Zitat von WhatHappend: Wir haben in vielerlei Hinsicht keine gesunde Basis mehr.
Zitat von WhatHappend: ich bin finanziell gut aufgestellt und zum Glück in der Hinsicht nicht abhängig.
Da gibt es doch schon mal eine Grundlage, auf der du aufbauen kannst. Dein Partner steht dir aktuell nicht zur Verfügung. Weder als Unterstützung für dich, noch als Vater für dein Kind. Ob das je wieder das wird, was du dir wünschst, das steht in den Sternen. Meine persönliche Meinung: Das ist vorbei! Konzentriere dich auf dich und vor allem auf euer Kleinkind. Das kann nichts dafür, es braucht dich. Wenn du aus der Wohnung raus musst, dann zieh aus, such dir was schönes Neues, was dir gefällt und starte dein Leben erstmal als Alleinerziehende Mutter. Ja das ist hart, hole dir Unterstützung von Familie und Freunden. Ob dein Freund irgendwann in der Verfassung ist, dass ihr über eine Beziehung 2.0 nachdenken könnt oder er die Vaterrolle tatsächlich übernehmen kann, das lass erstmal außen vor.
Ich hatte auch so einen Partner, der mit Familie komplett überfordert war. Ob jetzt aufgrund einer Depression oder einfach Unfähigkeit, weiß ich nicht. Ich kann viele Fragen, die du dir stellst und auch die Ungerechtigkeit, die du empfindest, komplett nachvollziehen. Ging mir oft auch so und es dauert auch eine ganze Zeit, bis man aus dieser Gedankenspirale aussteigen kann. Meine Trennung ist jetzt 2,5 Jahre her, mein Sohn war damals auch schon 11, war also etwas leichter als mit Kleinkind. Ich hing nach der Trennung auch komplett alleine da, musste noch zwei Jobwechsel bewältigen und für das Kind da sein, während der Kindsvater machte, was er wollte. Und obwohl ich auch lange heftig dran zu knabbern hatte, bin ich heute so glücklich über diesen Schritt der Trennung. Lebe heute mit dem Kind alleine, der Vater nimmt ihn alle vierzehn Tage am Wochenende. Von 30 Tagen im Monat habe ich das Kind 26 und er 4. Mehr nicht. Er setzt also genau das fort, was er in der Ehe auch gezeigt hat. Nur heute kann ich eben akzeptieren, dass er zu mehr einfach nicht in der Lage zu sein scheint und habe meinen Frieden damit gefunden. Ich bin der Anker für meinen Sohn. Darauf habe ich Einfluss, auf den anderen Part nicht. Auch wenn es ungerecht ist. Ändern kann ich daran nichts.