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Klinik - was machen die mit ihm?

alleswirdbesser
Zitat von WhatHappend:
Ich kann doch nicht jetzt auch noch die Vaterrolle übernehmen, wie soll das denn gehen?

Nein, aber du allein bist auch genug. Es gibt jede Menge Kinder, die bei ihrer Mutter leben und einen Wochenendpapa haben. Es ist natürlich ein Jammer, dass es so ist und nicht anders. Aber es ist nicht zu ändern. Ausschlaggebend ist, dass es einen Elternteil gibt, der die volle Verantwortung übernehmen kann. Oft ist das die Mutter.

• x 1 #61


S
Zitat von WhatHappend:
und ehrlich gesagt war ich froh, dass er weg war und ich endlich aufatmen konnte aber die Belastung zu Hause mit dem Kind bleibt.

Einerseits bist du froh, dass er weg ist und andererseits bist du sauer, weil er weg ist. Das kann ich nicht nachempfinden.

Wieso wolltest du ein Kind, wenn ein Kind für dich Belastung bedeutet?

• x 5 #62


A


Klinik - was machen die mit ihm?

x 3


Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
manche Menschen konzentrieren sich wie schrieb auf sich und die eigene Genesung und haben keine Kapazitäten für Amorisitäten. Die anderen sind so schwach, dass sie lieber Ablenkung bei dem Seelenverwandten suchen, der einen ach so gut verstehen kann

Ich glaube, der häufigste Fall ist nochmal anders. Ich glaube, viele erkennen durch eine Behandlung deutlicher, wenn sie in ungesunden Strukturen leben, soch überlassen, ihre Beziehungen mehr Kraft kosten als geben, kurzum erkennen Menschen durch Behandlung ihre Baustellen. Und dann wird oft Bilanz gezogen und anschließend aufgeräumt, was so manche Beziehung nicht übersteht. Nicht weil der Partner plötzlich zum Problem erklärt wird (und schon gar nicht von den Behandlern, sondern da kommen die Patienten schon selbst drauf), sondern weil die Beziehung schon länger problematisch war, das aber lange genug verdrängt oder sich schöngeredet wurde, und diese Täuschung funktioniert bei klarerem Blick aber nicht mehr. Die Therapie löst also nichts neues aus, sondern macht nut etwas sichtbar, was schon lange vorher da war.
Anderer Fall: jemand verändert sich durch Therapie und dann passen die Pathologien nicht mehr zusammen und es kommt zur Trennung. Aber dafür ist es bei der TE noch zu früh, dieser Prozess dauert länger (beim Partner).

• x 5 #63


alleswirdbesser
@Blind-Meg also bei uns war es eine sehr junge Beziehung. Kaum bin ich bei ihm eingezogen, hörte er auf zu arbeiten, fand sofort einen Arzt, bekam AD und kurz darauf einen Reha Platz und das während der Corona. Das war wirklich erstaunlich wie er das alles innerhalb so kurzer Zeit bekommen konnte. Eins kann ich sagen - er ist ein Meisterredner. Und Lügner. Tja und ich war offenbar zum finanzieren da. Denn er spielte plötzlich mit dem Gedanken eine Umschulung zu machen. Als ich kurz erwähnt habe, dass man dann schauen muss, ob wir das Haus noch halten können, war er richtig stinkig und beleidigt. Aber ich hatte auch nicht mehr vor das Geld, was ich unter anderem auch für die Kinder bekam in das Leben mit ihm zu investieren. Und wie gesagt ich wusste gar nicht, dass er da schon mit dem Kurschatten zusammen war.

Zu meinem jetzigen Partner habe ich beim kennenlernen gesagt „Stellst du einen Reha Antrag, trennen sich unsere Wege“. Natürlich nicht nach langjähriger Partnerschaft. Aber am Anfang einer Beziehung wäre ich nicht mehr bereit es durchzumachen. Das ist wohl der Schaden, den ich mitgenommen habe.

• x 1 #64


Stella31
Zitat von WhatHappend:
Ihr merkt, ich habe sehr viel Wut in mir, weil ich das nicht verstehe und nicht glauben kann.
Ich kann doch nicht jetzt auch noch die Vaterrolle übernehmen, wie soll das denn gehen?

Klingt ziemlich ich-bezogen!
Klar ist es nicht so einfach, alles alleine zu wuppen. Aber was glaubst du , wie das die vielen 1000 anderen Alleinerziehenden machen?
Da hat auch nicht jede/r Expartner oder sonstige Betreuung zur Verfügung.

Zitat von WhatHappend:
Dann habe ich mir überlegt, ob ich ein Video vom weinenden Kind schicken soll - was ja auch den realistischen Alltag widerspiegelt aber habs gelassen.

