sagt, er komme an seine Grenzen.


ich denke er ist geistig angekommen, hat sich an die abläufe gewöhnt und fängt jetzt an richtig zu "arbeiten".

was ich meine, anfangs trauen sich viele noch nicht so rauszukommen, gerade in der gruppentherapie ist das oft so, aber wenn man sich langesam öffnet gehts ans eingemachte, und ab da wirds intensiv.


Zitat von WhatHappend:
Heute morgen schrieb er kurz, er meldet sich später wegen der Wochenendplanung und mittags hieß es, er bleibe in der Klinik. Die Woche hätte ihn ausgelaugt.


ich kann ihn verstehen. nicht nur dass er ausgelaugt ist, er ist gerade in der rehablase und diese zu verlassen könnte ihn zurückwerfen.

ich war die ganzen 8 wochen kein einziges mal zuhause. nicht mal weihnachten und silvester, für mich war das zentrum ein geschützter raum, den ich in der zeit nicht verlassen wollte.
das heimkommen nach dieser zeit war wieder ein anderes thema.

mein damaliger freund hat mich zwar 2x besucht, aber wenn er wieder heim fuhr war ich nicht traurig. ich hab ihn nicht vermisst oder viel an ihn gedacht, ich war einfach nur mit mir beschäftigt.

ihr habt ein kind, das ist natürlich wieder was anderes (und mitreden kann ich da auch gar nicht) und ich möchte auch nicht sagen, dass du übertreibst, für dich als partnerin ist das alles andere als leicht.

ich wollte dir nur einen einblick geben wie eine reha abläuft und wie sehr diese einen vereinnehmen kann. versuch es nicht zu persönlich zu nehmen, auch wenn es schwer fällt.

ich wünsche dir viel kraft.

• x 3 #39


W
Zitat von Brennessl:
rehablase

Danke für deinen persönlichen Bericht. Das mildert etwas den Groll auf ihn, auch wenn es schwerfällt mich von ihm im Außen nicht gesehen zu fühlen.
Ich hatte einmal auf den Plan geschaut. Zuerst hieß es, er hätte immer ab 15 Uhr frei (musste ich ja wissen für Besuchszeiten) aber einmal ging eine Sitzung auch bis halb 5. Klar, nach einem arbeitsreichen Tag bin ich auch ausgelaugt und brauche Ruhe. Manchmal hat er berichtet, dass er erstmal klarkommen muss und seine "Hausaufgaben" erledigt er musterhaft. Selbst ich verstehe, dass das kein Urlaub ist. Die Medikamente bewirken, dass er abends früh müde wird, also zu der Zeit, ab wann ich "Feierabend" habe.

• x 3 #40


Brennessl
Zitat von WhatHappend:
Manchmal hat er berichtet, dass er erstmal klarkommen muss und seine "Hausaufgaben" erledigt er musterhaft.


das ist gut.

je mehr man mitmacht und sich drauf einlässt, desto mehr chancen, dass die zustände sich verbessern. ich hab mich damals auch voll reingehaut, alles intensiv mitgelebt, aber gerade das ist auslaugend.

es waren zu meiner zeit auch leute dort, die das nicht konnten, die ewig über alles gemeckert haben und/oder sich beschwert haben wie anstrengend alles ist, da ist der therapieerfolg oft nicht so sichtbar oder eben weniger vorhanden.

du darfst auch ein bisschen stolz auf ihn sein, dass er sich so engagiert, es ist echt schwer und einige schaffen das gar nicht. es gehört schon ausdauer und wille dazu. und der wille etwas verändern zu wollen ist ausschlaggebend.

Zitat von WhatHappend:
Die Medikamente bewirken, dass er abends früh müde wird, also zu der Zeit, ab wann ich "Feierabend" habe.


ja die medikation kommt auch dazu.

ich habs damals ohne AD´s durchgezogen, aber die leute die zb neu eingestellt waren liefen teils wie die zombies rum (nicht abwertend gemeint). manche wirkten ziemlich apathisch.

• x 1 #41


T
Keiner von uns weiß, wie es ihm genau geht.
Aber Therapien bis 5 bedeutet nicht, dass er danach Feierabend hat und auf der faulen Haut liegt und seinen Feierabend genießt. Ich habe selbst Phasen mit schweren Depressionen hinter mir. Da war ich über Stunden und manchmal Tage in einem Gedankenkarussell gefangen, mit Schuldgefühlen und des schlimmste ist wenn man sich so absolut wertlos fühlt.
Ich verstehe total, dass du dich von ihm im Stich gelassen fühlst. Ich würde am deiner Stelle schauen, mir ganz unabhängig von ihm Hilfe zu suchen. Vielleicht aus der Familie. Vielleicht brauchst du auch selbst professionelle Unterstützung.
Und dann würde ich die Beziehung bewerten wen diese Phase durchgestanden ist. Vermutlich sagt sich das leichter als es für dich ist.

• x 2 #42


M
@AmeiseNextDoor
Zitat von AmeiseNextDoor:
Geht es beiden schlecht bekommt der Mann meiner Beobachtung nach meist mehr Schonung.


Zitat von AmeiseNextDoor:
Weil es ja eh selbstverständlich ist, dass die Frau Kind/er und den Rest macht.

Sorry, aber da liest du etwas, was so nicht ganz stimmt.

Dass die TE ebenfalls mit Problemen wie Überlastung zu kämpfen hat, kann jeder nachempfinden. Nur hat ihr Partner Depressionen, was eine potenziell lebensgefährliche Krankheit sein kann.

Es redet auch keiner davon, dass sie bis zum Zusammenbruch arbeiten soll. Deshalb der Hinweis auf Unterstützung.

Nur welche andere Möglichkeit hat das Kind jetzt? Es braucht eine Betreuung, der Vater ist schwer erkrankt, als Mutter muss man einfach, auch wenn man es sich anders erhofft hat. Das hat nichts damit zu tun, dass man sie nicht ernst nimmt oder dem Mann seine Erkrankung nachsieht.

• x 2 #43


W
Zitat von CanisaWuff:
Wie es Dir geht interessiert den Arzt in der Klinik nicht, muss es auch nicht, denn er hat seinen Patienten.

Tolle Aussichten. So ist Nachschub garantiert. Ich habe vor Antritt meinem Freund gesagt er soll das Bett warm halten, denn wir geben uns sicherlich die Klinke in die Hand.
Werbeslogan: Pfeifen sie auf ihre Liebsten, denn sie kommen als rundum erneuerter Mensch raus.

Ihr merkt, ich habe sehr viel Wut in mir, weil ich das nicht verstehe und nicht glauben kann.
Ich kann doch nicht jetzt auch noch die Vaterrolle übernehmen, wie soll das denn gehen? 😭

• #44


Heffalump
Du bist alleinerziehend. Solange er dort ist

• #45


A


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