Ich wundere mich über deine fehlende Empathie!


Zitat von FoolishHeart:
Hast du ihn gefrat, wie es ihm geht?

Das scheint offensichtlich keine Rolle zu spielen!


Zitat von alleswirdbesser:
Tja, das hat er sicher dankbar genützt mit dem Kurschatten.

Ich verstehe,dass dich das sehr wütend macht, auch bis heute. Aber in diesem Strang ist von einem Kurschatten keine Rede.
Es mangelt hauptsächlich am Verständnis der TE dafür, dass es nicht nur ihr schlecht geht.

• x 4 #65


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Ich verstehe,dass dich das sehr wütend macht, auch bis heute

Nein heute nicht mehr. Aber meine Skepsis gegenüber solchen Kliniken ist von 0 auf 100 gewachsen. Und von dem Kurschatten habe ich Jahre später erfahren. Er trennte sich, weil er angeblich ein Wrack war, wir eine Belastung für ihn waren und umgekehrt. Er keine Kraft mehr hatte, höchstens nur für sein Kind, allein leben wollte und keine Beziehung führen konnte. Das waren die Gründe. Vom Kurschatten kein Wort.

Auch erzählte er mal nebenbei, noch vor der Trennung, dass ich offenbar das Thema in den Gruppentherapien wurde, weil er mich dazu gemacht hat. Meine Herkunft, mein Temperament, mein Verhalten beim WA schreiben zum Beispiel. Ich vermute das war die Spitze vom Eisberg. Ich schluckte. Später war ich auch deshalb wütend.

• x 1 #66


Stella31
Zitat von Blind-Meg:
sondern weil die Beziehung schon länger problematisch war, das aber lange genug verdrängt oder sich schöngeredet wurde, u

Und weil dort in der Klinik einfach mehr Zeit und Möglichkeit da ist, sich mit sich auseinander zu setzen.

• x 3 #67


S
Zitat von WhatHappend:
Es entwickelte sich eine toxische Dynamik zwischen uns. Kurz erklärt, behauptet er, dass ich psychische Gewalt auf ihn ausgeübt habe. Ich behaupte, dass ich einfach mehr Hilfe gewollt habe.

Wenn er dein Verhalten als psychische Gewalt empfunden hat, wie hast du denn versucht, ihn dazu zu bringen, dass er dir mehr hilft? Mit Manipulation, Schuldgefühle machen, Erpressung, Druck machen, Liebesentzug, Anschreien, etc ? was alles halt so zur psychischen Gewalt zählt.

Zitat von WhatHappend:
Wir waren völlig auf uns alleine gestellt, hatten Startschwierigkeiten und keinerlei familiäre Hilfe.

Das verstehe ich nicht. An anderer Stelle habe ich gelesen, dass du mit Kind zu deinen Eltern ziehen könntest. Wenn sie dich sogar mit Kind bei sich wohnen lassen würden, warum hast du nicht danach gefragt, ob Oma und Opa ab und zu mit Enkelchen Zeit verbringen möchten? Damit du mal hättest Kraft tanken können?

• x 3 #68


Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Nein heute nicht mehr. Aber meine Skepsis gegenüber solchen Kliniken ist von 0 auf 100 gewachsen.

Ich glaube, wichtiger ist, dass man sich den Partner und seine Beziehung anschauen muss.
Wenn diese bereits davor Probleme aufweist, kann jede längere Trennung, egal ob Klinik oder sonst was, zum Problem für die Beziehung werden.
Das hat vor allem mit der "Käseglocken -Situation" und der Entfernung zum bisherigen Leben zu tun.

• x 1 #69


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Wenn diese bereits davor Probleme aufweis

Ich wäre nicht zu ihm gezogen und das zuhause meiner Kinder aufgegeben, wo wir mietfrei wohnten, wenn ich unsicher wäre. Erst danach ging es den Berg ab, als der Zahlesel quasi gesichert wurde. Davor gab es auch Zeiten, in denen wir uns nicht gesehen haben, das war nicht das Problem.

• x 1 #70


C
Zitat von WhatHappend:
Hab ich gemacht. Schöne Bilder von Ausflügen bis ich beim letzten Mal dazu geschrieben habe, dass hinter jedem schönen Bild auch harte Arbeit und Anstrengung steckt.
Dann habe ich mir überlegt, ob ich ein Video vom weinenden Kind schicken soll - was ja auch den realistischen Alltag widerspiegelt aber habs gelassen.


Finde hättest du ruhig machen können.


Ist ja schön und gut, dass er sonstwas hat und sich ausgeklinkt hat. Aber er kann nicht erwarten, dass angezählte Menschen um ihn herum sich nur nach ihm zu richten haben. Etwas, was jeder Kranke zu lernen hat. Ob mit Krebs, mit Depressionen oder sonstwas. Erst recht, wenn die kranke Person meint, die ganze Welt müsse sich nun um ihn drehen. Was ja gerade bei Depressionen gerne mal der Fall ist.

Die anderen haben auch ihr Leben und sind nicht dafür da um Frust dort abzuladen, ihnen die ganze Hand abzunehmen, wenn ihnen der kleine Finger gereicht wurde.

Wenn es dir zuviel Kraft kostet ihm heile Welt vorzuspielen, dann lass es.

Dein Part ist es jetzt wohl eher, auf dich zu achten und zu überlegen, wie es für dich weiter geht.

Er hat sich seinen Zustand nicht ausgesucht, du dir deinen auch nicht. Er passt auf sich auf und grenz sich ab.

Das Gleiche steht dir genauso zu.

• x 1 #71


Ouabain
@WhatHappend ,

zwei Ertrinkende können einander nicht retten. Depressive leiden meist unter Schuldgefühlen.

Daher vermute ich, dass es auch Deinem Mann so geht. Und er sich selbst die Schuld dafür gibt, dass er Dir nicht der Mann sein kann, den Du verdienst.

Dafür kannst Du Dir in Deiner eigenen Not allerdings nichts kaufen. Das gilt allerdings auch für Deine Wut und Panik. Die beide zwar verständlich sind, aber wenig hilfreich, um die Situation zu bewältigen.

Im Gegenteil. Deine Wut und Panik dürfte seine Depressionen verschlimmern . Was wiederum auf Deine Gefühle wirkt. Da steckt ihr beide in einem unguten Teufelskreis miteinander. Wo Eure Reaktionen sich gegenseitig hoch schaukeln.

Abstand voneinander ist sicher gut. Aber nicht, um einander zu bestrafen. Sondern damit ihr beide eine Chance habt, den Kopf wieder über Wasser zu bekommen. Jeder für sich. Weil ihr einander nicht tragen könnt.

Solche Situationen sind traurig. Und von außen kann ich nur noch einmal erneuern: Nutze Deine Ressourcen, um Dir Entlastung zu verschaffen. Es ist gut, dass Du noch Deine Eltern hast. Lass Dir von Ihnen ein wenig helfen. Wenigstens mal für ein Wochenende.

• x 6 #72


Stella31
Zitat von Casey:
Aber er kann nicht erwarten, dass angezählte Menschen um ihn herum sich nur nach ihm zu richten haben. Etwas, was jeder Kranke zu lernen hat. Ob mit Krebs, mit Depressionen oder sonstwas. Erst recht, wenn die kranke Person meint, die gazne Welt müsse sich nun um ihn drehen.

Wo genau tut er das?
Er hat mit ihr abgesprochen, in die Klinik zu gehen.
Also sollte genau diese Zeit auch für ihn da sein.
Weshalb also sollte er sich nun um die Aufgaben kümmern, die die TE in dieser Zeit übernehmen wollte?

• x 2 #73


S
Zitat von WhatHappend:
Meine Nachrichten werden erst 24 Stunden später gelesen. Er beteuert immer, es habe nichts mit mir zu tun und er schwor für mich da zu sein, wenn's wichtig ist. Schreibt er liebt mich. Ich sagte ihm, ich bin hier kurz vor einem Burnout aber er lässt mich im Stich.

Stimmt es wirklich, dass du kurz vor dem Burnout bist? Du hast Eltern, die dir vermutlich mal helfen könnten. Er lässt dich im Stich, weil er krank ist? Für mich zählt so etwas zu "dem anderen Schuldgefühle machen". Kein Arzt würde einen stationären Aufenthalt verschreiben, wenn es harmlos wäre. Dein Partner soll sich jetzt schuldig fühlen, weil er eine starke Depression hat? Im Ernst?

• x 5 #74


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Wo genau tut er das? Er hat mit ihr abgesprochen, in die Klinik zu gehen. Also sollte genau diese Zeit auch für ihn da sein. Weshalb also sollte er ...

Das stimmt schon, sein Aufenthalt in der Klinik ist kein Urlaub und wenn er sich auf seine Genesung konzentriert, braucht er diese Zeit für sich und kann nicht unterstützend für die Familie da sein. Das muss man tatsächlich so akzeptieren.

Wie gesagt, trennen kann man sich jederzeit, auch nach der Klinik, wenn man merkt, dass es so nicht weitergehen kann. Aber eine Chance an seiner Gesundheit zu arbeiten hat er genau jetzt, wo er dort ist. Die solltest du ihm geben. Danach sieht man weiter.

• x 5 #75


A


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